03.01.2012, 20:26 Uhr
Felix Magath verfolgt ein Konzept mit dem VfL Wolfsburg - doch welches? (Quelle: imago)
Kennen Sie noch Rick Hoogendorp, Mame Niang oder Alexander Laas? Was sagen Ihnen Danilo Avelar, Tore Reginiussen und Besart Ibraimi? Diese relativ unbekannten Namen gehören Spielern, die allesamt von Felix Magath transferiert worden sind. Als Trainer, Manager und Geschäftsführer des FC Schalke 04 und aktuell wieder des VfL Wolfsburg, stand und steht er stets für das Gegenteil einer ausgewogenen Transferpolitik. Seit er in der Saison 2007/2008 in Wolfsburg anheuerte, hat Magath in der Bundesliga über 150 Spieler hin- und hertransferiert. Eine, zumindest in quantitativer Hinsicht, beeindruckende Bilanz.
Besonders in der Winterpause kommt der 58-Jährige regelmäßig richtig in Fahrt. Denn läuft es nicht gut, macht er seine Spieler dafür verantwortlich. Auch aktuell krempelt er nach einer enttäuschenden Wolfsburger Hinrunde seinen Kader gehörig um. Drei neue Akteure sind mit Petr Jiracek, Slobodan Medojevic und Ferhan Hasani bereits da, zwei weitere im Anflug, vier stehen auf der Einkaufsliste: Magath in Hochform.
Bereits in der Sommerpause hatte der Coach der Wolfsburger ordentlich zugeschlagen und setzte dabei auf Routiniers wie Hasan Salihamidzic, Sotirios Kyrgiakos, Thomas Hitzlsperger und Alexander Hleb. "Ich habe es mit jungen Spielern versucht, doch die Vorbereitung hat gezeigt, dass es Probleme gibt." Kyrgiakos und Hleb konnten in der Hinrunde nicht überzeugen und stehen wieder zum Verkauf beziehungsweise sind schon wieder weg.
Dies verdeutlicht ein Problem der Magath'schen Transferpolitik: Wenn man vor allem Quantität statt Qualität einkauft, ist öfter mal ein Fehlgriff dabei. Bei der Menge an Transfers in Wolfsburg und Schalke waren dies so einige: Junmin Hao, Albert Streit, Ze Roberto II, Nicolas Plestan, Peter Pekarik, Christian Zaccardo, Mahir Saglik, Bogdan Müller oder Bernd Korzynietz sind nur ein verschwindend geringer Teil einer langen Liste.
Magath hat jedoch auch immer wieder ein gutes Händchen bewiesen. Stellvertretend dafür stehen Leute wie Edin Dzeko, Josue, Zvjezdan Misimovic, Klaas-Jan Huntelaar, Raul oder Joel Matip.
Die vielen Transfers wären ohne die Unterstützung seiner Vereine aber nicht möglich gewesen. Auf Schalke, vor allem aber in Wolfsburg konnte sich Magath finanziell ungeniert ausleben. Dem Wolfsburger Hauptsponsor Volkswagen war jeder Wunsch des Trainers und Managers Befehl. Zu Schalker Zeiten war nur der Aufsichtsrat ein gewisses Hindernis.
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In der aktuellen Winter-Transferperiode scheint Magath seine Strategie zu ändern. Die hohe Menge an Neuverpflichtungen bleibt weiterhin konstant, doch der Coach der Wölfe setzt nun auf Perspektivspieler statt auf Routiniers. "Wir haben uns besonders nach jungen Spielern umgesehen", sagte Magath.
Bricht damit eine neue Epoche in Wolfsburg an? Wohl nicht, macht Magath doch klar, dass es auch weiterhin nicht ohne Verstärkungen von Außen geht. Zu neuen Spielern aus der eigenen Jugend hat er eine klare Meinung: "Es ist schwierig, solange der Rest der Mannschaft nicht stabil ist." Für die Instabilität ist dank regelmäßiger Umbrüche der Mannschaft auch bestens gesorgt.
Unterdessen zeigte sich Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wegen der drei neuen Spieler des VfL leicht verwirrt. "Ich tue mich schwer, mir alle Namen zu merken, aber ich weiß, wer woher kommt", sagte der Chef von Europas größtem Autokonzern am Rande des VfL-Trainings. Ihren zweiten Trainingstag beim Bundesligisten, der eine hundertprozentige VW-Tochter ist, absolvierten unter den Augen von Winterkorn der Tscheche Petr Jiracek, der Mazedonier Ferhan Hasani und der Serbe Slobodan Medojevic.
"Ich wollte die Gelegenheit nutzen, der Mannschaft ein gutes neues Jahr zu wünschen und um mal zu sehen, wie sich die Neuen anstellen", sagte Winterkorn: "Ich muss sagen, sie hinterlassen einen guten Eindruck." Das Trio bezeichnete er als "Beginn des Neuaufbaus". Der serbische Mittelfeldspieler Medojevic (21) kam von FK Vojvodina Novi Sad und unterzeichnete in Wolfsburg bis 2015. Der mazedonische Stürmer Hasani (21) spielte zuletzt bei FK Shkendija Tetovo und erhielt einen Kontrakt bis 2014. Der tschechische Nationalspieler Jiracek von Viktoria Pilsen war bereits Ende Dezember verpflichtet worden.
Kaum hatte sich Winterkorn mit dem Trio auseinandergesetzt, kam der nächste Neue hinzu. Wie der "kicker" vermeldet, brachten die Niedersachsen den Transfer mit Vieirinha unter Dach und Fach. Der Portugiese kommt von PAOK Saloniki und soll die Außenbahn besetzen. Der 25-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2015 beim VfL.
Mit Ibrahim Sissoko (Academica Coimbra) und Giovanni Sio (FC Sion) deuten sich bereits die nächsten Verpflichtungen der Wolfsburger an. Beide Spieler sollen am Dienstag auf der Geschäftsstelle des Bundesligisten gewesen sein.
Quelle: t-online.de
Michael schrieb:
am 3. Januar 2012 um 20:46:13
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Und immer noch......
Magath handelt doch nur nach dem etwas abgewandelten VW-Slogan: Und er kauft und kauft und kauft......! Erhofft doch
nur, irgendwann mal wieder einen Treffer zu landen und das kann leider sogar, bei seinem Fleiß, mal der Fall sein! AUf der anderen Seite schert sich M. einen Dreck um seine Spieler, deren Hoffnungen er zerstört! Früher oder später wird Magath an dem nächsten Fall Enke schuld sein! Entschuldigung Robert, dass ich Dich hier nenne!!!! Aber Magath ist und bleibt ein Schwein!
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Transferkönig schrieb:
am 3. Januar 2012 um 20:24:15
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Magath
Bei 150 Transfers hat er eben 145 Fehler gemacht und wird dafür mit Millionen belohnt. Ein Magath in die Regierung!
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Spieler schrieb:
am 3. Januar 2012 um 20:18:16
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Trainer
Magath, Daum, Skibbe, Matthäus, Dutt..., jeder auf seine Weise. Noch Fragen?
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