17.03.2010, 16:27 Uhr | Marc Merten
Hertha BSC vor Abstieg: Gehen Preetz und Funkel bald getrennte Wege? (Foto: ddp) (Quelle: imago)
Acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, neun Punkte auf das rettende Ufer – für Hertha BSC Berlin gehen in der Bundesliga langsam die Lichter aus. Nach außen hin stützt Hertha-Manager Michael Preetz weiterhin Trainer Friedhelm Funkel. Intern aber muss er bereits für Liga zwei planen. Und weil sich der Kontrakt mit Funkel nur im Falle des Klassenerhalts verlängert und den Fans bei einem Abstieg kaum mehr vermittelbar wäre, muss Preetz bereits nach einem Nachfolger fahnden.
Preetz dementiert Trainer-Suche
Berliner Medien zitierten Preetz bereits mit den Worten „Ja, ich suche einen Trainer für die neue Saison.“ Demnach hätten die Entscheidungsträger intern bereits die beiden Lokalhelden Kjetil Rekdal und Eyjölfur Sverrisson, U19-Trainer René Tretschok sowie Ex-Nürnberg-Coach Michael Oenning als mögliche Nachfolger Funkels diskutiert. Eine Meldung, die der Manager umgehend dementierte und darauf verwies, dass er, solange es noch eine Chance auf den Klassenerhalt gäbe, nicht über einen anderen Trainer als Friedhelm Funkel nachdenken würde.
Funkels Bilanz lässt kaum hoffen
Funkels bisherige Bilanz bei der Hertha liest sich hingegen wenig verheißungsvoll. Aus 19 Spielen unter seiner Führung holte die Mannschaft nur zwölf Punkte, liegt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und verlor die letzten drei Bundesligaspiele, zuletzt gegen Mitkonkurrent Nürnberg. Das weiß auch Preetz. „Der Trainer erreicht die Mannschaft. Wir sehen aber auch, dass wir die Ergebnisse nicht haben.“ Ergebnisse, die weder für eine erfolgreiche Aufholjagd noch für eine Weiterverpflichtung von Funkel als Trainer auch in der zweiten Liga sprechen.
„Zu früh, an die Öffentlichkeit zu gehen“
So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass den Neubeginn in Liga zwei ein neuer Mann an der Seitenlinie vollziehen wird. Auch, wenn Preetz das nach außen hin nicht bestätigt. Der Verein forciere zwar die Planungen für eine mögliche Spielzeit in der 2. Liga, es sei aber noch zu früh, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen.
Gegenbauer erhöht Druck
Dass Preetz bei diesen Planungen auf den Faktor Zeit setzt, ist aber nicht nur der Hoffnung geschuldet, dass sich die Hertha in letzter Sekunde doch noch retten könnte. Der Nachfolger von Dieter Hoeneß kann sich weitere Fehlschüsse kaum erlauben, nachdem er bereits für seine Kaderzusammenstellung zu Saisonbeginn harsche Kritik einstecken musste und der Trainerwechsel bisher nicht die erhoffte Wende gebracht hat. Hertha-Präsident Werner Gegenbauer jedenfalls stellt klar, in wessen Verantwortungsbereich die Trainersuche – und der damit verbundene Erfolg oder Misserfolg – fällt. „Es ist Aufgabe von Michael Preetz zu bestimmen, mit wem er arbeitet.“
Preetz bleibt auch bei Abstieg
Noch steht Preetz selbst nicht zur Diskussion, und wenn es nach ihm geht, soll das auch so bleiben. Preetz bestätigte, dass er auch im Falle eines Abstiegs Sport-Geschäftsführer bleiben und seinen bis 2012 gültigen Vertrag erfüllen wolle.
Marc Merten
Andreas Rottleb schrieb:
am 22. März 2010 um 01:00:52
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Hertha BSC
Ich denke zur Hertha muss ein Trainer kommen der zur Mannschaft paßt und zu Hertha BSC hat nun einmal am besten Jürgen Röber
gepasst. Da Jürgen Röber aber nicht zur Verfügung stehen muß ein Trainer her, der eine Berliner Mentalität besitzt und sich mit der Mannschaft und dem Verein identifiziert. Vielleicht sollte Michael Preetz einen sogenannten Schleifer holen der den überbezahlten Profis zeigt, was mit ihnen passiert wenn sie sich nicht bedingungslos in die Sache von Hertha BSC stür
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jojo schrieb:
am 20. März 2010 um 14:49:56
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Höneß
Höneß weg hertha weg
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Jojo27 schrieb:
am 19. März 2010 um 21:30:39
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Hertha BSC: Preetz plant für Liga zwei
Berlin ist wahrscheinlich die erste Haupstadt in Europa, die keinen Verein in der höchsten
Spielklasse aufbieten kann. Bei so viel Misswirtschaft in den letzten Jahren bei Hertha BSC, sollte man vielleicht darüber nachdenken, den Fokus auf einen anderen Verein zu legen. Bei geeigneter Vereinsführung und zukunftsweisender Planung, würden entsprechende Sponsoren und Geldgeber sicher Schlange stehen. Berlin hat es einfach nicht verdient, auf lange Sicht von der Fußballbühne zu verschwinden.
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