07.04.2011, 15:20 Uhr
Uli Hoeneß versteht seine Bayern-Welt nicht mehr. (Foto: imago)
Uli Hoeneß ist immer noch schwer getroffen ob der harschen Kritik einiger Fans des FC Bayern München. "Ich habe erwartet, dass eine Reaktion von gewissen Leuten kommt. Aber dass sie in der Form ausfällt, hätte ich nie für möglich gehalten. Entsprechend schockiert war ich am Samstagabend", sagte Hoeneß.
Der Präsident des deutschen Rekordmeisters bekommt Rückendeckung von prominenter Stelle. Felix Magath stellte sich auf die Seite seines ehemaligen Chefs: "Wir müssen auf die organisierten Fans aufpassen, die einen immer größeren Einfluss auf die Vereinspolitik nehmen wollen."
Hoeneß war am Rande der Partie der Bayern gegen Borussia Mönchengladbach auf einem Plakat als "Lügner" verunglimpft worden. Einige Fans verübeln ihm, dass der Klub sich entgegen seiner Ankündigung auf der jüngsten Jahreshauptversammlung für die Rettung des Lokalrivalen 1860 München einsetzte. Die geplante Verpflichtung von Nationaltorwart Manuel Neuer von Schalke 04 stößt bei manchen Anhängern ebenfalls auf wenig Verständnis.
Dafür stehen die Spieler voll hinter ihrem Präsidenten und kritisieren die scharfen Attacken der Fans. "Uli Hoeneß ist ein großer Mann. Ich kenne Hoeneß sehr gut - und ich weiß, dass ihm das sehr wehtut. Wie kann man ihn nur beschimpfen? Ich kann das nicht verstehen, das ist nicht gut", sagte etwa Franck Ribéry der Münchner "tz".
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Philipp Lahm fügte hinzu, dass es "für uns Spieler irritierend" sei, "wenn Fans im Stadion Politik machen. Dafür gibt es die Jahreshauptversammlung. Buhrufe und Pfiffe stehen den Fans zu, aber Politik gehört nicht ins Stadion". Hoeneß gebe "seit drei Jahrzehnten alles für den Verein, sieht ihn wie eine Familie."
Mario Gomez sagte der "Bild": "Ich kann die Pfiffe gegen Hoeneß nicht verstehen. Er hat den Verein groß gemacht. Der Mann lebt für den Verein. Es ist schade, dass so etwas passiert."
Simon Müller von der Ultra-Gruppierung Schickeria, die zu den schärfsten Kritikern zählt, betonte indes im "Münchner Merkur", dass der Aktion beim Spiel gegen Gladbach "ein breiter Konsens" der Fans zugrunde liege. Die "breite Masse aus der Kurve" stütze die Kritik, das "Lügner"-Plakat sei nicht aus den Reihen der Schickeria gekommen. "Es ist nicht so, dass wir uns aus der Affäre ziehen wollen. Aber wir wollen Uli Hoeneß nicht stürzen und auch seine Verdienste nicht in Abrede stellen", sagte Müller.
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Quelle: sid
Werner schrieb:
am 7. April 2011 um 19:29:21
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Auch als Bayernhasser muß ich sagen,
nicht alle Fans über einen Kamm scheren, nicht die Fans - sondern * die Fans * hat was mit Geist zutun, auch bei Bayern München.
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Kritiker schrieb:
am 7. April 2011 um 19:28:12
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FCB
Auch beim FCB gilt der Ruf, wir sind das Volk bzw. die Fans die den FCB lieben und die autoritäre Darstellung des Vorstands nicht
akzeptieren. Der Niedergang kann aus einem Mangel an Transparens und Arroganz schnell an Tempo zulegen.
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wiener schrieb:
am 7. April 2011 um 19:27:32
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bayernfans
Ich würde die Schickeria doch eher als pubertierenden Kinderchor sehen........Schaut mal nach Schalke, Frankfurt, Dortmund usw.
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