12.05.2011, 06:49 Uhr
Christoph Daum pflegt eine ganz spezielle Sicht der Dinge. (Foto: imago)
Die Bilanz von Christoph Daum als Trainer von Eintracht Frankfurt ist mehr als dürftig: Aus sechs Spielen holte der bei seiner Ankunft als Messias gefeierte Coach lediglich drei Punkte, ist mit seiner Elf noch sieglos und steht auf dem Abstiegsrang 17. Umso verwunderlicher ist Daums Wahrnehmung der eigenen Arbeit. "Besser kann man nicht arbeiten, als wir es in den letzten Wochen getan haben", sagte der 57-Jährige. Die Krise der Eintracht, die vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga steht, sei eine reine Resultatskrise. "Fußball ist nun einmal ein Ergebnissport", sagte Daum. (Blog: Daum führt die Eintracht ins Debakel)
Daum löste den vorherigen Trainer Michael Skibbe nach einem 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli am 27. Spieltag ab. Damals stand Frankfurt auf Platz 14 und hatte auf den VfL Wolfsburg (damals Rang 17) vier und auf Borussia Mönchengladbach (Rang 18) acht Punkte Vorsprung. Die beiden Klubs stehen mittlerweile unmittelbar vor den Hessen. Die Eintracht muss am letzten Spieltag beim bereits feststehenden Meister Borussia Dortmund punkten, um den Abstieg zu vermeiden oder wenigstens noch den Relegationsrang 16 zu erreichen. Der Verein muss dabei allerdings hoffen, dass Gladbach und der VfL nicht gewinnen.
Eintracht-Trainer Christoph Daum kämpft vor der Partie in Dortmund gegen die Medien. zum Video
Hauptverantwortlich für die schlechten Ergebnisse sei die Personalsituation gewesen, sagte Daum: "Ich war oft gezwungen zu basteln." Doch die übrigen Spieler hätten sich unter seiner Regie weiterentwickelt: "Die, die eingesprungen sind, haben einen Sprung gemacht. Wie Sebastian Rode oder Ralf Fährmann. Den haben wir nach vorne gebracht. Von einem Torwart-Problem hört man nichts mehr. Tut mir leid, wir haben gut gearbeitet."
Daum hatte zuletzt entgegen zuvoriger Beteuerungen erklärt, auch bei einem Abstieg weiter Frankfurter Trainer bleiben zu wollen. Fachlich sieht er sich auf dem neuesten Stand: "Ich habe in England und Südamerika bei großen Klubs hospitiert, mir macht keiner was vor." Der Vorwurf, er sei nicht mehr der Motivator, als der er einst galt, sei haltlos: "Von mir wird ein völlig falsches Bild gezeichnet. Motivation ist nur zehn Prozent meiner Arbeit, der Rest ist harte handwerkliche Arbeit."
Daum nimmt deshalb seine Profis in die Pflicht. "Die Spieler sind auch selber verantwortlich, sich zu motivieren. Wir haben ihnen gesagt: Wir haben alles getan – macht mal was draus. Denn: Du kannst keinen Menschen zu irgendwas bewegen, was er nicht in sich drin hat", sagte der frühere Stuttgarter Meistercoach.
Der Trainer beteuerte, die Faktoren für die letzten beiden Niederlagen in Mainz (0:3) und gegen Köln (0:2) ausgemacht zu haben. Kommunizieren wollte der Coach die Gründe allerdings nicht: "Ich hab die Schnauze voll, alles zu erklären. Das ist vergebene Liebesmüh."
Generell will sich Daum im Umgang mit den Medien einen neuen Stil zulegen. "Ich werde mich ganz auf die Arbeit reduzieren, um weniger Angriffsfläche zu bieten. Es war ein Riesenfehler, so offen zu sein", sagte Daum. Das Bild seiner Person habe sich in den letzten Wochen deutlich verändert: "Bis zum Bayern-Spiel sehr sachlich und positiv geprägt. Nach Mainz war alles nur noch negativ. Das geht bisweilen unter die Gürtellinie."
Zuletzt hatte Daum mit einer Wutrede für Wirbel gesorgt. Der 57-Jährige fühlte sich von der Berichterstattung im HR-Fernsehen denunziert und attackierte dessen Reporter. "Ich habe kein Verständnis dafür, was hier passiert. Der Hessische Rundfunk ist ein Weltsender, der unangreifbar ist", sagte Daum und unterstellte dem Sender "Skrupellosigkeit" und dass er ihn "über den Haufen schießen" wolle.
Für Gladbach, Wolfsburg und Frankfurt geht es am letzten Spieltag ums nackte Überleben. zum Video
Quelle: t-online.de , dpa
Bodo Ffm. schrieb:
am 12. Mai 2011 um 12:15:38
(0)
(0)
Daum
machen wir uns nichts vor,die Eintracht darf in DO nicht gewinnen,sonst wurde manipuliert!Von den and.Spielen wie Wolfs
burg od.MG
spricht keine Sau!Aber selbst wenn DO mit nur 8 Mann spielen würde,die jetzige Eintracht ist eben nur schwach,schwächer,am schwächsten!Da sind Spieler drin,die bekommen 11 m vor dem Tor den Ball u.wissen nicht,was
sie mit dem tun sollen!Slomka sagte vor kurzem:in 9 Sek.muß der Ball nach Abschlag vor des gegn.Tor sein u.dann rein da-
mit!So wird trainiert!
mehr
Kommentar melden
Milei schrieb:
am 12. Mai 2011 um 11:53:38
(0)
(0)
Daum und Eintracht
Daum hat völlig recht. Wenn man einen Verein in den Abgrund führen will, kann man nicht besser arbeiten als er.
Kommentar melden
Peter North schrieb:
am 12. Mai 2011 um 11:10:49
(0)
(0)
Daum
Zitat: "Umso verwunderlicher ist Daums Wahrnehmung der eigenen Arbeit"
Zitat Daum: "reine Resultatskrise."
Was will uns der Typ von
der Jornalie damit sagen?
Soll hier eine anti Daum Stimmung erzeugt werde?
Herr Daum kann aus dieser Eintracht Mannschaft genauso wenig ein Meisterteam machen, wie Reich Ranicki aus
dem T-Online Team gute Jornalisten!!!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME
Amateurtor der Woche: Wählen Sie aus drei Treffern! zum Video