09.05.2010, 13:32 Uhr | t-online.de
Felix Magath hat wieder einmal Erstaunliches geleistet. (Foto: imago)
Ein Kommentar von Patrick Rutishauser
Er verblüfft die Fußball-Fans jedes Jahr aufs Neue. Felix Magath führt seine Trainertätigkeit derart erfolgreich aus, dass es schon unheimlich wirkt. Er ist der „Alles-Richtig-Macher“. Den ganz großen Wurf hat er mit Schalke 04 zwar knapp verfehlt, dennoch hätte zu Beginn der Saison wohl jeder Anhänger der Königsblauen den zweiten Platz in der Liga mit Kusshand genommen.
Wolfgang Felix Magath war als Trainer schon vorher erfolgreich: 1995 wurde er mit dem Hamburger SV Fünfter, qualifizierte sich für den UEFA Cup. Den Club aus Nürnberg führte der gebürtige Aschaffenburger 1998 in die Bundesliga, in der Winterpause 1999 übernahm er Eintracht Frankfurt als Liga-Schlusslicht und rettete den Verein am 34. Spieltag. In der Rückrundentabelle belegte die SGE einen beachtlichen dritten Platz. Magath selbst bezeichnet diesen Erfolg als den größten seiner Laufbahn. Mit Stuttgart wurde er 2003 Vize-Meister, danach zog es "Quälix" zum FC Bayern München, wo er 2005 und 2006 das Double aus Meisterschaft und Pokal holte.
Endgültig zum Super-Trainer wurde Magath als er die graue Maus Wolfsburg in nur zwei Jahren zum Deutschen Meister machte und dem VfL damit den größten Erfolg seiner Geschichte bescherte. Doch anstatt sich auf seinen Erfolgen auszuruhen, zog der Fußballlehrer weiter nach Gelsenkirchen, das im vergangenen Jahr nur Achter im Oberhaus wurde. Magath kam zu einem Klub, der seit über 50 Jahren auf die Meisterschaft wartet, einem Klub, der verschuldet ist und einem Klub, bei dem es häufig hoch hergeht zwischen Mannschaft und Fans.
Doch kaum war der frisch gebackene Meistertrainer auf Schalke angekommen, krempelte er seine Hemdsärmel hoch und den Klub um: Magath setzte auf die Jugend und integrierte Spieler wie Christoph Moritz (20 Jahre alt), Lukas Schmitz (21), Benedikt Höwedes (22) und den 18-jährigen Joel Matip in die Mannschaft. "Schalke hatte kein funktionierendes Team und hat letzte Saison so viel Geld ausgegeben, dass nichts mehr übrig war. Ich habe dann die Ressourcen genutzt und drei vier Spieler aus der Amateurmannschaft geholt", sagte Magath im aktuellen Sportstudio.
Gleichzeitig erhöhte der 56-Jährige dadurch den Druck auf die arrivierten Spieler. Denn bei Magath sitzt man ganz schnell mal auf der Bank, wenn man seine Leistung nicht bringt. Und das hat gewirkt. Kevin Kuranyi, in der vergangenen Saison noch von den eigenen Fans ausgepfiffen, spielte die beste Saison seines Lebens, erzielte 18 Tore für den S04. Jefferson Farfan zeigt endlich, wofür er geholt worden ist und selbst Problemfälle wie Ivan Rakitic ordnen sich dem disziplin- und layolität-orientierten Führungsstil Magaths unter. Erwähnt sei auch, dass in den Langzeitverletzten Jermaine Jones und Christian Pander wichtige Spieler fehlten.
Eigentlich sollte der schon fast unheimliche Erfolg des Felix Magath keinen mehr wundern. Doch dass er nach dem Meisterschafts-Coup mit Wolfsburg auch mit einem Verein, der rote Zahlen schreibt, wieder sofort um die Schale kämpfen kann, ist schon bemerkenswert. Bereits am 32. Spieltag sicherte er den Königsblauen den zweiten Platz und damit die direkte Qualifikation für die europäische Königsklasse.
Die Anhänger auf Schalke wissen, was ihre Mannschaft in dieser Saison geleistet hat. Sie feierten die Spieler und selbstverständlich auch den Erfolgstrainer nach der Pleite gegen Bremen trotz der verspielten Meisterschaft euphorisch.
Der dreimalige Trainer des Jahres (2003, 2005, 2009) hat auch 2010 wieder herausragende Arbeit abgeliefert. Angesichts der finanziellen Situation auf Schalke wird Magath auch in der kommenden Saison wieder tief in die Trickkiste greifen müssen, um im Titelrennen eine Rolle zu spielen. Doch wer traut dem Schlitzohr nicht zu, das Unmögliche auf Schalke möglich zu machen? Vielleicht können die Königsblauen froh sein, dass es 2010 noch nicht zum Titel gereicht hat, denn sonst wäre Magath sicherlich schon wieder auf der Suche nach der nächsten großen Herausforderung.
Quelle: t-online.de
volker schrieb:
am 13. Mai 2010 um 12:07:26
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Magath
Wieder mal blöde Bayern komentare 200 Mil. ja was ist das den zieht mal das stadion ab huch und dann? Felix macht gute Arbeit und er
setzt auf deutsche jugend und schaut euch euer billiges stadion an einfach nur billig man wird naß wenn es Regnet und bei uns Eishockey-WM Stockcar Rennen Oper alles auf Schalke und halt richtige fans die zu Trainer und der Manschaft stehen last ihn mal arbeiten und wir werden es kommt zeit kommt Meisterschaft.
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snoopy schrieb:
am 12. Mai 2010 um 13:50:43
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professionell
wer felix mal kennengelernt hat weiss, dass er seinen beruf nicht nur liebt sondern lebt und er zeigt seinen profis was es
bedeutet mit der murmel am fuss umherzuspringen, und dafuer die grosse gage zu kassieren. der mann kann ueber jede kritik erhaben sein, wer dreimal aussenseiterclubs ohne scheckbuch und grosser fresse in der tabellenspitze etabliert muss wohl irgendwas richtig machen....
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triple9 schrieb:
am 12. Mai 2010 um 13:14:01
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Magath
der Trainer hat doch alles Richtig gemacht!
lasst den Mann seine Arbeit machen und Schalke in Ruhe!!!!!
Die Bayern sind doch auf jeden
neidisch der ihnen die Schau stielt!!!
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