15.05.2011, 11:11 Uhr
Die Bilanz von Christoph Daum bei der Eintracht ist erschreckend. (Foto: imago)
Nach 17 Spieltagen die Europa League vor Augen, nach 34 Spieltagen abgestiegen: Eintracht Frankfurt steht unter Schock, innerhalb von vier Monaten ist aus einem Traum ein Albtraum geworden. Der direkte Weg in die Zweite Liga wirft den Verein um Jahre zurück und einen tiefen Schatten auf die lange positiv bewertete Arbeit des nun in die Kritik geratenen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen. Seine Zukunft ist ungewiss. Und weil Trainer Christoph Daum kaum bleiben wird, steht den Frankfurter Adlern ein großer Umbruch bevor.
Null Siege in sieben Spielen: Daum ist bei der Eintracht grandios gescheitert. Gekommen als Motivator und Retter, ziert nun der erste Abstieg seine Trainer-Vita. Die Zweifel, die ihn schon in den letzten Monaten seiner Zeit beim 1. FC Köln umgeben haben, kommen wieder auf: Hat sich Daum als Trainer überlebt? Ist eine Persönlichkeit wie er, der in den 90er Jahren große Erfolge feierte, heute überhaupt noch gefragt?
Eines scheint sicher: Bei der Eintracht gibt es für den 57-Jährigen keine Zukunft mehr. Kaum vorstellbar, dass er sich die Zweite Liga antun wird. Und ebenso kaum vorstellbar, dass Frankfurt noch großen Wert auf die Dienste Daums legt, dessen Vertrag Ende der Saison ohnehin ausläuft. Gespräche wird es zwar geben, doch wohl nur solche, in denen warme Abschiedsworte ausgetauscht werden.
Der Frage, ob er Trainer in Frankfurt bleiben werde, weicht Daum deshalb auch aus. "Ich will weiter im Fußball bleiben." Das Kapitel Eintracht Frankfurt scheint beendet. "Wir werden uns zusammensetzen und richtungsweisende Entscheidungen treffen", sagt auch Bruchhagen. Diese richtungsweisende Entscheidung wird am Montag durch den Aufsichtsrat getroffen. "Ich möchte nicht, dass der Verein einen Trainer hat, den er vielleicht nicht mehr haben möchte", ahnt auch Daum bereits, in welche Richtung die Entscheidung des Gremiums gehen wird.
Nach einer völlig verkorksten Rückrunde steigt Eintracht Frankfurt aus der Bundesliga ab. Die Gründe sind vielfältig. zum Sportblog
Doch nicht nur über Daum wird der Aufsichtsrat entscheiden. Dass die Zeit des Alleinherrschers Bruchhagen vorbei ist, ist bereits entschlossen. Ihm wird zukünftig ein Sportdirektor als Bindeglied zwischen Vorstand und Trainerstab zur Seite gestellt. Wie Bruchhagen dies aber aufnehmen wird, ist noch unklar. "Man hat schon die Konsequenzen im Kopf", sagt Vorstandschef Bruchhagen. Ungeachtet seiner persönlichen Zukunft und der Verpflichtung eines neuen Sportdirektors macht er sich aber bereits Gedanken um den Kader der kommenden Saison.
"19 Spieler haben einen Vertrag für die Zweite Liga, das heißt, wir müssen keine komplett neue Mannschaft formen, sondern sie entscheidend ergänzen", zeigt sich Bruchhagen zuversichtlich, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Das Ziel kann dann nur die sofortige Rückkehr ins Fußball-Oberhaus sein. Die Eintracht, die ohne Schulden finanziell sehr gut dasteht, kann sich eine Zweitliga-Saison einen Kader zu Erstliga-Konditionen leisten. Ein weiteres Jahr wäre dieser Kraftakt nicht möglich. "Ich bin überzeugt, dass wir mit einer starken Mannschaft in einem Jahr wieder in der Bundesliga zurück sind", versucht Bruchhagen die Enttäuschung wegzuwischen. Doch er weiß, dass der Abstieg für die Eintracht ein Einschnitt bedeutet. "Es wird einen Neuanfang geben."
Ioannis Amanatidis und Heribert Bruchhagen sind fassungslos nach dem Abstieg. zum Video
Quelle: t-online.de
Jan schrieb:
am 15. Mai 2011 um 19:43:57
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Bornheimer
Jetzt sind endlich mal die Eintracht fans in der Schule still und wetten nächste Saison gehn die alle zum FSV. :-)
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werner schrieb:
am 15. Mai 2011 um 19:39:54
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Abstieg
Nur durch den Abstieg des Einen ist der Aufstieg eines Anderen möglich ! SELAVIS
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marc schrieb:
am 15. Mai 2011 um 19:39:40
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Sparbrötchen
Das ist in einer Firma so, kein Risiko kein Gewinn !! Mit dieser Einstellung war er vielleicht vorher bei der Bahn teilweise erfolgreich.....
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