08.06.2010, 09:50 Uhr | dpa
Die Bundesliga wirft europaweit am meisten Gewinn ab. (Foto: imago)
Wenn´s um Geld geht - Bundesliga: Die deutsche Eliteklasse ist die profitabelste Fußball-Liga in Europa. Das geht aus dem neuesten "Annual Review of Football Finance" der renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte hervor. Die Zahlen beziehen sich auf die Saison 2008/2009. Deloitte untersucht seit Jahren die Finanzdaten im europäischen Spitzenfußball.
In der Spielzeit 2008/2009 setzte die Bundesliga 1,575 Milliarden Euro um und verzeichnete trotz weltweiter Wirtschaftskrise einen Umsatzsprung von zehn Prozent. Die Klubs erwirtschafteten dabei einen Gewinn von 172 Millionen Euro. Damit lag die Umsatzrendite bei 10,9 Prozent. Sie war deutlich höher als die der englischen Premier League (vier Prozent). Die englische Eliteklasse war trotz leichten Rückgangs zwar erneut Umsatzkrösus, der Gewinn sank jedoch im Vergleich zur Vorsaison deutlich.
Dennoch untermauerten die Spitzenklubs aus Deutschland und England mit ihren Gewinnen ihre wirtschaftliche Ausnahmestellung in Europa. Die anderen großen europäischen Ligen - die spanische Primera Division, die italienische Serie A und die Ligue 1 in Frankreich - steigerten 2008/2009 ihre Umsätze, machten aber dennoch Verluste.
Der Bundesliga bescheinigen die Experten trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes gute Perspektiven. "Die umsichtige Finanzplanung der Bundesliga sowie die jüngsten Erfolge auf europäischer Ebene geben den Kubs die Möglichkeit, in den kommenden Jahren weitere internationale Stars in die Bundesliga zu locken", glaubt Stefan Ludwig, Leiter der Sport Business Gruppe von Deloitte Deutschland. Bedenklich sei aber, "dass lediglich 11 der 18 Bundesliga-Clubs in der Saison 08/09 einen operativen Gewinn erwirtschaften konnten".
Grund für die starke Position der Bundesliga sind unter anderem der hohe Anteil an Sponsoreneinnahmen und der Zuschauerzuspruch. 2008/2009 kamen im Schnitt 41.900 Fans in die Stadien. Auch in der abgelaufenen Saison war die Bundesliga mit etwa 42.500 Besuchern weltweit der stärkste Zuschauermagnet im Profifußball. Die durchschnittliche Zuschauerzahl in den anderen vier Top-Ligen in Europa war mit 26.250 wesentlich kleiner.
Wie klug die meisten Bundesligisten wirtschaften, zeigt das Verhältnis der Gehaltskosten zum Umsatz. Das beträgt in der deutschen Elite-Liga 50 Prozent. Demgegenüber fließen in Italien 73 Prozent der Einnahmen an das kickende Personal, Trainer und Betreuer. Christian P. Schneider, Fußball-Experte von Deloitte, glaubt, dass das kürzlich beschlossene "Financial Fairplay Konzept" der UEFA zu mehr Gerechtigkeit führt: "Die Bundesliga-Klubs verfügen hier aufgrund ihrer soliden Geschäftstätigkeit im internationalen Vergleich über einen wichtigen mittel- bis langfristigen Wettbewerbsvorteil." Das Konzept der UEFA sieht vor, dass Vereine künftig keine Verluste mehr machen dürfen.
Quelle: dpa
schnolli schrieb:
am 8. Juni 2010 um 11:15:07
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Wirtschaften
Kann man im Falle einiger südeuropäischer Clubs überhaupt von wirtschaften sprechen? Wenn ich sehe für wieviel Geld Real
Madrid Leute " einkauft " und, wenn kurzfristige Ziele nicht erreicht werden, wieder wegjagt kann man nur mit dem Kopf schütteln. ( Robben, Sneijder etc.) Das nennt man vernichten von Betriebskapital .
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