27.02.2011, 08:10 Uhr | t-online.de
Gegen Borussia Dortmund war Bayern-Trainer Louis van Gaal (re.) mit seinem Latein em Ende. (Foto: dpa)
Aus München berichtet Thomas Tamberg
"Fußball ist eine Momentaufnahme“, sinnierte Karl-Heinz Rummenigge nach der 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund, die den FC Bayern endgültig aus allen Titelräumen riss. "Mittwoch war ein schöner Moment, heute ist kein schöner Moment.“ Nachdem der deutsche Rekordmeister berauscht von einem grandiosen Sieg in der Champions League bei Inter Mailand große Töne Richtung Dortmund spuckte, musste das Team von Louis van Gaal am 24. Spieltag neidlos anerkennen, dass der BVB zumindest in der Bundesliga eine Klasse für sich ist.
Hart ins Gericht ging Oliver Kahn mit seinem Ex-Verein. "Das war teilweise eine Lehrstunde für den FC Bayern, der auf mich wie ein Hühnerhaufen gewirkt hat", erklärte der ehemalige Nationaltorhüter im ZDF-"Sportstudio". "Die Mannschaft war ungeordnet, hat unglaublich viele Fehler gemacht. Der FC Bayern war von Anfang an nicht auf dem Platz. Dass das die beste Mannschaft Deutschlands gewesen sein soll, hat man nicht gesehen."
In München geht plötzlich wieder die Angst um, am Ende vor einem Scherbenhaufen zu stehen. "Wir sind in einer gefährlichen Situation“, sagte Christian Nerlinger, nachdem der FC Bayern plötzlich wieder auf Rang vier in der Tabelle hinter Dortmund, Leverkusen und Hannover 96 gerutscht ist. Durch das Remis des Werksklubs in Bremen beträgt der Rückstand auf den Tabellenzweiten bereits vier Zähler. "Das darf die Mannschaft nicht unterschätzen“, warnte der Sportdirektor des FC Bayern. "Der zweite Platz ist unser erklärtes Ziel und das wird nicht einfach.“
Dachten viele, dass der Rot-Weiße-Express nach zuletzt eindrucksvollen Vorstellungen endlich ins Rollen kommen würde, zeigte das Spiel gegen den BVB deutlich, dass die Bayern 2011 nicht in der Lage sind, englische Wochen auf konstant hohem Niveau zu spielen. Zu deutlich war man den Schwarz-Gelben in den 90 Minuten unterlegen. Philipp Lahm gab offen zu, dass die Mannschaft von Mittwoch noch müde gewesen sei. Nicht körperlich, so der Bayern-Kapitän, sondern geistig. "Das soll jetzt keine Ausrede sein. Aber nur so kann man sich erklären, dass so viele Fehler in der ersten Halbzeit passiert sind.“
Vor allem Bastian Schweinsteiger stand an diesem Abend völlig neben sich. Mit einem Ballverlust leitete er das 1:0 durch Lucas Barrios (9.) ein. Beim 3:1 durch Mats Hummel (60.) kam er gegen den Ex-Bayern-Spieler im Kopfballduell zu spät. Und auch ansonsten wollte dem Vize-Kapitän einfach nichts gelingen. In diesem Moment sehnten sich viele Fans nach einem Mark van Bommel, der, wenn gar nichts zusammenlief, wenigstens körperlich ein Signal gesetzt hätte. Aber auch dazu war Schweinsteiger nicht in der Lage. Luiz Gustavo mit seinem ersten Tor für die Bayern (16.) und Nuri Sahin (18.) hießen die weiteren Torschützen.
Aber nicht nur Schweinsteiger hinkte seiner Normalform weit hinterher. Auch von Arjen Robben, der keinen einzigen Torschuss abgab, war nicht viel zu sehen. Ebenso wenig von Thomas Müller. Der unberechenbare Raumdeuter fand ebenso wie Holger Badstuber überhaupt nicht in die Partie. Beide wurden folgerichtig von van Gaal ausgewechselt.
Selten zuvor wurden die Bayern so hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wie von Borussia Dortmund. Was haben sie vor der Partie getönt. Uli Hoeneß ging von einem Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschieds aus. "Ich gewinne auch gerne höher als 2:0 gegen Dortmund“, ergänzte Rummenigge. Der Schuss ging gewaltig nach hinten los. "Wir wollten die Mannschaft damit pushen und nach dem schweren Spiel am Mittwoch ein bisschen antreiben“, gab der Vereinsboss hinterher zu Protokoll. "Leider hat es offensichtlich nicht funktioniert.“
Dem FC Bayern ist ein wenig der Schock in die Glieder gefahren. Die Meisterschaft ist definitiv kein Thema mehr, Platz zwei in akuter Gefahr, gegen Inter Mailand ist noch längst nicht das CL-Viertelfinale erreicht und am kommenden Mittwoch erwartet man bereits Schalke 04 in der Allianz Arena im Kampf um den Einzug ins DFB-Pokalfinale.
"Es nützt nichts. Wir können jetzt nicht lange lamentieren und nach Gründen zu suchen. Wir müssen uns jetzt schütteln und ab morgen muss die Konzentration auf den Mittwoch gelegt werden“, sagte Rummenigge. Eine Niederlage gegen die Knappen und in München würde sich eine hochexplosive Stimmung zusammenbrauen. "Gegen Schalke wollen wir weiterkommen und in Hannover gewinnen. Das wird schwer, aber wir müssen“, fasste Keeper Thomas Kraft die nächsten Schritte zusammen. In der Hoffnung, dass auch wieder schöne Momente auf den FC Bayern warten.
Trotz der Glanzleistungen von Kraft in der Champions-League-Partie gegen Inter ist der Schalke-Keeper für ihn erste Wahl. zum Video
Quelle: t-online.de
Martin schrieb:
am 28. Februar 2011 um 20:14:26
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Bayern
sorry ihr Bayernfans aber ihr seid nicht mal in der lage gute stimmung ihm eigenen Stadion zu machen.und die meisten Fans sind nur FCB
fans weil die Bayern immer oben spielen was würde passieren wenn sie mal Absteigen? da ist auf einmal keiner Bayernfan gewesen das ist so wie bei der Musik keiner mag Bohlen aber hören tuen ihn viele.ich wünsche mir das Schalke gegen den FCB gewinnt im Pokal
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SchalkerManni schrieb:
am 28. Februar 2011 um 12:58:55
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@VanSan
Du bist der größte!
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VanSan schrieb:
am 28. Februar 2011 um 11:30:04
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Deutschland lacht
Oh ihr Helden...es gibt in Deutschland eh nur zwei Arten von Fans, die des FCB und den Rest. Wenn selbst ein SchwarzGelber
den BlauWeiße die Daumen drückt ist echt armseelig, gell CoTrainer. Aber was solls, Spott erntet man (als beispiel wir können beide aufkaufen)! Neid (die bösen Herren aus Bayern kaufen den anderen Vereinen die guten Spieler weg, ja weil sie es können) muß man sich erarbeiten! Danke Ulli für deine harte Arbeit!
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