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FC Bayern: Galaktische Krise spielt dem FCB in die Karten

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Galaktische Krise spielt dem FC Bayern in die Karten

12.03.2010, 11:03 Uhr | t-online

Die Chancen des FC Bayern stiegen, dass Franck Ribéry in München bleibt. (Foto: imago)

„Die sind schon seit sechs Jahren nicht mehr weitergekommen“, sagte Mark van Bommel und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Der Bayern-Kapitän sprach von Real Madrid, das seit über einem halben Jahrzehnt regelmäßig in der ersten K.-o-Runde der Champions League mit erbärmlichen Auftritten die Segel streichen musste. Ein 1:1 gegen Olympique Lyon beendete den Traum des weißen Balletts vom zehnten CL-Triumph. Während sich die stolzen Madrilenen wieder einmal in Grund und Boden schämten, sind für den FC Bayern die Chancen gestiegen, den seit längerem mit Real kokettierenden Superstar Franck Ribéry doch noch länger an sich zu binden.

Lizarazu: "Bayern ist in einer guten Verhandlungsposition" 

Der französische Nationalspieler betonte immer wieder, dass es ihm nicht ums Geld gehe, sondern einzig um die sportliche Perspektive. Ribéry: „Ich will die Champions League gewinnen.“ In diesem Fall sollte der Flügelflitzer lieber beim FC Bayern bleiben. Immerhin stand der deutsche Rekordmeister in den letzten sechs Jahren drei Mal im Viertelfinale der Königsklasse, während für Real immer im Achtelfinale Schluss war. „Der FC Bayern ist jetzt in einer sehr guten Verhandlungsposition“, sagte Bixtente Lizarazu in der „tz“. Der französische Welt- und Europameister und ehemalige Publikumsliebling des FC Bayern glaubt fest an einen Verbleib Ribérys in München.

Eigentlich kommt nur Bayern in Frage 

Laut Lizarazu gebe es drei Optionen für Ribéry. „Erstens Real, die seit Jahren international nichts gewonnen haben. Dort könnte Franck mit Titeln Geschichte schreiben. Aber sie haben so viele Probleme, kein System. Ich weiß nicht, wo er bei ihnen spielen sollte. Außerdem wäre Franck nur einer von vielen.“ Eine andere Möglichkeit wäre der FC Barcelona. „Taktisch würde das perfekt passen: Messi auf dem rechten Flügel, Franck links. Aber Barça hat alles gewonnen. Sie sind nicht mehr so hungrig.“ Bleibt nach Lizarazus Rechnung nur der FC Bayern übrig. „Bei Bayern kann Franck der König sein, nicht nur einer von vielen“, so der 40-Jährige, „und Bayern tut alles für ihn. Uli Hoeneß ist verrückt danach, ihm zu helfen“.

250 Millionen in den Sand gesetzt 

Mit dem Ausscheiden gegen Lyon hat Real dem FC Bayern das beste Argument für die Vertragsverhandlungen auf dem Silbertablett geliefert. Über 250 Millionen Euro gaben die Königlichen vor Rundenbeginn für Mega-Stars wie Kaká und Ronaldo aus. Aber wieder einmal hat die Mannschaft eben nicht wie ein Team agiert. Real präsentierte sich erneut wie ein zusammen gewürfelter Haufen von Diven. Das ist schon überraschend“, wunderte sich auch Bayerns Shooting-Star Thomas Müller und stellte treffend fest: „Erfolg kann man sich eben nie kaufen.“

Reals Schuldenberg wächst und wächst 

Doch genau diesen Weg ist Real-Präsident Florentino Perez gegangen. Genau wie während seiner ersten Ära zwischen 2000 und 2006, als er Zinedine Zidane, David Beckham, Louis Figo und Co. in die spanische Hauptstadt loste. Um Stars wie Kaká und Ronaldo zu finanzieren, nahm die Klubführung einen Kredit von 150 Millionen Euro auf. Ungeachtet der Tatsache, dass Real bereits einen Schuldenberg von geschätzten 400 Millionen Euro angehäuft hatte. Um solche Summen auch nur annähernd zu refinanzieren, ist sportlicher Erfolg für die Königlichen unabdingbar.

Endspiel findet in Madrid statt 

Nach dem Scheitern in der Königsklasse und dem Pokal-Aus gegen einen Drittligisten bleibt ihnen jetzt nur noch die Meisterschaft. Immerhin rangiert man hier knapp vor dem Dauerrivalen aus Barcelona. Kaum auszudenken, wenn eben dieses Barcelona am 22. Mai das Champions-League-Endspiel gewinnen sollte. Schließlich findet nach 30 Jahren das Finale ausgerechnet im Bernabeu-Stadion statt. Der Heimat Reals. Längst senken die Medien den Daumen über Real. „La Razon“ schreibt: Real ist am Ende. Florentino Perez' ehrgeiziges Projekt, in seiner zweiten Amtszeit die Galaktischen wieder auferstehen zu lassen, die Anfang des Jahrtausends Europa beherrschten, sei grandios gescheitert. Man kann es aber auch wie "El Mundo Deportivo" ausdrücken: Die Krise hat galaktische Ausmaße angenommen.

Der Trainer ist wieder mal der Schuldige 

Der Schuldige ist für die Verantwortlichen sowieso schon gefunden. Trainer Manuel Pellegrini ist seinen Job spätestens am Saisonende los. Um darauf zu kommen, muss man kein Prophet sein. In den letzten sieben Jahren gaben sich neun Trainer die Klinke in die Hand. Jupp Heynckes wurde bei Real übrigens nach Gewinn der Champions League gefeuert. Interessant ist allerdings, dass in Umfragen dem Präsidenten Perez und der Mannschaft die Schuld gegeben wird. Mitten in einer schweren Wirtschaftskrise und einer Arbeitslosenquote von 19 Prozent bewerteten selbst viele Real-Sympathisanten den Transfer-Wahnsinn als obszön. Spöttisch titelte "El Pais": "Der Fußball hat keinen Preis."

Robben wirbt um Ribéry

Ob sich Ribéry das Chaos in Madrid wirklich antun möchte? „Ich hoffe sehr, dass Franck bleibt, das weiß er auch", warb Robben nach dem Viertelfinaleinzug gegen Florenz wieder einmal für ein Bleiben des Franzosen. „Ich vertraue dem Verein, dass er alles dafür tut, um Franck zu halten." Robben selbst hat sich schon festgelegt: „Ich habe für vier Jahre unterschrieben und fühle mich sehr wohl. Der Verein ist sehr gut für mich. Mein Ziel ist es, irgendwann mit Bayern die Champions League zu gewinnen.“ Nach der Real-Pleite darf sich der FC Bayern tatsächlich berechtigte Hoffnungen machen, in den kommenden Jahren die beste Flügelzange der Welt aufs Feld zu schicken.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (16)

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Thema: "FC Bayern: Galaktische Krise spielt dem FCB in die Karten"

KaHaKa schrieb: am 13. März 2010 um 12:06:21
(0) (0) Ribery
Es ist schon eigenartig wie der Club einen Spieler, der schon längst entzaubert ist immer noch hoffiert. Ein Mitarbeiter, einer unter
26, der fordert, wo gibt es so was? Alles tanzt nach der Pfeiffe, kuscht und schleimt. Die Jungen 4, sind die wahren Stars, dies zu pflegen gilt, nicht den Legionär, der den Vorstellung von Esmeralda zu folgen hat. Arijen Robben z.B. ist doch um Längen besser, als dieser "Quasimodo", der sich nicht klar bekennt. Er kam ja aus der Gosse, ohne Gehalt und jetzt?
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Hardcastle schrieb: am 13. März 2010 um 06:35:17
(0) (0) Ribery
Ich höre immer nur, von Forderungen, die Herr Ribery an seinen zukünftigen Club stellt. Er möchte mit seinem zukünftigen Club in
der Lage sein, die Champions League zu gewinnen usw. Dazu müßte er aber auch mal wieder Leistung auf dem Platz bringen. Sonst müssen sich die Bayern mal nach Personal umsehen, mit dem sie die Champions League gewinnen können. Franck Ribery ist in seiner derzeitigen Form keine große Unterstützung, zumal er offensichtlich extrem verletzungsanfällig ist.
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Hansdampf schrieb: am 13. März 2010 um 05:29:33
(0) (0) Ribéry
Also Ribéry tut sich bestimmt keinen Gefallen zu wechseln, vor allem nicht zu Real Madrid. Die kaufen sich doch nur ihre Spieler
für Millionen von Euro und was kommt dabei raus...Achtelfinale CL....und machen andere Vereine wie Liverpool kaputt. Hoffentlich is Barca wieder Tabellenführer am Ende der Saison nicht dieser Schuldenverein. Jetzt profitieren andere Vereine von ihren Abgängen HSV (VanNistelrooy), Bayern (Robben) und Inter (Snejder) und Real is wiedermal draußen..
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