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1899 Hoffenheim steckt tief in der Krise

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Hoffenheim steckt tief in der Krise

03.12.2011, 14:15 Uhr

Alle Anweisungen von Stanislawski im Spiel gegen Leverkusen haben nichts bewirkt. (Quelle: dapd)

Alle Anweisungen von Stanislawski im Spiel gegen Leverkusen haben nichts bewirkt. (Quelle: dapd)

Holger Stanislawski starrte phasenweise apathisch auf das Spielfeld und wollte nicht glauben, was er sah. Hilflos, harmlos, ideenlos und teilweise pomadig präsentierten sich die Profis von 1899 Hoffenheim und passten sich der Tristesse eines feuchten und kalten Herbstabends an. Kein Aufbäumen gegen die Krise, kein Aufwärtstrend und nach dem 0:2 (0:1) bei Bayer Leverkusen nur Durchhalteparolen eines frustrierten Trainers.

"Jetzt ist es wichtig, den Kopf oben zu behalten. Wenn wir weiterhin die Ärmel hochkrempeln, dann werden wir auch wieder gewinnen", sagte Stanislawski.

Vorne fehlt der Killer-Instinkt

Der ehemalige Kulttrainer des FC St. Pauli ist eine ehrliche Haut, ein Kämpfer und deshalb einer der sympathischeren Vertreter seiner Zunft. Umso mehr schmerzt es seine Fans, dass er von seiner Mannschaft im Stich gelassen wird. Dennoch stellt sich Stanislawski in der Öffentlichkeit demonstrativ vor seine "Jungs". "Man hat in den ersten 15 Minuten bei jedem Ballbesitz gesehen, wie nervös sie waren. Und dann bekommen wir ein Tor nach einem Freistoß, das so nicht fallen darf", sagte der 42-Jährige. Hinten produziere seine Truppe derzeit zu viele Fehler, und vorne "fehlt der Killer-Instinkt".

Absturz droht

Unter dem Strich stehen fünf Auswärtsniederlagen in Folge und nur ein Sieg (22. Oktober mit 1:0 gegen Mönchengladbach) aus den letzten neun Punktspielen. Es droht der Absturz in die Abstiegsregionen der Tabelle. "Es hilft keinem, wenn wir uns jetzt zerfleischen. Wir müssen uns selbst helfen und weitermachen", sagte Torhüter Tom Starke, der trotz einer unglücklichen Aktion beim ersten Gegentreffer noch einer der besten Hoffenheimer war.

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Hat auch die Klubführung die nötige Geduld?

Wie ein Wanderprediger bat Stanislawski unentwegt um Geduld. "Wir befinden uns in einer Situation, in der wir uns oft selbst schlagen. Aber ich werde nicht müde, den Jungs Selbstvertrauen an die Hand zu geben." Dabei bleibt zu hoffen, dass auch die Klubführung die nötige Geduld mitbringt und hinter den Aktionen von Stanislawski steht - wie zum Beispiel jener Suspendierung der Offensivspieler Chinedu Obasi und Firmino. Ob es sich vor dem Leverkusen-Spiel um eine einmalige Maßnahme gehandelt habe? Stanislawski: "Das kann ich noch nicht sagen."

Bayer kann sich bei Derdiyok bedanken

Die Niederlage war umso ärgerlicher, weil auch Leverkusen eine schwache Vorstellung ablieferte und sich erneut bei seinem Serien-Torschützen Eren Derdiyok bedanken konnte, dass es frühzeitig auf die Siegerstraße einbog. Der Schweizer Nationalspieler erzielte eine Woche nach seinem Dreierpack mit seinem sechsten Saisontor (11.) den richtungweisenden Führungstreffer, bevor Sidney Sam (79.) den Dreier perfekt machte. Damit behält Bayer die Champions-League-Plätze in Sichtweite.

Pfiffe der Fans

"Das war nichts Überragendes", sagte Leverkusens Finanzchef Wolfgang Holzhäuser, aber man habe eine "gute Quote in den letzten Wochen". Soll heißen: Bayer blieb auch das fünfte Spiel in Folge ungeschlagen. Trainer Robin Dutt nannte es einen "soliden Sieg". "Wenn man in der Champions League spielt und dort ins Achtelfinale einzieht, dann gehören auch solche Spiele dazu", ergänzte der Bayer-Coach. Er sei jedenfalls zufrieden. Offenbar jedoch nicht die 25.948 fröstelnden Zuschauer, die ihre Werkself mit Pfiffen verabschiedeten.


Quelle: sid , t-online.de

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Kommentare (3)

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Thema: "1899 Hoffenheim steckt tief in der Krise"

Dr. Ball schrieb: am 4. Dezember 2011 um 12:26:01
(1) (5) 18.99€
tja Hoff€nh€im, Geld macht nicht immer glücklich.

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mike schrieb: am 4. Dezember 2011 um 00:00:02
(2) (0) Irgendeiner hat immer Kriese
jetzt habt ihr den Kriesenpeter von den Medien bekommen. Ihs seit zwar nicht dirn, aber ihr werdet dahin
geschickt. weil man Aufreißer oder Quotenbringer braucht. Wenn ihr gewinnt, wird die Kriesenlaterne weitergereicht, wahrschenlich nie nach Augsburg, eher zu den Klubs wo Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander klafft. Davon gibt es 10! Also, der Kriesenkelch geht um, ihr habt keine Chance ihm zu entkommen!
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Peter § schrieb: am 3. Dezember 2011 um 20:41:14
(3) (4) Stanislawski
Stani,auf Pauli warst Du Prinz,König,Kaiser. Es wäre verständlich gewesen bei London,Mailand,München oder in Spanien dein
Wechsel, aber Hoffnungslosenheim ? Das mag verstehen wer will,ich nicht.
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