23.01.2012, 08:44 Uhr
Leverkusens André Schürrle (Mitte) schießt den Ball an der Mainzer Mauer vorbei. (Quelle: dpa)
Bayer Leverkusen hat mit einem hart erkämpften 3:2 (2:0) gegen den FSV Mainz 05 die erhoffte Aufholjagd im Kampf um einen Platz in der Champions League gestartet. Zdenek Pospech (11. Minute) per Eigentor, Manuel Friedrich (35.) gegen seinen Ex-Klub und Lars Bender (70.) trafen vor 24.365 Zuschauern, Eugen Polanski (50.) und Marco Caligiuri (53.) hatten zwischenzeitlich mit einem Doppelschlag für Mainz ausgeglichen.
Durch den erfolgreichen Rückrundenauftakt hat das Bayer-Team des umstrittenen Trainers Robin Dutt als Tabellensechster weiter sieben Punkte Rückstand auf Platz vier. Mainz ist auf Platz 15. der Fußball-Bundesliga nur noch einen Zähler vom Relegationsplatz entfernt.
Es gab noch viel Leerlauf im Leverkusener Spiel, doch ab und an blitzte in Ansätzen etwas von der früheren Brillanz im Bayer-Spiel auf. Etwas Licht neben einigem Schatten reichte in der ersten Halbzeit, nach dem Mainzer Zwischenspurt darf Bayer dank Bender weiter auf die lukrative Königsklasse hoffen. "Die Champions League ist wichtig für uns. Der Kader ist in seiner jetzigen Form ohne Champions League nicht zu finanzieren. Darüber muss sich jeder im Klaren sein", verdeutlichte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zur Halbzeit.
Beide Teams traten stark ersatzgeschwächt an. Dutt musste auf fünf verletzte Spieler verzichten. Neben den Langzeitverletzten fehlte auch Michael Ortega. Mainz hatte sogar acht verletzte Spieler, so kam Deniz Yilmaz (21) zu seinem Erstliga-Debüt - laut Mainz-Trainer Thomas Tuchel "das Modell Straßenkämpfer". Zudem feierte Adam Szalai nach einjähriger Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses mit seiner Einwechslung zur 2. Halbzeit sein Comeback.
Von Beginn an erspielten sich die Gastgeber ein Übergewicht. Michael Ballack rutschte der Ball noch über den Fuß, kurze Zeit später traf 05-Abwehrspieler Pospech nach einer Hereingabe von Danny da Costa bedrängt von Ballack ins eigene Netz. Nach Pospechs Pech prüfte Polanski Bayer-Schlussmann Bernd Leno, doch mangelhaftes Mainzer Abwehrverhalten ermöglichte Leverkusen wenig später das 2:0. Manuel Friedrich köpfte unbedrängt ein.
Nach dem Seitenwechsel schockte ein Doppelschlag die Gastgeber. Zuerst staubte Polanski ab. Keine drei Minuten später nutzte der völlig frei stehende Caligiuri Bayers Abwehrschwäche mit einem schönen Lupfer über Leno. Kapitän Michael Ballack musste nach einer Stunde in seiner wohl letzten Saison in Leverkusen für Angreifer Stefan Kießling vom Feld, die Zuschauer quittierten Dutts Entscheidung mit Pfiffen. Das 3:2 fiel wie das 2:0 nach einer Ecke per Kopf - Lars Bender ließ Dutt aufatmen. Mainz hatte Chancen zum Ausgleich, doch Leno war auf dem Posten. Michal Kadlec brachte kurz vor Schluss Szalai im Strafraum zu Fall, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Eric Maxim Choupo-Moting traf in der Schlusssekunde nur den Außenpfosten.
18. Spieltag | ||||
Borussia Mönchengladbach | - | FC Bayern München | 3:1 | |
FC Schalke 04 | - | VfB Stuttgart | 3:1 | |
1. FC Nürnberg | - | Hertha BSC | 2:0 | |
SC Freiburg | - | FC Augsburg | 1:0 | |
TSG 1899 Hoffenheim | - | Hannover 96 | 0:0 | |
VfL Wolfsburg | - | 1. FC Köln | 1:0 | |
1. FC Kaiserslautern | - | SV Werder Bremen | 0:0 | |
Hamburger SV | - | Borussia Dortmund | 1:5 | |
Bayer Leverkusen | - | 1. FSV Mainz 05 | 3:2 | |
Quelle: dpa
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