Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga >

"That's football": Die Lehren des 8. Spieltags

...

Drucken Drucken

Jetzt geht die Liga richtig los!

17.10.2010, 15:22 Uhr | t-online.de/sid/dpa

Nicht nur in Mainz, München und Schalke spielt die Bundesliga verrückt. (Fotos: imago)

Nicht nur in Mainz, München und Schalke spielt die Bundesliga verrückt. (Fotos: imago)

Was für ein verrückter Spieltag! Die Bayern gewinnen dank Mario Gomez. Der HSV schockt in letzter Sekunde die Überflieger aus Mainz und schenkt so dem BVB die Tabellenführung. Wolfsburg verliert schon wieder ein gewonnen geglaubtes Heimspiel. Bremen dürfte nun wieder Gehälter zahlen. Und das Krisen-Duell zwischen Schalke und Stuttgart wirft mehr Fragen auf als es Antworten gibt. Nur bei einem Verein bleibt alles, wie es ist: in Köln.

Der Köln-Fan an sich ist wirklich nicht zu beneiden. Der eigentliche Stammkeeper macht, was er will. Der eigentliche Starstürmer trifft zwar, beschwert sich aber noch viel häufiger über seinen eigenen Verein. Die Mannschaft kämpft, verliert aber wieder einmal. Und die Konsequenz: Der Trainer steht kurz vor dem Aus.

Blickpunkt Tabellenkeller: "Woche für Woche prekärer"

Kölns Trainer Zvonimir Soldo hat es schwer. Seit seinem Amtsantritt sind 42 Bundesliga-Spiele absolviert, und in kaum einem stand er nicht mit dem Rücken zur Wand. Und wieder einmal geht es im nächsten Spiel um seinen Job. Die 1:2-Niederlage gegen den BVB in letzter Sekunde hat ihn noch mehr ins Wanken gebracht, im nächsten Spiel gegen Hannover müssen Punkte her. Aber auch Manager Michael Meier muss sich mittlerweile Sorgen machen. Soldo ist sein Trainer, die Mannschaft unter den strengen Richtlinien des Managers zusammengestellt worden. Geht Soldo, muss auch Meier gehen - das zumindest wäre die logische Folge. Die Fans schauen seit dem Dortmund-K.o. auf jeden Fall nicht mehr ruhig zu. Sie fordern die Ablösung des Trainers.

Diese Position ist in Stuttgart unlängst frisch besetzt worden. Dass der Trainerwechsel beim VfB gewirkt hat, darüber sind sich im Schwabenland nach dem 2:2 auf Schalke alle einig. "Man hat gemerkt, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist", sagt Joker-Torschütze Martin Harnik. Und auch Sportdirektor Fredi Bobic ist zufrieden. "Die Aggressivität ist wieder da, die Mannschaft ist mit einer richtigen Wut rausgegangen." Dieser Wandel sei Trainer-Debütant Keller gutzuschreiben. Der 39-Jährige haucht dem Team also neues Leben ein. "Ich habe sie heiß gemacht", sagt Keller, "wir hatten seit langem mal wieder eine positive Zweikampfbilanz."

Bundesliga - Video
Best of Doppelpass

Felix Magath rechtfertigt seine Transferpolitik und Fredi Bobic bezieht Stellung zur Krise des VfB Stuttgart. zum Video

Ganz so positiv fällt das Fazit beim Gegner Schalke 04 nicht aus. Während die Stuttgarter Licht am Ende der Kellertreppe sehen, macht sich auf Schalke langsam erste Angst im Dunkeln breit. "Stand heute stecken wir im Abstiegskampf", stellt Abwehrchef Christoph Metzelder überraschend ehrlich fest. Im Moment ginge es nicht darum, wann die Aufholjagd begänne. Der Absturz von Hertha BSC Berlin in der Vorsaison sei ein mahnendes Beispiel. "Das zeigt, wie Mannschaften unter ihrer Qualität spielen und dann in einen Abwärtsstrudel geraten. Dann wird es Woche für Woche prekärer."

Blickpunkt graues Mittelfeld: "That's football!"

Diesen Abwärtsstrudel haben zwei andere Top-Klubs gestoppt. Werder Bremen und der FC Bayern München sind dank zweier Stürmer wieder obenauf. In Bremen bewahrte Claudio Pizarro die Grün-Weißen vor einer längeren Eiszeit. Nach den Turbulenzen um eingefrorene Spielergehälter ging mit seiner Einwechslung gegen den SC Freiburg ein Ruck durch die Mannschaft. "Mit Claudio wird unser Spiel druckvoller und raffinierter", lobt Werder-Chef Klaus Allofs den Peruaner. Der wartet zwar weiterhin auf sein erstes Saisontor. Dafür glänzt er in dieser Spielzeit bei seinen Kurzeinsätzen als Vorlagengeber. Wegen diverser Verletzungen verzeichnet Pizarro bisher nur 238 Minuten Einsatzzeit, nun ist er aber wieder fit - und Bremen im Aufwind.

Sport
Metzelder warnt Schalke

News: Rummenigge stellt Holland-Verband ein Ultimatum. Gomez ballert Bayern aus der Krise. zum Video

Ähnliches hat ein anderer Stürmer im Bayern-Trikot vollbracht, dem man es gar nicht zugetraut hatte. Mario Gomez ist wieder da. Und mit ihm auch der FC Bayern. Drei Tore, drei Mal beste Medizin für die geschundene Seele des Stürmers, aber auch für die der Bayern-Fans. Doch noch ist die Misere nicht ausgestanden, zehn Punkte Rückstand auf Tabellenführer Dortmund sind eine Menge Holz. Im Mittelpunkt steht somit weiterhin die Münchner Krankenstation, derer Fortschritte mit Hoffnung, aber auch Wehmut beäugt werden.

Von Wehmut ist beim VfL Wolfsburg mittlerweile keine Rede mehr. "Wenn ich mir angucke, wo wir stehen könnten, muss ich mich zusammennehmen." Es brodelt im Inneren von VfL-Macher Dieter Hoeneß. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison hat der VfL einen deutlichen Vorsprung verspielt - und das erneut vor eigenem Publikum. Erst das 3:0 gegen Mainz, nun das 2:0 gegen Leverkusen. Da hilft es auch wenig, dass die Wölfe 70 Minuten lang die Bayer-Defensive teils schwindelig spielten. "Ich bin stinksauer. Das kann nicht sein", schimpft Hoeneß über den unerklärlichen Einbruch des Teams. Ein Kopfproblem? "Nach dem zweiten Tor hat jeder gedacht, die Sache sei gelaufen", bekennt Nationalspieler Sascha Riether ehrlich. Wieder einmal. "Unglaublich", ist das einzige Wort, das Trainer Steve McClaren da auf deutsch einfällt. Und in seiner Muttersprache ergänzt er: "That's football."

Blickpunkt Tabellenspitze: "Zirkus zieht nach Dortmund weiter"

Das hat nach langer Zeit auch der FSV Mainz 05 wieder gespürt. Die Party am Bruchweg ist vorerst vorbei, nach sieben Siegen in Folge haben die Mainzer den unfassbaren Startrekord von acht Siegen verpasst. Das unglückliche 0:1 gegen den Hamburger SV hat das Team von Thomas Tuchel wieder geerdet und von der Tabellenspitze vertrieben. "Es gibt keinen Trainer auf der ganzen Welt, der nach einer Niederlage nicht enttäuscht wäre", sagt daher auch Trainer Thomas Tuchel. Doch so sehr sich der 37-Jährige über die Niederlage an sich ärgern wird, so recht ist es ihm, dass der Hype um die Mainzer nun vorbei ist. "Wenn der ganze Zirkus nach Dortmund weiterzieht, sind wir nicht böse", sagt Tuchel.

Halt macht der Zirkus nun also in Dortmund: Beim BVB freuen sie sich ein Loch in den Bauch, was die junge Truppe um Zirkusdirektor Jürgen Klopp Woche für Woche in der Manege aufführt. Talent, Spielwitz und - wie in Köln eindrucksvoll demonstriert - absoluter Siegeswille bis zur letzten Sekunde haben die Schwarz-Gelben an die Tabellenspitze gehievt. Vor der Saison galt Dortmund als Geheimfavorit auf den Meistertitel. Sieben Siege in Folge machen aus den Dortmundern nun aber einen legitimen Anwärter auf die Schale. Die Saison ist noch jung, der Kader aber hat die Qualität, die Tabellenführung zumindest bis zur Winterpause zu verteidigen. Das Restprogramm lässt dies erahnen.

An die Tabellenführung denkt man in Hamburg zwar noch nicht. Aber der Erfolg über Mainz hat Trainer Armin Veh und seiner Truppe gut getan. Der zweite Sieg in Folge macht Lust auf mehr vor dem Knaller zuhause gegen den FC Bayern. Das Selbstvertrauen ist wieder da, Platz vier beruhigt das Umfeld, und Veh darf sich bestätigt fühlen in seiner bisherigen Arbeit. Die Fehden um Piotr Trochowski und Mladen Petric sind zunächst einmal vergessen. Der Schlager gegen München wird damit aber auch zum Gradmesser, ob diese Ruhe und Konzentration aufs Wesentliche auch gefestigt sind.


Quelle: sid , dpa , t-online.de

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

""That's football": Die Lehren des 8. Spieltags" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel ""That's football": Die Lehren des 8. Spieltags" gefallen hat.

 

Shopping

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Formtop mit Push-up-Effekt
Formtop von neckermann.de

Strafft den Hüft- und Taillenbereich und sorgt für ein volleres Dekolleté - jetzt für 19,99 €. von neckermann.de

Einkaufswelt
Fußball-EM 2012
Perfekt ausgestatten für die Fußball-EM 2012 mit GINGAR.de

Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de

Einkaufswelt
Sexy Kleider & Röcke
Kleider und Röcke für sexy Kurven - von happysize.de

Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

THW Simulator 2012
THW Simulator 2012 (Quelle: rondomedia)

Fahrzeuge bergen, Brücken bauen und mehr. Jetzt kaufen


Aus anderen Bereichen

USA müssen Super- kampfjet drosseln
Die F-22 wird zum Sorgenkind für Lockheed Martin (Quelle: dpa)

Elitepiloten verweigern Einsatz im F-22. mehr

Eisheilige schlagen noch einmal zu
Stipvisite des Winters: In der kommenden Nacht soll es noch einmal frieren. (Quelle: dpa)

Auch im Flachland verbreitet Frost. mehr


Anzeigen

LIGA total! VIDEOBLOG
"Jetzt muss sich grundsätzlich was ändern"

Für Elmar war der FCB-Auftritt Verrat an den mitgereisten Fans. Video

Amateurtor der Woche
Super-Lupfer: Das kann Messi auch nicht besser
 (Quelle: t-online.de)

Amateurtor der Woche: Wählen Sie aus drei Treffern! zum Video

Anzeige
Einkaufswelt
Große Marken am Start
Markensportschuhe - Jetzt bis zu 68% reduziert von neckermann.de

Sportschuhe jetzt bis zu 69% reduziert. von neckermann.de

FUSSBALL.DE SHOP
Der BVB hat es geschafft!
Double (Quelle: FUSSBALL.DE)

Hol dir jetzt dein Pokal-Sieger-Shirt 2012! zum Shop

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige