13.02.2011, 14:52 Uhr | t-online.de
Sebastian Jung (li.) und Theofanis Gekas ist die Enttäuschung anzusehen. (Foto: imago)
Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler von Eintracht Frankfurt nach der 0:3-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen vom Platz. Die eigenen Fans verabschiedeten ihre ehemaligen Lieblinge mit lauten Pfiffen, abfälligen Gesten und lauten "Abstiegskampf"-Gesängen. Spätestens seit dem blamablen Auftritt gegen das Team von Jupp Heynckes stecken die Hessen in diesem nämlich bis zum Hals.
Die nackten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Die Eintracht hat in den fünf Rückrunden-Spielen kein einziges Tor erzielt, viermal ging man als Verlierer vom Platz. Die Schlappe gegen Leverkusen war bereits die sechste Niederlage im eigenen Stadion, zuhause haben die Adler ganze neun Treffer erzielt, insgesamt sind es 24: Liga-Minusrekord. "Wir müssen schleunigst aus der Misere rauskommen, um nicht nach ganz unten durchgereicht zu werden. Die Rückrunde ist totale Scheiße", sagte Benjamin Köhler zu "fr-online". So kann man es auch ausdrücken.
Das letzte Tor der Eintracht datiert, die Älteren werden sich erinnern, vom 18.12.2010. Theofanis Gekas erzielte in der 87. Minute des 17. Spieltags das entscheidende 1:0 gegen Borussia Dortmund. Unglaublich, aber wahr: Frankfurt ist eine von zwei Mannschaften, die den So-gut-wie-Meister Dortmund besiegen konnte. Aber seitdem herrscht seit 453 Spielminuten Ebbe im Eintracht-Sturm.
Obwohl dieser Eintracht-Sturm personell so gut besetzt ist wie lange nicht mehr. Gekas, Ioannis Amanatidis und Halil Altintop wissen, wie man in der Bundesliga zweistellig trifft. Dazu kommt Martin Fenin, immerhin Nationalspieler in Tschechien. Doch auch hier sprechen die Daten eine eindeutige Sprache: Der einzige Stürmer, der in dieser Saison seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt hat, ist Gekas mit 14 Treffern. Bei allen anderen steht die Null. Ein Armutszeugnis.
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Das Spiel gegen Leverkusen war ein spielerischer Offenbarungseid. Die Eintracht ergab sich ihrem Schicksal, die Bayer-Elf war in allen Belangen überlegen. Es war ein Klassenunterschied zu erkennen. "Wir waren überrascht, wie passiv Frankfurt spielte. Sie spielten, als hätten sie Angst vor uns", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler. Ein negativeres Zeugnis kann man einer Mannschaft nicht ausstellen.
Doch nicht nur auf dem Platz stimmt es nicht. Die Diva vom Main machte ihrem Namen in den vergangenen Wochen wieder einmal alle Ehre. Der geplatzte Wechsel von Caio, der Fast-Transfer von Kapitän Patrick Ochs zu Schalke, die gescheiterte Vertragsverlängerung von Pirmin Schwegler - dem Kopf der Mannschaft - und der Dauerzoff zwischen Michael Skibbe und Amanatidis sorgen für mächtig Unruhe am Riederwald.
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Es knistert hinter den Kulissen. Heribert Bruchhagen und Skibbe sind keine Freunde, und werden es wohl auch nie werden. Der Zwist zwischen dem Coach und Bruchhagens Lieblingsschüler Amanatidis stößt aber nicht nur dem Eintracht-Boss sauer auf. "Es wäre sicher besser gewesen, sich auf das Spiel zu konzentrieren, als in Interviewkriegen Zwietracht in die Mannschaft zu tragen. Das ist nichts, was uns voranbringt", sagte der neue Aufsichtsratschef Wilhelm Bender. Deutliche Worte in Richtung des Trainers, der sich und sein Krisenmanagement so langsam hinterfragen muss. Und zwar bevor es zu spät ist. Denn lange wird es so nicht mehr gut gehen.
In den nächsten Wochen stehen richtungsweisende Partien an. Am nächsten Spieltag geht es nach Nürnberg, ehe zwei Heimspiele gegen direkte Konkurrenten auf dem Programm stehen. Der VfB Stuttgart und der 1.FC Kaiserslautern werden zu Gast sein in der Commerzbank-Arena. Die Eintracht muss punkten, sonst rückt die zweite Liga immer näher.
Es wäre nicht das erste Mal, dass Frankfurt den Meister besiegt und am Ende der Saison absteigt. In der Spielzeit 2000/2001 gewann die SGE dank eines Tores von Jan-Aage Fjörtoft gegen Bayern München. Die Bayern wurden Meister, die Eintracht stieg ab. In Hessen wird man hoffen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Momentan sieht aber vieles danach aus.
Quelle: t-online.de
Uwe schrieb:
am 13. Februar 2011 um 20:12:23
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Skibbe
Man sieht es mal wieder, der arrogante Skibbe läßt Fußball zum abgewöhnen spielen,
jagd alle Stürmer zum Teufel und wartet auf
Wunder. Eigentlich dürfte keiner mehr
ins Stadion gehen.
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Maintaler schrieb:
am 13. Februar 2011 um 19:46:11
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Eintracht
Aus internen Kreisen weiß ich, dass die Mannschaft gegen Trainer Skibbe spielt. Dieses Spiel wird so lange weiter gehen, bis der
Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge aufgebraucht ist...
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pitty schrieb:
am 13. Februar 2011 um 19:26:50
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sge
gott sei dank durfte ich die große zeit der eintracht live erleben ( 80er/90er ) . es kann doch nicht der anspruch der adler sein jedes
jahr um platz 15 zu spielen. dann sollen sie halt absteigen , dann spielen sie wenigstens um platz 2 oder 3 . sorry , aber so isses .
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