20.04.2011, 12:36 Uhr
Frank Schaefer (li.) geht und lässt Volker Finke ratlos zurück. (Foto: dpa)
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Frank Schaefer hat gehandelt, wie es seinem Charakter entspricht. Konsequent, geradlinig, ehrlich. Sein Abgang ist die logische Folge aus allen schlechten Eigenschaften, die die Medienstadt Köln und ihr FC auf sich vereinen. Verein und Umfeld, beide haben dafür gesorgt, dass der von den Fans so geliebte Erfolgstrainer schon nach einem halben Jahr das Handtuch geworfen hat. Typisch kölsch! (Foto-Show: Das sind die Trainerkandidaten beim 1. FC Köln)
Es war ein groteskes Possenspiel, das sich in Köln zuletzt abgespielt hat. Einerseits klopften sie dem Sieben-Heimsiege-in-Serie-Trainer auf die Schultern. Und andererseits sorgten sie dafür, dass der bekennende Katholik deswegen plötzlich als Sonderling wahrgenommen wurde. Kurzum: Frank Schaefer wurde gefeiert und gleichzeitig medial an die Wand gepresst. Vom Boulevard, aber auch von den Verantwortlichen des FC selbst. Und weil sie alle den Charakter dieses Mannes kannten, hätten sie seine Entscheidung vorhersehen können: den Rückzug.
Ohne Not, ohne Grund und ohne Gespür für die Person Frank Schaefer haben die Kölner Verantwortlichen höchstselbst die Diskussion losgetreten, die zum Abschied des 47-Jährigen geführt hat. Ob absichtlich oder nicht: Mit diesen Äußerungen fiel die FC-Führungsetage dem Trainer in den Rücken. Sie konterkarierten allen Absprachen, die zwischen Verein und Trainer getroffen und kommuniziert worden waren. Und naiv waren sie obendrein.
Denn in Köln sind Äußerungen wie jene von Volker Finke zur Religiosität des Trainers eine Steilvorlage für den Boulevard. Und weil es den Medien am Geißbockheim ohnehin schon lange zu ruhig geworden war, stürzten sie sich auch gleich wie die Geier auf die "Glaubensfrage". Das Ergebnis: eine sinnfreie Diskussion, die am Kern der Person Schaefer vollkommen vorbei ging. Am Ende bestärkte sie ihn nur in seiner Befürchtung: Bundesligatrainer, das ist nicht seine Welt! Dann lieber wieder Trainer der U23 mit geringeren Bezügen, aber wenigstens Ruhe und Frieden für sich und seine Familie.
Der Rückzug Schaefers ist katastrophal für den FC. Der Verein ist zurück im Chaos, selbstverschuldet und von medialer Brutalität getrieben. Köln bleibt ein Phänomen. Auch nach vier Abstiegen hat es scheinbar noch niemand kapiert: Die Stadt benötigt die Marke 1. FC Köln in Liga eins. Doch der Geißbock wird in beängstigender Regelmäßigkeit lächerlich gemacht. So wie jetzt, da sein bester Hirte, Frank Schaefer, verjagt wurde. Typisch kölsch eben.
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Quelle: t-online.de
Wolfgang schrieb:
am 20. April 2011 um 21:30:42
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Schäfer
Da hat man mal einen guten Trainer nach vielen Jahren und kriegt es nicht auf die Reihe, daraus etwas Vernünftiges aufzubauen.
Stattdessen wieder Elitenamen über Elitenamen und am Ende sicherlich der Abstieg. Wenn nicht dieses, dann sicher im nächsten Jahr. Aber was soll man von Jahrhundertstümpern schon erwarten. Alles Dreck und Unvermögen. Aber das ist ja nicht neu. Ein Traditionsverein, man war ja mal mehr. Und will die Realität bis heute nicht wahr haben. Eigentlich schade!
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Günther schrieb:
am 20. April 2011 um 20:14:08
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Schäfer
der gesamte vorstand einschließlich volker finke entsorgen.so schnell
wie möglich.
der abstieg kommt entweder diese saison oder nächste saison.
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Hans Oliger schrieb:
am 20. April 2011 um 19:20:10
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Schäfer
Frank Schäfer hat alles richtig gemacht.Overath sollte seine Einstellung zum Finke ändern,ansonsten Aufwiedersehen in der
2.Liga!
Und der Trainer der jetzt im Gespräch ist ,sollen sie auf den Müllplatz stellen!
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