26.10.2010, 17:12 Uhr | sid
Kölns Präsident Overath (re.) hält zu Manager Meier. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Sturz ans Tabellenende, Trainerentlassung und ein angeschlagener Manager Michael Meier: Der 1. FC Köln steckt tief in der Krise. Dennoch verteidigt Präsident Wolfgang Overath die Personalpolitik des Klubs. "Die Öffentlichkeit sieht nur Meier und seine Transfers. Ich denke, er hat seinen Job bisher ordentlich gemacht. Ein Rundumschlag war nicht angebracht", sagte Overath. Auch bei der Demission von Trainer Zvonimir Soldo, der am Sonntag von Meier per Telefon über seine Entlassung informiert wurde, habe man sich nichts zu Schulden kommen lassen: "Unsere Außendarstellung ist sicher nicht die Beste, aber ich kann es nicht nachvollziehen, wenn man den Ablauf der Trainerentlassung als chaotisch bezeichnet. Das ist sehr sauber und sehr klar gemacht worden."
Der dreimalige deutsche Meister hatte nach der Niederlage in Hannover (1:2) und dem damit verbundenen Sturz ans Tabellenende der Bundesliga reagiert und nur 50 Stunden vor dem DFB-Pokalspiel gegen 1860 München am Dienstagabend (ab 18.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) Soldo von seinen Aufgaben entbunden. Am Montag wurde der bisherige U23-Trainer Frank Schaefer als neuer Trainer präsentiert. Die Entscheidung habe so lange gedauert, "weil wir uns sehr genau überlegt haben, was zu tun ist", sagte Overath über die stundenlange Hängepartie am Sonntag. Der Präsentation Schaefers und seines Co-Trainers Dirk Lottner blieben sowohl der Präsident als auch Meier fern, wohl auch um unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen.
Immerhin räumte Overath Fehler von Meier ein, der in seiner bald fünfjährigen Amtszeit rund 20 Millionen Euro Verbindlichkeiten anhäufte, aber bislang keine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenstellte. Aber: "Michael Meier ist nicht schuld an der Vorstellung der Mannschaft in Hannover. Auch die schlechten Spiele in den letzten Wochen sind nicht die Schuld von Michael Meier", sagt Overath. Die Hoffnungen ruhen nun zumindest bis Ende der Woche auf dem neuen Trainer-Duo. Nach den Spielen gegen 1860 München und dem Bundesliga-Duell gegen den Hamburger SV soll eine endgültige Entscheidung über die zukünftige Besetzung des Trainerpostens fallen. Schaefer und sein Co Dirk Lottner haben laut Overath eine Chance auf Weiterbeschäftigung: "Wenn es gut läuft und ein positiver Trend zu erkennen ist, werden wir sie behalten."
Spekulationen über einen möglichen Nachfolger gewinnen dennoch an Fahrt. Der "Kölner Express" und "Sport1" berichten von fortgeschrittenen Verhandlungen mit Klaus Toppmöller, der zuletzt als georgischer Nationaltrainer und zuvor beim Hamburger SV aktiv war. Auch Hans Meyer und Thomas Doll wurden schon als mögliche Kandidaten genannt. Unabhängig davon, wie die Zukunft beim rheinischen Traditionsverein aussieht, einer ist fest gewillt, diese mitzugestalten: "Ich denke nicht an Rücktritt. Meine Aufgabe ist es, hier Lösungen zu finden und anzubieten. Das mache ich weiter. Ich kämpfe hier weiter", sagte Meier im "Express".
Beim FC herrscht nicht nur sportliches Chaos. Auch bei Soldos Entlassung ging es drunter und drüber. Die Chronologie des Rauswurfs sehen Sie hier. zum Video
Quelle: sid
Lusche schrieb:
am 26. Oktober 2010 um 19:35:23
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Meier
Wenn ma einer solchen Lusche wie Meier,der Jährlich 4 Mio Schulden macht noch den Rücken stärkt dann ist das wahnwitzig. Da kann man
mal wieder sehen welche "Qualität" an sogenannte Managern sich in der Bundesliga rumtreibt!
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