14.03.2010, 16:53 Uhr
Werder Bremen hat seine Erfolgsserie auch bei 1899 Hoffenheim fortgesetzt. Die Nordlichter gewannen bei den Kraichgauern dank eines sehenswerten Treffers von Claudio Pizarro mit 1:0 (0:0). Der Peruaner erzielte den entscheidenden Treffer in der 80. Minute. 30.150 Zuschauer sahen die Partie in der Rhein-Neckar-Arena. Im zweiten Spiel des Tages trifft Bayer Leverkusen auf den Hamburger SV.
Die Bremer blieben damit im sechsten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen und feierten im dritten Duell gegen Hoffenheim in dieser Saison den dritten Sieg. Die TSG bestand zwar mit einer beherzten Leistung den geforderten Charaktertest, wartet im tristen Niemandsland der Tabelle aber weiter auf einen Lichtblick.
Gäste-Coach Thomas Schaaf sah in Durchgang eins eine engagierte Vorstellung seiner Elf, die er im Vergleich zum hart erkämpften 1:1 in der Europa League in Valencia auf zwei Positionen umstellte: Mesut Özil fehlte wegen Rückenproblemen, Marko Marin wurde geschont und nahm zunächst auf der Bank Platz. Für die beiden Nationalspieler begannen Philipp Bargfrede und Hugo Almeida. Ralf Rangnick musste auf fünf verletzte Spieler verzichten. Für den angeschlagenen Andreas Ibertsberger gab der junge Finne Jukka Raitala sein Bundesliga-Debüt.
Die Hausherren taten sich gegen gute gestaffelte Bremer schwer, Gefahr strahlte Hoffenheim nur durch Distanzschüsse aus. Die Versuche von Carlos Eduardo (28.) und Maicosuel (35.) gingen knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite konnten sich die Hoffenheimer bei Torhüter Timo Hildebrand bedanken, dass es mit 0:0 in die Pause ging: Der frühere Nationalkeeper bewahrte die TSG in der 37. Minute mit einem Blitz-Reflex vor dem Rückstand - Per Mertesacker war aus kürzester Distanz zum Abschluss gekommen. Neben dieser Chance - der größten in der ersten Halbzeit - fielen die Bremer durch einen sehenswerten aber letztlich harmlosen Angriff über Aaron Hunt auf der linken Seite auf (25.) sowie einen Kopfball von Naldo, der klar über die Querlatte ging (38.). "Wir spielen ganz gefällig, aber ohne den letzten Biss", meinte Werder-Clubchef Klaus Allofs in der Halbzeitpause bei "Sky".
Das Bild änderte sich nach der Pause nicht. Hoffenheim drückte nun mehr aufs Tempo, vor allem Carlos Eduaro trieb die Hausherren an. Spätestens an der Bremer Strafraumgrenze wurden die Angriffe des letztjährigen Überraschungsteams aber jäh gebremst. Die Bremer gaben nach und nach die Kontrolle über das Mittelfeld aus der Hand, weswegen Coach Schaaf reagierte und Marin für Hunt in die Partie brachte. Bei den Gastgebern kam Prince Tagoe für den blassen Vedad Ibisevic, der nach seinem Kreuzbandriss weiter auf Formsuche ist. Als sich viele schon auf ein eigentlich leistungsgerechtes 0:0 eingestellte hatten, schlug Toptorjäger Pizarro eiskalt zu: Eine Flanke des eingewechselten Daniel Jensen lupfte der Peruaner im Strafraum über den herauslaufenden Hildebrand unter die Querlatte und von da zum Endstand ins Tor.
Quelle: sid
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