24.11.2011, 15:56 Uhr
Der frühere Schiedsrichter Markus Merk hat den öffentlichen Umgang mit dem Drama um Bundesliga-Referee Babak Rafati nach dessen Suizid-Versuch scharf kritisiert. Merk ging dabei auch klar auf Distanz zu DFB-Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel. Dieser hatte moniert, dass der Umgang mit den Unparteiischen in Deutschland respektloser geworden sei. "Das ist der völlig falsche Weg, aus dem, was am Samstag passiert ist, etwas auszuschlachten", sagte Merk der "Nordsee-Zeitung" in Bremerhaven.
Merk warnte davor, Schiedsrichter künftig "in Watte zu packen". Der Druck für Bundesliga-Schiedsrichter sei selbstverständlich. "Aber es ist ein Privileg, Bundesliga zu pfeifen. Wer es nach da oben geschafft hat, braucht kein Mitleid", sagte der dreimalige Weltschiedsrichter, der inzwischen unter anderem als Fernsehexperte arbeitet. "Plötzlich geht ein Aktionismus los, der äußerst bedenklich ist. Da werden Dinge infrage gestellt, die gar nicht infrage zu stellen sind."
Rafati hatte kurz vor seinem Einsatz im Spiel des 1.FC Köln gegen Mainz 05 in einem Hotel einen Suizidversuch unternommen. Obwohl die genauen Motive für die Tat bis heute nicht bekannt sind, hatten unter anderem Fandel und auch DFB-Präsident Theo Zwanziger den Druck in der Bundesliga im allgemeinen und auf die Schiedsrichter im besonderen moniert. Rafati hatte sich nach seiner Entlassung aus einem Kölner Krankenhaus in stationäre Behandlung begeben.
Quelle: dpa
werweiss schrieb:
am 24. November 2011 um 20:13:33
(28)
(4)
Richtig, Herr Merk
wenn ein schiedsrichter dem druck nicht gewachsen ist, sollte er aufhören. auch sehr schwach, dass bestimmte leute immer
nur dann an respekt erinnern, wenn etwas passiert. dennoch sollten gewisse trainer wie klopp oder tuchel sich mal überlegen wie sie sich verhalten. und abstimmungen über einen schlechten schiri sind einfach nur krank
mehr
Kommentar melden
Rube schrieb:
am 24. November 2011 um 19:58:01
(33)
(2)
Fall Babak Rafati
Herr Dr. Zwanziger spricht vom Druck dem die Schiedsrichter ausgesetzt sind. Wurden sie dazu gezwungen diese Tätigkeit
auszuführen? Es gibt ne Menge Leute, die haben die ganze Woche Druck und nicht nur am Wochenende und verdienen ein Bruchteil von dem, was ein Bundesligaschiedsrichter verdient.
mehr
Kommentar melden
Anderer schrieb:
am 24. November 2011 um 19:50:11
(32)
(1)
anders sein
Jeder Mensch ist anders und reagiert anders auf psychischen Druck.
Ich denke schon, dass man als BL Schiedrichter einiges
aushalten muss und der eine oder andere geht auch nicht gerade zimperlich mit den Schiedsrichtern um. Aber Herr Merk hat auch recht, wenn er vor falschem Aktionismus warnt.
Das ist der erste Schiedsrichterfall und es ist nicht bewiesen, dass es am Sport lag.
Vorbauen ja, Einstellung ueberdenken ja, aber nicht jetzt blinden Aktionismus, bitte.
Danke!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME
Amateurtor der Woche: Wählen Sie aus drei Treffern! zum Video