29.10.2009, 10:20 Uhr
Die GEW kauft Kommanditanteile an der Schalker Stadionbesitzgesellschaft. (Foto: imago)Der finanziell angeschlagene FC Schalke 04 atmet auf und kann der Nachlizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) beruhigt entgegensehen. Dem Verein fließen durch einen überraschenden Deal 25,5 Millionen Euro zu. "Die nun getroffene Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt, die wirtschaftlichen Strukturen des Klubs langfristig wieder auf eine gute Basis zu stellen", sagte der Schalker Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies.
Die Königsblauen haben mit der Gelsenkirchener Gesellschaft für Energie und Wirtschaft (GEW), die sich mit 20 Millionen Euro engagiert, und einem "bedeutenden nationalen Kreditinstitut", ein Abkommen getroffen, erklärte der Klub.
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Die Vereinbarung besteht aus zwei Bestandteilen: Der Verein verkauft für15 Millionen Euro Kommanditkapital an der Arena an seine Vertragspartner. Nach zehn Jahren kann der FC Schalke 04 diese Anteile zurückerwerben. Zudem gewähren die Vertragspartner der Arena-Gesellschaft Darlehen in Höhe von 10,5 Millionen Euro. Dadurch kann dieses Unternehmen Darlehen in gleicher Höhe wieder an den FC Schalke 04 zurückführen. Die Vereinbarung sei von allen Vorständen und Geschäftsführern unterschrieben, muss aber noch von unterschiedlichen Gremien genehmigt werden.
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Nach dem neuen Geldfluss soll der Schalker Konsolidierungskurs fortgeführt werden - auch im Bereich der Lizenzspieler. "Wir haben durch den Deal, die Möglichkeit das Gehaltsgefüge ganz in Ruhe zurückzuführen. Wir werden spätestens zu Beginn der neuen Saison das Gehaltsvolumen deutlich reduzieren", erklärte Trainer und Manager Felix Magath. In Zukunft werde man weiter junge Spieler in die Mannschaft integrieren und dadurch die Kosten senken. Auch andere Verkaufsaktionen, beispielsweise von Cateringrechten, bieten dem Revierklub weiteres Sparpotenzial.
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Mit dem 25,5-Millionen-Euro-Geschäft ist der weitere Spielbetrieb gesichert. "Die laufende Saison 2009/2010 ist durchfinanziert. Ein weiterer Verkauf von Rechten, Anteilen oder Spielern ist aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus nicht notwendig", sagte Vereins-Finanzvorstand Peter Peters. Schalke halte zudem alle Verpflichtungen aus dem Lizenzvertrag mit dem Ligaverband ein. "Das Thema der finanziellen Neustrukturierung ist hiermit nicht beendet", ergänzte Peters.
Der Spielbetrieb soll nach Klub-Angaben nicht von den jetzigen Einnahmen abhängig gewesen sein. "Die Lizenz des FC Schalke 04 war nicht gefährdet. Die laufende Saison ist sauber durchfinanziert und auch die nächsten Jahre sind für uns gesichert", betonte Peters. Er sehe dem laufenden Nachlizenzierungsverfahren von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) "gelassen entgegen". Schalke halte Verpflichtungen aus dem Lizenzvertrag mit dem Ligaverband ein, hieß es.
Der Verein nannte erneut Eckdaten seiner aktuellen Finanzstruktur. Demnach hatte Schalke in seiner für das Kalenderjahr 2008 erstellten und veröffentlichten Bilanz zum 31. Dezember 2008 Gesamt-Verbindlichkeiten in Höhe von 137 Millionen Euro. Die Arena-Gesellschaft hatte zum gleichen Zeitpunkt Gesamt-Verbindlichkeiten von insgesamt 113 Millionen Euro. Durch den Verkauf der Kommandit-Anteile würden die Gesamt-Verbindlichkeiten des "Konzerns FC Schalke 04" künftig um die Verbindlichkeiten der Arena-Gesellschaft reduziert, da der Vereins-Anteil auf unter 50 Prozent sinken wird.
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Quelle: dpa
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