28.08.2010, 10:20 Uhr | sid, dpa
96er Karim Haggui im Duell mit Schalkes Jefferson Farfan. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Er kommt als Außenseiter zurück, doch mit leeren Händen will Mirko Slomka seine alte Wirkungsstätte nicht wieder verlassen. Mehr als zwei Jahre nach seiner Entlassung ist der 42-Jährige heute (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) zum ersten Mal als Trainer von Hannover 96 bei Schalke 04 zu Gast. Am zweiten Bundesliga-Spieltag rechnet sich Slomka nicht zuletzt wegen der Erfahrungen aus seiner Zeit auf Schalke etwas aus. "Vielleicht hilft uns die Unruhe, die bei Schalke durch die Fans und die Niederlage entstanden ist", sagt Slomka: "Ich weiß, dass es in so einer Phase nicht angenehm ist, dort zu arbeiten."
Mit 1:2 hatten die Schalker zum Saisonauftakt beim HSV verloren und es verpasst, etwas Ruhe in die weiter schwelende Auseinandersetzung zwischen den Fans und Erfolgscoach Felix Magath zu bringen. Allein deshalb geht es nach dem Fehlstart für die Königsblauen gegen Hannover um mehr als nur drei Punkte. "Unsere Ausrichtung wird offensiver als in Hamburg sein", kündigt Magath an und erinnert seine Spieler gleichzeitig an die Rückrunde der vergangenen Saison, als es an der Leine ein 2:4 setzte: "Wir haben im letzten Jahr dort unsere Meisterschaftshoffungen begraben müssen, daher haben wir noch etwas gut zu machen."
Eintracht Frankfurt erwartet im ersten Heimspiel der Saison den Hamburger SV und setzt nach der Pleite von Hannover auf Offensive. "In unserem Stadion wollen wir gewinnen und uns nicht verkriechen", sagt Trainer Michael Skibbe, der seinen Stammkeeper Oka Nikolov durch Ralf Fährmann ersetzen muss. Der HSV kann aus dem Vollen schöpfen und hofft erneut auf Glanztaten von Torjäger Ruud van Nistelrooy, der beide Tore gegen Schalke erzielt und nach zwei Pflichtspielen bereits fünf Treffer auf dem Konto hat. Die Frankfurter wissen, was auf sie zukommt. "Wir wollen verhindern, dass der HSV es schafft, sich offensiv zu entfalten", so Skibbe. Für sein Gegenüber Armin Veh ist zumindest ein Punkt Pflicht: "Es wäre ganz, ganz wichtig, wenn wir auswärts etwas holen. Nur dann können wir sagen, dass der Start einigermaßen gut war."
Nordrivale Werder Bremen hat ganz andere Sorgen und geht als Tabellenschlusslicht in sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Nach dem bitteren 1:4 in Hoffenheim versöhnten die Bremer ihre Fans unter der Woche, als bei Sampdoria Genua durch ein 2:3 nach Verlängerung in typischer Werder-Manier der Einzug in die Gruppenphase der Champions League perfekt gemacht wurde. Genau da soll die Mannschaft gegen Köln anknüpfen. "Wir müssen von der ersten Minute eine Leistung zeigen wie in den letzten Minuten gegen Genua", gibt Trainer Thomas Schaaf vor und fordert: "Wir dürfen den Kölnern keine Räume geben."
Der ehemalige Bremer Diego wird voraussichtlich sein Comeback in der Bundesliga geben, am Freitag wurde der Wechsel des Brasilianers von Juventus Turin zum VfL Wolfsburg perfekt gemacht. Ein Einsatz im Heimspiel gegen den gut gestarteten FSV Mainz 05 ist nicht unwahrscheinlich. "Vom Zeitablauf wäre das möglich. Diego passt perfekt in unser System", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß. Im fünften Samstagsspiel trifft der 1. FC Nürnberg auf den SC Freiburg.
3038 Tage nach dem letzten Heimspiel in der Bundesliga wird im umgebauten Millerntor-Stadion wieder in der höchsten Spielklasse um Punkte gespielt. Aufsteiger FC St. Pauli trifft (ab 18.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) auf die TSG 1899 Hoffenheim. Gegen die grandios gestarteten Kraichgauer wird die neue Haupttribüne eingeweiht, die 4900 Zuschauer fasst und die Gesamtkapazität auf 24.800 Plätze erhöht. Nach dem Sieg in Freiburg wollen die Hamburger bei der Heimpremiere auch das "Spitzenspiel" für sich entscheiden. Sportlich sind die Kiezkicker durch den 3:1-Sieg beim SC Freiburg glänzend in die Saison gestartet und wollen nun nachlegen. 1899-Coach Ralf Rangnick setzt auf die Mannschaft, die beim 4:1 zum Auftakt gegen Werder Bremen überzeugte.
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sid, dpa
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