31.01.2011, 15:49 Uhr | t-online.de
Hat Felix Magath sich endgültig verrechnet? (Foto: imago)
Ein Kommentar von Jan Vogel
Dzeko, Raul, Grafite und Misimovic: Felix Magath hat in den letzten Jahren bei Transfers einige Male ein goldenes Händchen bewiesen. Ein Trainergenie ist er deswegen noch lange nicht, denn noch viel öfter lag er gründlich daneben. Sein Konzept beruht auf banaler Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Magath geht Jahr für Jahr, Transferperiode für Transferperiode mit einem großen Einkaufszettel in der Hand und der Haushaltskasse in der Tasche zum Großmarkt. Und immer hat er am Ende viel mehr gekauft, als er eigentlich braucht. Meist auf dem Wühltisch - Angelos Charisteas und Ali Karimi lassen grüßen.
In den letzten dreieinhalb Jahren bei Wolfsburg und Schalke holte Magath zusammen knapp 60 Spieler von anderen Vereinen (Quelle: transfermarkt.de). Die hochgezogenen Spieler aus der eigenen Jugend wie Joel Matip oder Julian Draxler und von Ausleihen zurückkehrende Kicker wie Albert Streit, Isaac Boakye oder Carlos Grossmüller sind dabei noch nicht einmal mit eingerechnet. Durchatmen. 60 Spieler.
Man muss sich das im Hinblick auf die Teams vergegenwärtigen, die mit Wolfsburg oder Schalke auf Augenhöhe stehen. So holte der heutige Tabellenführer aus Dortmund im gleichen Zeitraum 27, der Hamburger SV 33 und der VfB Stuttgart 30 neue Spieler.
Magaths Politik des orgiastischen Transferierens folgt einem banalen mathematischen Gesetz: Die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Transfer erhöht sich, je größer die Gesamtzahl der Verpflichtungen ist.
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Deshalb ist das, was er macht, keine große Trainer-Kunst. Der Großteil der aktuellen Bundesligatrainer könnte, mit den gleichen finanziellen Möglichkeiten und entsprechender Entscheidungsgewalt ausgestattet, mit dem VfL Wolfsburg einen Titel holen. Spieler wie Dzeko, Grafite oder Misimovic standen zudem auch bei anderen Klubs auf dem Zettel.
Fakt ist: In der letzten Zeit war das Glück nicht mehr auf Magaths Seite, das Bild des Erfolstrainers bröckelt. Während Wolfsburg zwei Jahre nach dem Meistertitel vor einem personellen Scherbenhaufen steht, geht die Transferrausch-Rechnung in Gelsenkirchen bereits jetzt schon nicht mehr auf.
Quelle: t-online.de
Wilfried schrieb:
am 31. Januar 2011 um 21:35:41
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"Felix Magath: Lost in Transaction
bin mal gespannt wie lange das noch gut geht auf Schalke, ein Konzept sieht anders aus....
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fazer-racer67 schrieb:
am 31. Januar 2011 um 20:42:40
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Magath
Wenns Spieler bei Aldi gäbe würde Magath alle Einkaufswägen belegen! Unsinniger Größenwahn, Realitätsverlust!
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Wonti schrieb:
am 31. Januar 2011 um 20:41:54
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Felix M.
wenn man eine komplette Abwehr verscherbelt mit der man Vizemeister geworden ist, muß man sich nicht wundern das alles den Bach
runtergeht. Die vielen Panikkäufe die er dann getätigt hat haben nur Geld gekostet, nicht jedoch den erhoften Erfolg gebracht. Und wenn ich dann noch höre wir sind im Umbruch. Mit wem und wann soll das abgeschlossen sein ?
Da setzt man Hoffnungen auf einen 17 Jährigen Names Draxler. Ob der gut wird weis niemand. Er hat ja nur ein paar Mal gespielt bisher.
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