06.06.2011, 09:17 Uhr
Sportdirektor Frank Arnesen plant die Zukunft des HSV. (Foto: dpa)
Für knapp 150 Euro kann man dieser Tage von Hamburg aus zum Shopping nach London fliegen. Zwar reist der Sportchef des HSV, Frank Arnesen, wohl nicht in der preislichen "Holzklasse", doch gemessen daran, wie oft der Däne derzeit zwischen den beiden Metropolen hin und her jettet, könnte sich ein Blick auf die Angebote der sogenannten Billig-Airlines bald lohnen. Ob Michael Mancienne, Jacopo Sala oder Gökhan Töre: Arnesen treibt den personellen Umbruch beim HSV unter tatkräftiger Mithilfe der Nachwuchsabteilung des FC Chelsea voran.
Nicht nur das junge Alter der Spieler, sondern auch Arnesens gute Kontakte zu seinem ehemaligen Arbeitgeber helfen, die Ablösesummen für die Chelsea-Youngster in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Mancienne kostet knapp zwei Millionen Euro, insgesamt sollen die drei Kicker im Paket nicht mehr als 2,5 Millionen Euro kosten, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Außerdem drücken die Nachwuchskräfte endlich den hohen Altersschnitt beim HSV nach unten: Mancienne ist mit 23 Jahren der Älteste der drei, Sala und Töre sind 19.
Mit Jeffrey Bruma steht zudem ein weiterer 19-jähriger des FC Chelsea auf dem Wunschzettel Arnesens. Der Defensivallrounder ist noch auf Länderspielreise mit den Niederlanden, sobald er zurückkehrt, soll auch dieser Deal fix gemacht werden.
HSV-Coach Michael Oenning soll die Youngster von der Insel kurz- oder mittelfristig an die erste Elf heranführen. "Wir dürfen nicht nur auf heute schauen. Wir müssen schon jetzt unsere Spieler für morgen entwickeln. Und da ist Michael genau der richtige Mann", erklärte Arnesen kürzlich.
Die Perspektiven der drei Neuzugänge sind verschieden. Der Italiener Sala wird wohl zunächst in der U23 seine Einsatzzeiten bekommen. Gleiches gilt für den Deutsch-Türken Töre, von ihm als gebürtigem Kölner erhoffen sich die HSV-Verantwortlichen jedoch, dass die Eingewöhnungsphase nicht allzu lange dauert. Von Mancienne wird erwartet, dass er sich direkt bei den Profis durchbeißt, womöglich als Stammkraft in der Innenverteidigung. Der Defensiv-Allrounder sammelte zuletzt als Leihspieler bei den Wolverhampton Wanderers Premier-League-Erfahrung.
Die Stimmung in Hamburg schwankt zwischen Hoffen und Bangen, wenn es um die derzeitigen Transferaktivitäten geht. Der Großteil des HSV-Umfeldes vertraut auf die Fachkompetenz und das Insiderwissen Arnesens, von dem man hofft, dass er die Rosinen aus Chelseas Akademie herauspickt und mit der ersehnten Verjüngungskur auch eine Rückkehr in die Erfolgsspur im Stile Borussia Dortmunds einleitet.
Einige Skeptiker betonen, dass die Verantwortung nahezu exklusiv in den Händen des Dänen liegt. Denn die verpflichteten Talente gelten als vielversprechend, jedoch müssen sie ihre Klasse erst noch beweisen. Geht das Experiment schief, wird sich der Bundesliga-Neuling Arnesen womöglich allein verantworten müssen.
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Quelle: t-online.de , dpa
Tom schrieb:
am 6. Juni 2011 um 20:35:43
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HSV
Und naechstes Jahr gehts in Liga 2, dann wird man sehen, was die Verjuengung gebracht hat....
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Hamburger schrieb:
am 6. Juni 2011 um 20:03:44
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Arnesen
Dieser Schnitt hätte schon viel früher gemacht werden müssen. Schlechter kann es ja nicht werden! Also, "klagt nicht, kämpft"! NUR DER HSV
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HSVfan schrieb:
am 6. Juni 2011 um 19:56:54
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Arnesen
Der soll das erstmal machen ich sehe da keine Probleme den wie man weiß sind junge Spieler die Zukunft und man muss nur auf die
Tabelle schauen (siehe Dortmund) das man auch mit einer jungen Truppe was erreichen kann!
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