02.01.2012, 09:46 Uhr
Dauerpatient Robben und Bayerns "Sorgenkind" Breno fiebern dem Trainingslager entgegen. (Quelle: imago)
Der FC Bayern München hat 2012 Großes vor: Wenn am frühen Montagmorgen der Flieger in Richtung Katar abhebt, wird vor allem der Traum vom 19. Mai die Delegation des Rekordmeisters begleiten. "Vielleicht wieder ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben", sagte Präsident Uli Hoeneß jüngst mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht.
Es sind noch 139 Tage bis zum Champions-League-Finale im eigenen Stadion, die Weichen für das "Projekt Triple" werden aber in den kommenden neun Tagen unter der Sonne Dohas gestellt. 2011 war "gut", 2012 soll laut Bastian Schweinsteiger aber "perfekt" werden.
"2011 mein bestes Jahr?", fragte der Nationalspieler zuletzt ungläubig im einem Interview. "Nein. Wir haben schließlich keinen einzigen Titel gewonnen." Der Hunger ist nach der Durststrecke der vergangenen Saison so groß wie lange nicht mehr. Tabellenführer der Bundesliga, Viertelfinalist im DFB-Pokal, in der Königsklasse als Gruppenerster in der K.o.-Runde: Die Hausaufgaben wurden in der Hinrunde erfüllt. "Aber wir sind erst bei der Hälfte. Die Preise werden im nächsten halben Jahr verteilt", mahnt Superstar Arjen Robben.
Zumindest die Vorzeichen stehen so gut wie lange nicht mehr. Unter Trainer Jupp Heynckes denkt niemand mehr an die Winterpause der Vorsaison zurück. Turbulent statt harmonisch verlief das Trainingslager in Katars Hauptstadt Doha angesichts von damals 14 Punkten Rückstand auf Borussia Dortmund.
Der 66 Jahre alte Heynckes aber hat es in den vergangenen Monaten geschafft, "Fußball zu einer Kunst zu erheben", wie Hoeneß seinen alten Freund zuletzt lobte. Auch die Mannschaft strahlt - gut erholt nach Kurzurlauben in die Sonne oder auf die Skipiste - diesen Optimismus aus: "Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir eine super Rückrunde spielen werden", sagt etwa Schweinsteiger.
Der "Regisseur" des Starensembles brennt nach achtwöchiger Verletzungspause genauso wie Dauerpatient Robben und Sorgenkind Breno besonders auf das harte Schuften. Bei milden 23 Grad und besten äußeren Bedingungen bittet Heynckes seine Garde im Gastgeberland der WM 2022 täglich zweimal auf den Platz.
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Das Team harmoniert, die Balance stimmt. "Aber wir müssen daran arbeiten, die Spiele über 90 Minuten zu dominieren", gibt Schweinsteiger vor. Neben einem Test in Katar ist auch ein Spiel in Neu Delhi geplant: Mit dem Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft Indiens vor 60.000 Zuschauern wollen die Bayern ihre Marke auf dem zweitgrößten Markt der Welt stärken.
Ohne Nebenkriegsschauplätze bleibt die Konzentration in diesem Jahr auf dem Platz. Transfer-Coups sind ohnehin nicht zu erwarten: "Mit dem aktuellen Kader werden wir in die Rückrunde gehen, weil wir ihm total vertrauen", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. 44 Millionen Euro hatten die Bayern nach der Titelflaute im Sommer in die Mannschaft gepumpt, jetzt sehen sie keinen weiteren Handlungsbedarf.
Auch den wechselwilligen kroatischen Nationalspielern Daniel Pranjic und Ivica Olic erteilte Nerlinger zuletzt eine Absage. Gespräche wie etwa mit Robben (Vertrag bis 2013) sollen erst in den kommenden Wochen geführt werden, über Neuverpflichtungen wie die hoch gehandelten Jung-Nationalspieler Marco Reus und Mario Götze wird im Sommer geredet.
Derweil starten nicht nur die Bayern, sondern auch die anderen Bundesligisten in die Vorbereitungen. Der FC Schalke 04 wird am Mittwoch in das Emirat am Persischen Golf reisen und im selben Hotel übernachten und auch auf derselben Anlage trainieren wie die Münchner.
1899 Hoffenheim, 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Köln, VfB Stuttgart, SC Freiburg und VfL Wolfsburg haben am Montag ihre ersten Übungseinheiten angesetzt. Beim Tabellenletzten aus Freiburg wird zum ersten Mal der neue Cheftrainer Christian Streich das Training leiten. "Entscheidend ist auf dem Platz - und zwar auf dem Trainingsplatz. Dort gilt es zu arbeiten und alles dafür zu tun, um die Klasse zu halten", sagte der 46-Jährige.
Quelle: dapd , dpa
Bayern-Fan schrieb:
am 1. Januar 2012 um 18:50:32
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Bayern
Endlich wieder ein Bayern-Bericht, das macht einen noch glücklicher, auch wenn überhaupt nichts drinnen steht. Der Kommentar von
powderfinger...naja. Wenn Bayern Dortmund nicht hinter sich lässt, hat man es in der Tat nicht verdient. An der Stärke von Dortmund würde es sicher nicht liegen. In der CL müssten mit einer konzentrierten Leistung auch alle zu schlagen sein, auch Barcelona, die im Prinzip überschätztes langweiliges Ballgeschiebe präsentieren.
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powderfinger schrieb:
am 1. Januar 2012 um 18:09:34
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@Schroederfreund
Warum lesen sie denn regelmäßig die Bayern-Berichte und geben jedesmal ihren Senf dazu ab ? Gehen sie doch auf die Hompage
der Vereine von denen Sie was wissen wollen, oder kriegen Sie das nicht auf die Reihe ? Das müßte doch auch für Schalker zu schaffen sein.
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bossi schrieb:
am 1. Januar 2012 um 18:05:07
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schröderfreund
Die Bayern interessieren nicht, naja schon klar... Also Schalke spielt in der Euro League, Gladbach nur national und die
jungen, dynamischen Dortmunder sind mal wieder sang- und klanglos aus der CL geflogen. Frage beantwortet?
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