30.08.2010, 07:33 Uhr | t-online.de, dpa
Die Kleinen proben den Aufstand: Lautern schlug die Bayern, Mainz und Gladbach zogen nach. (Montage: t-online.de)
Die Außenseiter mischen die Bundesliga auf. Nicht die Topklubs der vergangenen Saison aus München und Gelsenkirchen, sondern die Überraschungsteams aus Kaiserslautern, Mainz und Hannover begeistern die Fans. Mit einer optimalen Ausbeute von sechs Punkten gehören sie zur Spitzengruppe des Fußball-Oberhauses.
"Jetzt können wir die zweiwöchige Länderspielpause genießen", schwärmte Hannovers Coach Mirko Slomka nach dem 2:1 an seiner alten Wirkungsstätte bei Schalke 04. Ähnlich euphorisch kommentierte Trainerkollege Marco Kurz das umjubelte 2:0 des Aufsteigers aus Kaiserslautern über den FC Bayern: "Wir werden das aufsaugen." (Video: LIGA total!-Experte Völler analysiert das Schalke-Spiel und die anderen Partien des 2. Spieltags)
Sagenhafte 39 Treffer fielen am vergangenen Bundesliga-Wochenende. 14 Tore davon erzielten die vermeintlichen Underdogs. Und die Liga bricht einen neuen Rekord: Erstmals in der gab es an einem Spieltag sieben Gastsiege. Vor allem in Leverkusen krachte es gewaltig: Hier ballerte Borussia Mönchengladbach Michael Ballack und Co. mit 6:3 aus dem eigenen Stadion – der erste Sieg der Fohlen bei Bayer seit 16 Jahren. "Fast alles hat funktioniert und es war beinahe perfekt", jubelte Gladbachs Coach Michael Frontzeck.
Die Kleinen stahlen den Großen die Show, das bekam auch der ambitionierte VfL Wolfsburg in einer denkwürdigen Partie gegen die selbstbewussten Mainzer zu spüren. Die Freude über die frühe 3:0-Führung und das Debüt des gefeierten Neuzugangs Diego verleitete zu Leichtsinn. Spätestens nach dem 4:3-Siegtreffer der Gäste in der 85. Minute schlug die Ekstase in Entsetzen um. "So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt - weder als Spieler, noch als Trainer", klagte Wölfe-Coach Steve McClaren.
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Das Kunststück, einen 0:3-Rückstand nach nur einer halben Stunde in einen 4:3-Erfolg zu verwandeln, war in der Bundesliga zuletzt dem VfL Bochum im Mai 1991 bei Fortuna Düsseldorf gelungen.
Eine überraschende Heimschlappe musste auch Schalke verkraften. Der schlechteste Saisonstart seit 23 Jahren entfachte beim Revierklub eine Diskussion, ob die ambitionierten Umbauarbeiten von Trainer Felix Magath nicht zu weit gegangen sind. Vor allem die Deckung offenbarte bedenkliche Schwächen. "Wir haben einen Fehlstart hingelegt", bekannte Magath.
Dirk kritisiert die Transferpolitik des Trainers und schlägt sich auf die Seite der "kleinen Gruppe". zum Video
Mit weiteren Zukäufen bis zum Ende des Sommerschlussverkaufs am Dienstag will er den Negativtrend stoppen: "Ich kann jetzt nicht untätig sein. Für uns gibt es auf dem Transfermarkt noch einiges zu tun." Als Kandidaten werden Klaas-Jan Huntelaar (AC Mailand), Rafael van der Vaart (Real Madrid) und José Manuel Jurado (Atletico Madrid) gehandelt.
Fünftes Team im Kreis der bisher verlustpunktfreien Überflieger ist 1899 Hoffenheim, in der vergangenen Saison noch eines der Teams, das abzustürzen drohte. Eine Woche nach dem 4:1-Kantersieg gegen Bremen hielten sich die Profis von Trainer Ralf Rangnick auch beim 1:0 gegen Aufsteiger St. Pauli schadlos und führen zusammen mit Kaiserslautern die Tabelle an. Der glückliche Sieg in Hamburg verstellte jedoch nicht den Blick auf die Realitäten. "Man kann nicht erwarten, dass wir ganz vorne stehen", sagte Verteidiger Andreas Beck.
Dagegen finden sich vermeintliche Spitzenteams wie Schalke und Wolfsburg ohne Punktgewinn im Tabellenkeller wieder. Noch schlechter sind nur Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln sowie der VfB Stuttgart in die Saison gestartet.
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Quelle: dpa , t-online.de
adabei schrieb:
am 30. August 2010 um 16:56:58
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Bayern und Gladbach
Nur zur Erinnerung, beide sind im gleichen Jahr aufgestiegen und Bayern war damals auch ein kleiner Verein; der 2.te in
München nach 1860.
Aber ein Olympiastadion, eine vorausschauende Vereinsführung und Super-Fussballler haben den Verein das werden lassen, was er jetzt ist.
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adabei schrieb:
am 30. August 2010 um 16:51:29
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Ballerliga
Wie jedes Jahr zum Beginn der Saison - aber mit zunehmender Dauer werden die Relationen wieder zurechtgerückt. Fast schade
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Golo schrieb:
am 30. August 2010 um 14:32:12
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"die lieben Kleinen"
Wer sich aber mal die BuLi-Spielzeiten nach Weltmeisterschaften anschaut,wird sehen,daß nach den ersten Spielen immer
die "Kleinen" vorne standen.Kann natürlich auch daran liegen,daß diese wenige bzw gar keine Spieler für die WM abstellen mußten. Daher stand zu Trainingsbeginn der komplette Kader zur Verfügung.Vereine, wie Bayern,Leverkusen u. Schalke werden sicher noch ins Rollen kommen und die Hierarchie wieder zurechtrücken... leider !!!
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