07.11.2011, 14:23 Uhr | bec
Heynemann sieht die Unparteiischen in der Krise. (Quelle: imago)
Ex-FIFA-Referee Bernd Heynemann kritisiert die deutschen Schiedsrichter in seiner "Kicker"-Kolumne scharf. Vor dem Hintergrund der DFB-Steueraffäre, in der gegen 70 aktive und ehemalige Schiedsrichter mit Verdacht auf Steuerhinterziehung ermittelt wird, sieht er die Schiedsrichterzunft auch durch "falsche Pfiffe" derzeit in der Krise.
Welche DFB-Schiedsrichter unter Verdacht stehen, ihre Einnahmen nicht richtig versteuert zu haben, ist umfassend noch nicht ermittelt. Laut "Spiegel Online" sind aber der frühere FIFA-Referee Michael Kempter und auch Dr. Felix Brych ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Heynemann selbst wurde nach eigenen Aussagen 2001 von der Steuerfahndung besucht. Der 51-jährige habe damals selbst keine abschließende Aussage erhalten, wie Geld vom Fußball-Weltverband FIFA zu versteuern sei. In seiner Kicker-Kolumne kritisiert er jetzt : "Wenn sich einer extra Konten im Ausland einrichtet, muss man ihm eine gewisse Absicht unterstellen." FIFA und UEFA hatten in der Vergangenheit angeblich Gelder auf Schwarzgeldkonten ins Ausland überwiesen.
Nach dem Ex-Schiedsrichter, der bis 2001 insgesamt 151 Bundesligaspiele leitete, sollten Steuerhinterzieher nicht mehr in der Bundesliga pfeifen dürfen. Hätte die Verantwortlichen beim DFB von Michael Kempters Vorstrafe gewusst, hätte man diesen niemals FIFA-Schiedsrichter werden lassen, zitiert Heynemann eine Aussage des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB).
Dass derzeitige oder ehemalige Referees nicht wussten, wie sie ihre Einnahmen versteuern sollen, hält Heynemann für ausgeschlossen: "Steuern waren immer wieder Thema bei Lehrgängen. Dort wurde empfohlen, man solle sich den zu erwarteten Abzug vom Honorar, der sich zwischen 35 und 40 Prozent bewegt, auf die hohe Kante legen".
Neben der Steueraffäre kritisiert der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete auch die Leistungen auf dem Platz. "Ins Bild passt, dass die Schiedsrichter im sportlichen Bereich derzeit viele Big Points vergeben", so Heynemann. "Damit meine ich nicht Millimeter-Entscheidungen, sondern klare falsche Pfiffe bei eindeutigen Karten zum Beispiel."
Quelle: dapd , sid
schroederfreund schrieb:
am 7. November 2011 um 16:33:49
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Kritik an Schiris
Schiedsrichter entscheiden zuviele Spiele durch Fehlentscheidungen. Ich war am Sonntag beim Spiel Hannover gegen Schalke.
Gegen S04 pfiff Herr Stark jeden Zweikampf, Fouls der Hannoveraner ließ er sehr oft durchgehen. Dies war nun bei weitem nicht das Schlimmste an kritikwürdigen Schiri-Entscheidungen. Stets in Erinnerung werden bleiben die üble Pfeiferei des Herrn Dr.Merk pro Bayern 2001 und die Skandalleistung des heutigen Obmanns Wagner beim 3:3 der Schalker in Dortmund vor einigen Jahren.
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Nörgler schrieb:
am 7. November 2011 um 14:56:33
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Heynemann
Kann Bernd Heynemann, den ich persönlich kenne und sehr schätze, nur bei-
pflichten. Dass nicht alle Entscheidungen richtig sein
können, dürfte jedem
verständlich sein, aber astreine Vergehen, die zudem im Blickfeld des SR
sind, muß dieser erkennen (denke nur an den Witzelfer beim Spiel Mainz-
Stuttgart oder das Foul an Subotic) sonst ist er fehl am Platz. Für mich sind
die SR nicht fit genug,viele sind m.E. zu weit vom Geschehen entfernt und
verlassen sich auf den SRA. Insgesamt enttäus
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