30.09.2011, 17:47 Uhr
Stabile Abwehr, treffsicherer Angriff und eine beeindruckende Serie - in der Bundesliga geht schon nach sieben Spieltagen die Angst vor einem Durchmarsch des FC Bayern und drohender Langeweile um. Nach zuletzt zehn Pflichtspielsiegen hintereinander mit 28:0 Toren zweifelt kaum jemand an einem weiteren Erfolg des Tabellenführers im Spitzenduell in Hoffenheim.
1899-Coach Holger Stanislawski hofft dennoch auf einen Coup: "Ich gehe davon aus, dass Bayern mit herausragendem Vorsprung Meister wird. Aber wir wollen trotzdem den künftigen deutschen Meister schlagen." Doch die Art, wie der Rekord-Titelträger zuletzt selbst so starke Gegner wie Manchester City dominierte, spricht für eine Fortsetzung des Münchner Höhenflugs. So könnte Torhüter Manuel Neuer in Hoffenheim die Marke von 1000 Pflichtspielminuten ohne Gegentreffer knacken.
Die Gefahr, dass die zuletzt hochgelobte Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes den Gegner unterschätzen könnte, sieht Torjäger Mario Gomez nicht: "Das ist uns in zehn Spielen nicht passiert." Auch Taktgeber Bastian Schweinsteiger hält das Risiko für gering - wenngleich aus anderen Gründen: "Wir gehen am Sonntag auf die Wiesn, und da wollen wir mit einem Sieg hin."
Borussia Dortmund zahlte beim 0:3 in Marseille in der Champions League Lehrgeld. Die Partie gegen Aufsteiger Augsburg sieht der deutsche Meister als Chance zur Stimmungsaufhellung. "Wir haben die große Gelegenheit, das 0:3 in einem anderen Licht dastehen zu lassen", sagte Trainer Jürgen Klopp voller Hoffnung auf den zweiten Bundesligasieg in Serie.
Mönchengladbach reist zum Vorletzten nach Freiburg. Borussia-Trainer Lucien Favre peilt den vierten Erfolg hintereinander an: "Wir werden in Freiburg aber erneut viel Geduld brauchen." Außerdem trifft Bayer Leverkusen auf den VfL Wolfsburg. Die Wölfe konnten noch nie in der BayArena gewinnen.
Mainz 05 musste in der letzten Woche eine Last-Minute-Niederlage gegen Borussia Dortmund (1:2) hinnehmen. Das Team von Thomas Tuchel steht bereits gehörig unter Druck: Aus in der Europa League, in der Liga der enttäuschende Platz 14. Ein Sieg beim 1. FC Nürnberg käme den Rheinhessen da gerade recht.
Im Topspiel kommt es am Abend zum Duell zwischen Aufsteiger Hertha BSC und dem zuletzt aufstrebenden 1. FC Köln. Besonders aufpassen sollten die Hauptstädter dabei auf Lukas Podolski: Der Nationalspieler befindet sich zur Zeit in herausragender Form und erzielte in den letzen beiden Spielen drei Treffer und bereitete zwei Tore vor.
8. Spieltag | ||||
1. FC Kaiserslautern | - | VfB Stuttgart | 0:2 | |
Borussia Dortmund | - | FC Augsburg | 4:0 | |
Bayer Leverkusen | - | VfL Wolfsburg | 3:1 | |
1. FC Nürnberg | - | FSV Mainz 05 | 3:3 | |
SC Freiburg | - | Borussia Mönchengladbach | 1:0 | |
1899 Hoffenheim | - | FC Bayern München | 0:0 | |
Hertha BSC | - | 1. FC Köln | 3:0 | |
Hannover 96 | - | Werder Bremen | So. | |
Hamburger SV | - | FC Schalke 04 | So. | |
Quelle: dpa
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