09.09.2010, 08:58 Uhr | t-online.de
Horst Heldt ist froh, nun beim FC Schalke 04 arbeiten zu dürfen. (Foto: imago)
Der Wechsel von Sportdirektor Horst Held vom VfB Stuttgart zum FC Schalke 04 hat Anfang Juli für Zoff zwischen den beiden Vereinen gesorgt. Der frühere Bundesligaprofi soll sich damals freigekauft haben, um seinen Abgang zu den Königsblauen möglich zu machen. Nach knapp zwei Monaten beim Ruhrpott-Klub kritisierte Heldt nun seinen Ex-Verein.
"Stuttgart ist wie Schalke ein Traditionsverein. Ein gravierender Unterschied zwischen beiden Klubs besteht darin, dass Schalke bundesweit Sympathien genießt", sagte der 40-Jährige den "Ruhr Nachrichten". Heldt ist glücklich, nun auf Schalke als rechte Hand von Trainer Felix Magath agieren zu können: "Schalke ist hinter dem FC Bayern der zweitgrößte Sportverein in Deutschland. Die Entscheidung, den VfB Stuttgart nach vier Jahren in verantwortlicher Tätigkeit verlassen zu haben, bereue ich auf keinen Fall. Ich bin stolz, jetzt bei einem Klub wie Schalke arbeiten zu dürfen."
Das frühere VfB-Vorstandsmitglied hat keine Bedenken, dass sein Ruf unter dem Wechsel-Hickhack gelitten habe. "Ich habe versucht, einen sauberen Abgang zu finden, aber das ist mir leider nicht so ermöglicht worden, wie ich es mir erhofft habe. Es war damit zu rechnen, dass die öffentliche Wahrnehmung eine andere sein wird als der tatsächliche Ablauf", sagte Heldt.
Den zweifachen Nationalspieler stört nicht, das er jetzt den Schwarzen Peter hat: "Die Gründe für meinen Entschluss sollten intern bleiben. Im anderen Fall hätte es zwar ein breiteres Verständnis für meine Motive gegeben, aber vielleicht auf Kosten anderer beteiligter Personen. Das wollte ich nicht. Sollte jedoch in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden sein, ich hätte während meiner Managertätigkeit in Stuttgart vieles falsch gemacht, muss ich das in Kauf nehmen, aber der Eindruck wäre nicht richtig."
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Trotz aller Irritationen um seinen Abgang denkt Heldt gerne an seine Zeit in Stuttgart zurück: "Fakt ist, dass ich in Stuttgart die erste Möglichkeit bekommen habe, als Manager zu arbeiten. Dafür bin ich dem Verein unendlich dankbar." Die Schwaben wurden während seiner Zeit als Manager 2007 Deutscher Meister und erreichten zweimal die Champions League. Die europäische Königsklasse ist auch mit Schalke das erklärte Ziel.
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Quelle: t-online.de
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