13.02.2012, 09:00 Uhr
Mario Gomez (li.) entkommt Mathias Abe und erzielt den Führungstreffer. (Quelle: dpa)
Der FC Bayern München lässt Borussia Dortmund nicht enteilen. Nach dem sicheren Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals fuhr der deutsche Fußball-Rekordmeister zu Hause in der Liga einen souveränen 2:0 (2:0)-Erfolg gegen einen hoffnungslos unterlegenen 1. FC Kaiserslautern ein.
Mario Gomez (6. Minute) mit seinem 18. Liga-Saisontreffer und Thomas Müller (30.) nach fünf Monaten Torpause entschieden schon früh mit Kopfballtoren die Partie für die Münchner. Vor 69.000 Zuschauern durfte sich Trainer Jupp Heynckes über seinen 100. Bundesligasieg als Bayern-Coach freuen. Die Bayern bleiben damit zwei Punkte hinter Meister Borussia Dortmund Zweiter.
Mit "Esprit, Elan und Aggressivität", so hatte es Heynckes angekündigt, werde sein Team nach vorne spielen. Angetrieben von einem äußerst spielfreudig beginnenden Franck Ribéry, setzte die Mannschaft die Vorgabe des Trainers im Eisschrank Allianz Arena um. Einen Warnschuss des kleinen Franzosen (4.) konnte FCK-Keeper Kevin Trapp noch abwehren. Doch beim Kopfball des nach Ribéry-Flanke frei stehenden Gomez war auch der beste Lauterer machtlos.
Kaiserslautern strahlte nicht nur keine Torgefahr aus, sondern kam gegen gut pressende Bayern sogar meist nicht aus der eigenen Hälfte hinaus. Ein 18-Meter-Schuss von Thanos Petsos (40.) war alles, was die nunmehr seit elf Spielen sieglosen Pfälzer nach vorne zustande brachten. Auch wenn der FC Bayern nicht der Maßstab für die Roten Teufel ist - so steigt man ab.
Ganz anders die Münchner, die ihren Ballbesitz in Tore ummünzten. Im Pokal beim 2:0 in Stuttgart hatte Müller auf dem rechten Flügel noch als Vorbereiter geglänzt, diesmal beendete er nach Freistoß von Toni Kroos seine Torflaute per Kopf. 1162 Bundesliga-Minuten hatte der WM-Torschützenkönig auf sein Erfolgserlebnis warten müssen.
Müller hatte erneut den Vorzug vor Arjen Robben bekommen. Das sei "sehr bitter" für Arjen, erklärte Heynckes gegenüber LIGA total! vor der Partie. Doch nach der überzeugenden Vorstellung im Pokal hatte er keine Notwendigkeit für eine Änderung im Team gesehen. Robben wurde nach 56 Minuten von seinen Bank-Leiden erlöst und durfte dann zum 50. Mal in der Bundesliga ran.
Der Holländer präsentierte sich dann sehr entschlossen - wenngleich auch etwas eigensinnig. In der 67. Minute scheiterte der Niederländer aus spitzem Winkel an Trapp. Ein Pass in die Mitte wäre die bessere Alternative gewesen. Auch wenig später war Trapp der Sieger im Duell gegen den Turbo-Mann (70.), der zudem in der 80. Minute mit einem 17-Meter-Schuss scheiterte. Gegen Holger Badstuber (77.) verhinderte Trapp erneut eine höhere Lauterer Niederlage. Auf der Gegenseite musste sich Manuel Neuer bei Eiseskälte mit vielen Läufen und Dehnübungen zumindest ein bisschen warm halten.
Wie so oft zeigten sich die Lauterer als dankbarer Gegner in München. Nur gegen den Hamburger SV (123) bejubelten die Bayern mehr Heimtore als gegen die Pfälzer, die die Treffer 119 und 120 hinnehmen mussten. In der zweiten Spielhälfte fehlte den Platzherren allerdings auch die Entschlossenheit im Torabschluss. Beim Bemühen um Schadensbegrenzung fehlte den Gästen Abwehrmann Rodnei. Der Brasilianer war aus dem Kader gestrichen worden, weil er am Freitag zu spät zum Treffpunkt gekommen war.
21. Spieltag | ||||
VfL Wolfsburg | - | SC Freiburg | 3:2 | |
FC Bayern München | - | 1. FC Kaiserslautern | 2:0 | |
SV Werder Bremen | - | TSG 1899 Hoffenheim | 1:1 | |
Borussia Dortmund | - | Bayer Leverkusen | 1:0 | |
VfB Stuttgart | - | Hertha BSC | 5:0 | |
1. FSV Mainz 05 | - | Hannover 96 | 1:1 | |
Borussia Mönchengladbach | - | FC Schalke 04 | 3:0 | |
FC Augsburg | - | 1. FC Nürnberg | 0:0 | |
1. FC Köln | - | Hamburger SV | 0:1 | |
Quelle: dpa
Caesor schrieb:
am 11. Februar 2012 um 18:50:25
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A. Robben
Es ist ja verständlich, dass Arjen Robben seine feurigen Trippelkombinationen gerne mit persönlichem Torerfolg abschließen
möchte. Und natürlich ist es auch irgend wie leichter, sich bei seinen Sturmläufen direkt aufs Tor zu fokussieren, als auch noch die Mitspieler einzubeziehen. Aber nach seinen bisherigen Erfahrungen müsste er eigentlich allmählich zur Erkenntnis kommen, dass er mit primär uneigennützigen Beiträgen zum Mannschaftserfolg z.Zt. mehr punkten könnte.
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