08.01.2011, 08:24 Uhr | dpa
Nach einer zermürbenden Hängepartie mit täglich neuen Schlagzeilen herrscht endlich Klarheit: Für die Rekord-Ablösesumme von geschätzten 32,5 Millionen Euro wechselt Edin Dzeko vom VfL Wolfsburg zu Manchester City in die englische Premier League. Bislang galt der Wechsel von Mario Gomez vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München 2009 für 30 Millionen Euro als teuerster Transfer der Bundesliga-Geschichte.
Die Niedersachsen bestätigten nun offiziell den Weggang des Bundesliga-Torschützenkönigs der vergangenen Saison. Dzeko unterzeichnete bei ManCity einen Vertrag bis 2015 und erhält die Rückennummer 10.
"City spielt um den ersten Platz in der Premier League. Das ist das, was ich auch will", sagte Dzeko. Sein Debüt soll der 24-Jährige am 15. Januar im Ligaspiel gegen die Wolverhampton Wanderers feiern. Manchester City sei seine "erste und einzige Wahl" gewesen, betonte Dzeko. Zuletzt waren noch inhaltliche Details und Visum-Probleme zu klären. "Jetzt sind die Spekulationen vorbei, und ich will einfach nur mein Bestes geben", sagte Dzeko.
Der "Daily Mirror" hatte einen angeblichen Dzeko-Berater zitiert, der erklärte, Manchester City sei für seinen Schützling nur die zweite Wahl gewesen. Am liebsten wäre der Profi zu Juventus Turin gegangen. Da Dzeko aber nicht bis zum Sommer warten wollte, habe er sich für die Engländer entschieden. In seiner Wolfsburger Zeit hatte Dzeko mehrfach erklärt, dass der AC Mailand sein Wunschverein sei.
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Dzeko war 2007 für etwa vier Millionen nach Wolfsburg gekommen und erzielte in 111 Bundesligaspielen 66 Tore für den deutschen Meister von 2009. Seit dieser Zeit liebäugelte der torgefährliche Angreifer immer wieder mit einem Wechsel zu einem europäischen Spitzenverein. Der VfL konnte seinen besten Torschützen vorigen Sommer nur halten, weil die vertraglich festgeschriebene Ablösesumme von 40 Millionen Euro potenzielle Interessenten abschreckte.
"City kämpft in der Premier League um Platz eins, und das ist es, was ich will", sagte Dzeko jetzt. Bereits am Mittwochmorgen war er vom Trainingslager des VfL mit einem Privatjet von Marbella zum Medizincheck nach London geflogen. Zuvor hatte er sich von seinen Mitspielern verabschiedet. Wegen Problemen mit seinem Visum konnte er aber nicht auf der Insel bleiben, sondern musste noch einmal nach Deutschland reisen, um die Angelegenheiten für die Arbeitserlaubnis in England zu regeln.
Aktuell liegt ManCity nur zwei Punkte hinter Manchester United. Der ambitionierte Klub hatte bereits Top-Spieler wie Carlos Tevez vom Stadtrivalen United sowie die Hamburger Nigel de Jong und Jerome Boateng eingekauft. Der deutsche Nationalspieler freut sich auf Dzeko. "Er hat alles. Er ist ein sehr guter Angreifer", sagte Boateng.
Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß hatte den Mega-Transfer wegen einer schweren Bronchitis in den vergangenen Tagen vom Bett aus in Kitzbühel abgewickelt. Eine Einkaufstour im großen Stil ist nun nicht geplant. «Wir müssen die hohe Summe nicht unter die Leute bringen", sagte Hoeneß. "Wir haben aber im Sommer einen Umbau vor und werden gezielt einige Dinge versuchen, Stück für Stück."
Quelle: dpa
Harald schrieb:
am 8. Januar 2011 um 19:36:11
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Na dann
Die Leute hier, die wegen den unglaublichen Summen nun der Meinung sind dieses System Fussball nicht mehr zu unterstützen und nicht
mehr in die Stadien gehen, denen möchte ich sagen, dass dies keinen Profiverein interessiert. Die Zuschauereinnahmen stellen einen sehr kleinen Teil des Umsatzes dar der gerade mal reicht die laufenden Mietkosten, Zinsen oder Tilgungen für das Stadion zu bezahlen. Das richtige Geld wird anders verdient, und da gehören solche Transfers wie von Dzeko auch dazu.
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schamu schrieb:
am 8. Januar 2011 um 19:18:12
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Fußball?
Solch einen Wahnsinn sollte man mit allen mitteln bekämpfen und solchen Vereinen jegliche unterstützung entziehen.
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VW schrieb:
am 8. Januar 2011 um 18:50:59
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Wolfsburg
Das sind halt Geschäfte. Der Konzern will sein Geld zurück bevor der VFL in die Dritte Liga verschwindet.
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