19.10.2010, 10:09 Uhr | t-online.de
Bald wieder in der Bundesliga tätig? Christoph Daum (li.) und Thomas Doll. (Fotos: imago)
Christoph Daum und Thomas Doll: Sehen wir diese beiden Trainer bald wieder in der Bundesliga? Beide sind auf dem Markt, beide wollen gerne zurück in die Beletage des deutschen Fußballs. Und glaubt man der Gerüchteküche, dann dauert es nicht mehr lange, bis das Duo auch wieder einen Job gefunden hat. Angeblich sollen der VfB Stuttgart (an Daum) und der 1. FC Köln (an Doll) Interesse haben.
Nachdem sich Stuttgart in der Vor-Woche von Christian Gross getrennt hatte, wurde dessen Co-Trainer Jens Keller vorläufig zum Chefcoach ernannt. Doch ob der ehemalige Bundesliga-Profi eine Dauer-Lösung wird, steht noch in den Sternen. "Ich wäre gesprächsbereit", sagte Daum in der TV-Sendung "Sky90" über ein mögliches Stuttgarter Angebot.
Allerdings hat der 56-Jährige klare Vorstellungen von seinem zukünftigen Engagement. Daum möchte eine ähnliche Machtfülle wie Felix Magath bei Schalke 04 haben. "Ich will den Investitionsplan kennen, wissen, wer was zu entscheiden hat. Ich will, dass die Fäden bei mir zusammenlaufen", sagte Daum, der 1992 bereits den VfB trainiert hatte und mit dem Klub seinen ersten Meistertitel errang.
Dieser Anspruch dürfte Fredi Bobic gar nicht schmecken. Der ehemalige Torjäger ist erst seit kurzem Sportdirektor beim VfB Stuttgart und dürfte sich bei einem Daum-Engagement überflüssig fühlen. Bobic wird wohl alles dafür tun, dass Daum nicht neuer Trainer des VfB wird. Sollte Keller kurzfristig keinen Erfolg haben, könnte auch Bobic’ Zeit in Stuttgart schneller vorbei sein als gedacht.
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Denn Daum hat zwei mächtige Fürsprecher im Klub. Aufsichtsrats-Boss Dieter Hundt (72), der bereits 2006 unbedingt Daum verpflichten wollte und sich damals dazu hinreißen ließ, Armin Veh als "Übergangslösung" zu bezeichnen und Dr. Eduardo Garcia (60), Chef des neuen Hauptsponsors Gazi. Er ist mit Daum befreundet. Das türkische Unternehmen Gazi sponsert Daum seit Jahren.
Apropos Türkei. Dort wurde Doll vor wenigen Tagen bei Genclerbirlgi Ankara vor die Tür gesetzt. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll Kölns Manager Michael Meier hinter dem Rücken von Coach Zvonimir Soldo seit drei Tagen mit Doll verhandeln. Meier und Doll, der zuvor beim Hamburger SV und Borussia Dortmund als Verantwortlicher an der Seitenlinie stand, kennen sich gut.
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Angesichts des 17. Tabellenplatzes wird die Personalie Soldo heftig diskutiert. Aus dem Kölner Umfeld heißt es, dass bei einer weiteren Niederlage gegen Hannover 96 die Zeit des 42-jährigen Kroaten bei den Rheinländern abgelaufen ist. "Glauben Sie aber nicht, dass wir hier untätig rumsitzen", sagte Meier bereits vielsagend.
Quelle: t-online.de
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