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Beim FC Bayern soll alles so bleiben, wie es ist

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Beim FC Bayern soll alles so bleiben, wie es ist

19.12.2011, 16:12 Uhr

Prägten das Bayern-Spiel in der Hinrunde: Bastian Schweinsteiger (li.) und Mario Gomez. (Quelle: imago)

Prägten das Bayern-Spiel in der Hinrunde: Bastian Schweinsteiger (li.) und Mario Gomez. (Quelle: imago)

Herbstmeister in der Bundesliga, als Gruppenerster die Vorrunde der Champions League abgeschlossen und das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht: Der FC Bayern München überwintert so, wie es sich nach seinem Selbstverständnis gehört. "Wenn man alles zusammenzählt, können wir sehr, sehr zufrieden sein. Es war eine perfekte Hinrunde. Besser geht's nicht", zog Klub-Präsident Uli Hoeneß ein rundum zufriedenes Zwischenfazit. Dabei fing die Saison für die Bayern mit jeder Menge Zittern und einem gewaltigen Schock an.

"Jetzt geht der Mist schon wieder los!", polterte Karl-Heinz Rummenigge, nachdem der FC Bayern den Saisonauftakt gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:1 in den Sand setzte. Ausgerechnet Neuzugang Manuel Neuer leistete sich den entscheidenden Patzer. Die erste Heimpleite seit 16 Jahren gegen den einstigen Rivalen aus den 70er Jahren war auch gleichzeitig ein verpatztes Debüt von Trainer Jupp Heynckes. Der amtierende Meister aus Dortmund hatte bereits nach dem ersten Spieltag schon wieder drei Punkte Vorsprung.

In Zürich fällt allen ein Stein vom Herzen

Ausgerechnet Luiz Gustavo, der im Laufe der Saison seinen Platz im defensiven Mittelfeld an Anatoli Timoschtschuk verlor, bewahrte Heynckes vor dem totalen Fehlstart. Mit seinem Treffer in der 90. Minute sorgte er am 2. Spieltag beim VfL Wolfsburg für einen glücklichen Auswärtssieg der Münchner. Allmählich kehrte das Selbstvertrauen zurück. Insbesondere, nachdem der Super-Gau abgewendet werden konnte. Mit zwei Siegen (2:0, 1:0) gegen den FC Zürich qualifizierten sich Mario Gomez und Co. für die Gruppenphase der Champions League.  

Am 4. Spieltag und einem souveränen 3:0-Erfolg beim 1. FC Kaiserslautern dank dreier Gomez-Tore gelang dem FC Bayern erstmals seit 476 Tagen wieder der langersehnte Sprung an die Tabellenspitze. "Das war unser bestes Saisonspiel und ich denke, wir können noch besser werden", sagte Heynckes damals. Und der Coach sollte recht behalten.

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Sieben Tore gegen Freiburg

In der Folgezeit dominierte der Rekordmeister die Liga nach Belieben. Der SC Freiburg kam am 5. Spieltag gar mit 0:7 unter die Räder. Gomez erzielte dabei vier Treffer und Bastian Schweinsteiger sagte, ohne dabei auch nur annähernd überheblich zu wirken: "Wir waren wirklich stark heute und hätten, wenn wir gewollt hätten, wohl noch höher gewinnen können."

Auch in der Champions League trumpfte der Rekordmeister ähnlich souverän auf. In der sogenannten Hammergruppe mit vier Teams aus den vier großen Ligen Europas stand der FC Bayern bereits einen Spieltag vor Ende als Erster der Gruppe A fest. Der FC Villarreal, Manchester City und der SSC Neapel hatten das Nachsehen.

Die Schweini-Verletzung

Höhepunkt der Münchner Schaffenskraft war sicherlich der 3:2-Erfolg gegen Neapel. Gomez, der mit insgesamt sechs Treffern zusammen mit Lionel Messi die Torjägerliste in der Königsklasse anführt, gelang dabei in der ersten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick. Jedoch verlor der FC Bayern in diesem Spiel sein Herzstück. Mittelfeldregisseur Schweinsteiger musste mit einem Schlüsselbeinbruch ausgewechselt werden und sollte bis zur Winterpause kein Spiel mehr bestreiten.

Noch mit Schweinsteiger verlor der FC Bayern Ende Oktober am 10. Spieltag bei Hannover 96 nicht nur mit 1:2, sondern auch Abwehrspieler Jerome Boateng aufgrund einer Tätlichkeit. Manuel Neuer musste in der Liga nach 770 Minuten ohne Gegentor erstmals wieder den Ball aus dem Netz holen. Ohne Schweinsteiger mühte man sich bei Aufsteiger Augsburg zu einem 2:1. Timoschtschuk sah die Rote Karte und verschärfte die personelle Situation beim Rekordmeister.

"Wir haben auf die Fresse gekriegt"

Es folgte eine rabenschwarze November-Woche: Innerhalb von acht Tagen verspielten die Bayern sechs Punkte. Zunächst verlor man in der Allianz Arena gegen Titelkonkurrenten Borussia Dortmund mit 0:1, dann zog man beim FSV Mainz mit 2:3 den Kürzeren. Plötzlich fand sich das Heynckes-Team nur auf Rang drei wieder. Sogar Mönchengladbach zog wieder an den Bayern vorbei. "Wir haben auf die Fresse gekriegt", haderte Gomez und Thomas Müller sprach von einem "Tiefpunkt".

Gegen Dortmund gab Arjen Robben nach monatelanger Verletzung überraschend sein Comeback in der Startelf. Heynckes pokerte hoch und verlor. Fortan bestimmte die Diskussion um den niederländischen Superstar die Szenerie: Robben zu schlecht für Bayern? Robben bringt eingespieltes Team durcheinander! Ego-Robben! Irgendwann platzte Hoeneß der Kragen: "Es geht mir auf den Sack, dass man so einen Weltklassespieler infrage stellt." Mittlerweile ist Robben längst wieder ein Leistungsträger und der FC Bayern will den 2013 auslaufenden Vertrag mit dem Dribbelkünstler verlängern.

Starker Ribéry

Dann dürften sich die Fans weiterhin auf die beste Flügelzange Europas freuen. Denn Franck Ribery (Vertrag bis 2015) kann trotz seiner Gelb-Roten Karte im letzten Bundesliga-Hinrunden-Spiel gegen den 1. FC Köln (3:0) auf eine bärenstarke erste Halbserie zurückblicken. Bereits am 15. Spieltag holten sich die Bayern den Platz an der Sonne mit einem 4:1-Erfolg über Werder Bremen zurück. Hier erzielte der Franzose zwei seiner acht Ligatreffer. Damit ist er Bayerns zweitbester Torjäger. Das Maß aller Dinge ist indes Gomez. Der Stürmer führt mit 16 Treffern auch die Torschützenliste an.

Überhaupt zeigten sich die Münchner unter Van-Gaal-Nachfolger Heynckes so gut wie schon lange nicht mehr und stellten gar einen Torrekord auf. Bei  43 Treffern mussten sie nur zehn Gegentore hinnehmen – so eine gute Tordifferenz gab es nach einer Bundesliga-Hinrunde noch nie.

Hoeneß zufrieden

Auch im DFB-Pokal hielt sich der FCB schadlos. In Runde eins gab es einen souveränen 3:0-Erfolg bei Eintracht Braunschweig. In Runde zwei wurde der FC Ingolstadt mit 6:0 aus der Arena geblasen. Hier gelang sogar Bayerns erstem Japaner Takashi Usami sein erster Pflichtspieltreffer. Als kurz vor Weihnachten beim VfL Bochum der Einzug ins DFB-Pokal Viertelfinale perfekt gemacht wurde, konnte sich auch Präsident Hoeneß selig in den Winter-Urlaub verabschieden.

"Letztes Jahr mussten wir die Tabellenspitze mit dem Fernglas suchen. Mit so einem Weihnachtsergebnis gewinnt man für eineinhalb Monate Lebensqualität. Wenn du immer Zweiter, Dritter, Vierter mit zehn Punkten Abstand bist, das macht dich krank", bilanzierte Hoeneß. Sein Wunsch zum Weihnachtsfest: "Es soll so bleiben, wie es ist."



Quelle: t-online.de

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Kommentare (16)

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Thema: "Beim FC Bayern soll alles so bleiben, wie es ist"

Der Franke schrieb: am 23. Dezember 2011 um 19:31:46
(224) (10) 1. Halbzeit
Lieber User, joh die erste Hälfte der Bundesliga ist gespielt. Es gabe viele Höhen und Tiefen für alle Clubs und möchte heute
die Gelegenheit nutzen, euch allen ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen. Nein, heute wird nicht gestichelt. Nächstes Jahr wird ein hoffentlich, erfolgreiches Jahr für die DFB-Elf und vieleicht können wir die Europameisterschaft gewinnen. Last es euch gute gehen und bis bald, euer Franke.
mehr Kommentar melden

neutralo schrieb: am 23. Dezember 2011 um 19:24:52
(89) (22) Na pesimago,
schon mal Fussball gespielt? Die kleinen "Nickeligkeiten" lernt man von der Pike auf, und zwar in jedem Verein. Vieles
davon sieht man im Fernsehen garnicht. Ich könnte Dir da eine Menge erzählen... Scholli war wenigstens ehrlich. Viel spaß noch beim Fussball guggen :)
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Navi schrieb: am 23. Dezember 2011 um 18:57:08
(109) (67) Nono schrieb
Hallo du deutsche Eiche , der Götze hat sich in München schon ein Haus angeschaut .

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