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Akustik-Attacke auf BVB-Fans in Hoffenheim

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Akustik-Attacke auf BVB-Fans in Hoffenheim

15.08.2011, 11:49 Uhr

Aus dieser Lautsprecheranlage soll die Akustik-Attacke beim Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund gekommen sein. (Foto: Borussen.tv / www.schwatzgelb.de)

Aus dieser Lautsprecheranlage soll die Akustik-Attacke beim Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund gekommen sein. (Foto: Borussen.tv / www.schwatzgelb.de)

Das Bundesliga-Spiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund hat ein Nachspiel. Fans des Deutschen Meisters hatten sich nach der 0:1-Niederlage beschwert, weil mehrmals während des Spiels eine Maschine hohe Töne von sich gegeben hat – immer dann, wenn die BVB-Fans Schmähgesänge gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp anstimmten.

Mittlerweile hat die Heidelberger Polizei Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher. "Bei uns ist eine Anzeige von einem Fan aus Pforzheim eingegangen", sagte Harald Kurzer: "Wir prüfen den Verdacht der Körperverletzung." Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet, dass einige BVB-Fans Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt hätten.

"Sehr lautes, schrilles Geräusch"

"Das war ein sehr lautes, schrilles Geräusch, das immer dann zu hören war, wenn Schmähgesänge angestimmt wurden. Ein grelles Fiepen, über das wir im Vorfeld des Spiels durch 1899 Hoffenheim nicht informiert wurden", zitiert die Internetseite "Borussen.tv" den hauptamtlichen Fanbeauftragten des BVB, Jens Volke. Nach eigenen Angaben ist die Seite ein Videoportal von Fans für Fans, auf der allerdings auch Textbeiträge stehen.

Das technische Gerät befindet sich noch nicht bei der Polizei. "Ich bin aber sicher, dass wir es kriegen werden", sagte Kurzer. Wer den Lautsprecher installiert hat, ist derzeit noch ungeklärt.

Hoffenheim weist jede Verantwortung von sich

Die Hoffenheimer fühlen sich zu Unrecht beschuldigt. "Die TSG 1899 Hoffenheim hat zu keinem Zeitpunkt weder Hochfrequenztöne noch sonstige Beschallungen einzelner Tribünenbereiche im Rahmen des Bundesligaheimspieles gegen Borussia Dortmund über die Beschallungsanlage der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena vorgenommen und wird dies im Übrigen auch unter Verweis auf die DFL Spielordnung und die Grundsätze des Fairplays auch zukünftig nicht tun."

"Wir wurden von vereinzelten Gästen im Nachgang des Spieles davon in Kenntnis gesetzt, dass offenbar ein Zuschauer eine lautstarke Fanfare als Fanutensil ins Stadion eingebracht und diese insbesondere - nicht aber ausschließlich - bei diffamierenden Gesängen der Gästefans eingesetzt hat. Wir werden den Ordnungsdienst sensibilisieren, zukünftig ein besonderes Augenmerk auf das Einbringen von solchen Fanfaren zu legen. Die Vorwürfe eines vorsätzlichen Handelns des Veranstalters sind haltlos. Die TSG 1899 Hoffenheim wird sich Ihrerseits weitere rechtliche Schritte vorbehalten", heißt es in einer Erklärung.

Angeblich Soundcheck drei Stunden vor dem Anpfiff

Laut Darstellung von "Borussen.tv" könne sich Hoffenheims Pressesprecher Markus Sieger "nicht erklären, wie das Gerät vor den abgesperrten Bereich des Gästeblocks gelangen konnte. Einzige Erklärung von Seiten Hoffenheims wäre, dass sich Einzelpersonen oder eine kleinere Gruppe Zugang zum abgesperrten Bereich vor dem Gästeblock verschafft hat."

Die Dortmunder Fans sind mit dieser Erklärung allerdings nicht zufrieden. Ihrer Darstellung nach habe es bereits um 12.30 Uhr und damit drei Stunden vor Anpfiff einen Soundcheck mit der Maschine gegeben. Zwar waren da die Stadion-Tore noch nicht geöffnet. Doch schon da "war der Hochfrequenzton deutlich auch außerhalb des Stadions zu hören".

Woher kam der Strom?

Und die Vorwürfe gehen weiter: "Außerdem musste die Einzelperson oder die Gruppe dann auch Zugang zur Stromversorgung gehabt haben, weil das Gerät wie auf den Bildern zu erkennen ist, über eine Stromleitung verfügt. Ebenfalls sind auf dem Foto drei Personen identifiziert worden, die sich in der Nähe des Gerätes aufgehalten haben. Warum wurde nach dem erstmaligen ertönen des Signals die Stromversorgung durch diese Personen, die in unmittelbarer Nähe standen, nicht unterbunden", fragt der Autor des Artikels mit dem Namen Stephan weiter.

Innerhalb der BVB-Fangruppen wird bereits über einen Protest gegen die Spielwertung diskutiert. Diesen Einspruch müsste allerdings der Klub einlegen. Als Argumente dienen den Anhängern die Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL), wonach eine Beschallung während des Spiels nicht erlaubt ist.

Hopp: "Ich müsste 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten"

Hopp selbst äußerte sich zu dem Vorfall und zeigte dabei kein Verständnis für Anzeigen der BVB-Fans. "Wer mich 90 Minuten lang permanent beleidigt, sollte nicht so empfindlich reagieren", sagte der Mäzen der "Rhein-Neckar-Zeitung": 'Wenn die BVB-Fans Anzeige erstatten, dann müsste ich 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten."


Quelle: t-online.de , sid

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Kommentare (31)

zum Forum

Thema: "Akustik-Attacke auf BVB-Fans in Hoffenheim"

H. Lunke schrieb: am 15. August 2011 um 21:11:19
(1) (1) Hoppenheim
Es geht darum, dass, wie in jedem Stadion der Welt auch, Unmutsäußerungen gegen den Gegner und seiner Funktionäre zum Fußball
dazugehören, wie der Fußball selbst. Beleidigungen und Schmähgesänge sind normal. Wem`s nicht paßt, sollte dem Stadion fernbleiben. Fast alle Bundesliga Clubs sind Mitglieder(mit)bestimmt und es ist nachvollziehbar, dass ein Verein, der nur als Spielball lediglich einer einzelnen Person dient, gehasst wird. Komisch, dass solche Installationen zuerst in H'heim auftauch
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Bobby schrieb: am 15. August 2011 um 20:00:33
(1) (0) Akkustik
WEnn ich diese Kommentare hier lese, spüre ich einfach den Neid einiger sogenanter Fans. Das finde ich schon sehr traurig und zeigt
das Niveau einiger Fans. Wenn Beleidigungen normal und geduldet werden ist das nicht mehr normal und zeigt in welche Richtung sich die GEsellschaft verändert. Armes Deutschland!
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Uliuli schrieb: am 15. August 2011 um 19:44:44
(1) (0) Verantwortung
Da jetzt feststeht, dass ein Mitarbeiter des Vereins die Beschallung der BVB Fans verursacht hat, liegt die Verantwortung
eindeutig beim Verein. Wenn ein Becherwurf eines Fans schon mit einer Spielsperre bestraft wird, sollten hier drastischere Maßnahmen folgen.
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