18.12.2011, 18:02 Uhr
Sinnbildlich für eine erfolgreiche Gladbacher Hinrunde: Lucien Favre (li.) und Marco Reus. (Quelle: imago)
Die Hinrunde der Saison 2011/2012 ist Geschichte. Und ebensolche lieferten die 18 Klubs der Bundesliga an den ersten 17 Spieltagen wieder zahlreich - sowohl positive als auch negative. Angefangen bei der Überraschungsmannschaft von Borussia Mönchengladbach über den wiedererstarkten Franck Ribéry bis hin zu Claudio Pizarro, der Lebensversicherung des SV Werder Bremen. Aber auch die Flops wie der enttäuschende VfL Wolfsburg oder der unrühmliche Abschied von Wolfgang Overath beim 1. FC Köln werden im Rückblick von t-online.de nochmals in Erinnerung gerufen. (Foto-Show: Die Tops und Flops der Hinrunde).
Nach der letzten Saison, in der die Mönchengladbacher erst in der Relegation dem Abstieg von der Schippe sprangen, hat keiner mit ihnen gerechnet. Doch die Elf von Lucien Favre ist eine der positiven Überraschungen der Hinrunde. Mit Favres Handschrift und attraktivem, diszipliniertem Fußball ist das Team um den überragenden Marco Reus zu einem Verfolger des Herbstmeisters FC Bayern München aufgestiegen.
Auch Borussia Dortmund gehört wieder zu diesen Teams. Schwächelte die Elf zu Beginn der Saison noch etwas, ist mittlerweile wieder der Power-Fußball der Meistersaison zu sehen. Dass die junge Mannschaft von Jürgen Klopp die Leistung bestätigt hat, gehört absolut zu den erfreulichen Aspekten der Hinserie.
Werder Bremen hat mit 29 Punkten nicht nur die schwache vergangene Spielzeit fast vergessen gemacht. Auch Torjäger Pizarro lief in der Hinrunde zur absoluten Topform auf. Mit 12 Treffern ist der 34-Jährige quasi die Lebensversicherung der Bremer, vergleichbar mit Lukas Podolski in Köln. Der 14-Tore-Mann aus Köln präsentierte sich während der Hinrunde ebenfalls in blendender Verfassung.
Doch auch die Flops blieben natürlich nicht aus - leider nicht nur sportlicher Natur. Das Bild, dass der DFB in der Außendarstellung abgab, war, gelinde ausgedrückt, schlecht. Vor allem in der Diskussion über Pyrotechnik bewies der Verband wenig Geschick im Umgang mit den Ultras. Dass Anhänger in und außerhalb der Stadien sich ebenfalls teilweise kritisch hinterfragen müssen, steht außer Frage. Der Auftritt eines Teils der Fanszene von Dynamo Dresden beim DFB-Pokal-Spiel in Dortmund gehört zu den großen Enttäuschungen der Hinrunde.
Bleibt abzuwarten, was die zweite Hälfte der Saison mit sich bringen wird. Langweilig wird es in der Beletage des deutschen Fußballs mit Sicherheit nicht.
Quelle: t-online.de
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