11.05.2010, 17:36 Uhr | sid, dpa
Nur drei Tage nach dem bitteren Gang in die 2. Liga hat sich Hertha BSC wie erwartet von Trainer Friedhelm Funkel getrennt. Der Hauptstadt-Klub kündigte an, den auslaufenden Vertrag mit dem 56-Jährigen nicht mehr zu verlängern. "Auch wenn das gemeinsame Ziel, der Klassenerhalt in der Bundesliga, nicht erreicht wurde, bedankt sich Hertha BSC bei Friedhelm Funkel für seine Arbeit", schrieb der Klub in einer Pressemitteilung.
Offenbar wurde bei der Trennung tatsächlich kein Porzellan zerschlagen, denn die Hertha lud zeitgleich für Mittwoch (12.00 Uhr) zu einer Pressekonferenz, an der neben Manager Michael Preetz auch Funkel teilnehmen wird. Nach intensiven Gesprächen in den vergangenen Tagen seien Hertha und Funkel laut Preetz "absolut einvernehmlich" zu der Entscheidung gekommen, "dass wir nicht gemeinsam weitermachen".
Die neue Saison für Hertha BSC solle mit einem Neuanfang auf der Trainerposition beginnen, sagte Preetz der Tageszeitung "B.Z.". Als Nachfolger Funkels sind der ehemalige Stuttgarter Coach Markus Babbel, der Ex-Nürnberger Michael Oenning und Lorenz-Günther Köstner, zuletzt Interimstrainer beim VfL Wolfsburg, im Gespräch.
Seit Tagen wurde mit der Trennung von Funkel gerechnet. Im letzten Saisonspiel gegen Meister Bayern München (1:3) skandierten Herthas Fans bereits "Funkel raus". Nur im Fall des Klassenerhaltes hätte sich der Kontrakt des Trainers automatisch verlängert. Der Coach hatte sich vor drei Wochen bei Hertha auch für die 2. Liga angeboten, als er auf seine erfolgreiche Arbeit als Zweitliga-Coach hingewiesen hatte. Fünfmal war ihm der Aufstieg in die Bundesliga gelungen.
Der als "Retter" geholte Funkel konnte die Hoffnungen der Berliner auf den Klassenerhalt nicht erfüllen. Am 3. Oktober hatte der frühere Profi von Bayer Uerdingen seinen Job in der Hauptstadt als Nachfolger des erfolglosen Lucien Favre angetreten. Bis zur Winterpause wollte Funkel das Team aus dem Tabellenkeller führen, doch die Alte Dame blieb unter seiner Regie dauerhaft Schlusslicht.
Nach 13 Jahren und 442 Spielen nacheinander hatte sich Hertha aus der Bundesliga verabschiedet. Das Schlusslicht toppte den "Rekord" von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66: Tasmania hatte damals zumindest das erste und das letzte Heimspiel gewonnen, Hertha blieb in 16 Spielen im Olympiastadion nacheinander ohne Dreier.
Quelle: dpa , sid
maik schrieb:
am 29. Juli 2010 um 03:50:54
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Hertha :)
Leider ist es im fussball leichter den Trainer zu kicken als den kompletten vorstand oder ein halbes team
funkel ist zu hertha
gegangen da war schon alles vorbei dafür kann er am wennigsten bzw gar nix was will man aus so einem trümerhaufen mitn in ner saison machen schade nur das es nun keine 1 liga mannschaft im osten mehr giebt schade
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Sascha schrieb:
am 12. Mai 2010 um 11:11:10
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Viel Spass ohne Funke!
Mal ganz ehrlich Funkel hat zwar Fehler gemacht aber an der Transferpolitik war er nicht schuld.
Im gegenteil, solche
Spieler wie Gekas hat er geholt und der gehörte nunmal zu den besseren.
Einen Erfolgreicheren Trainer für die 2. Liga kann Hertha nicht bekommen!
Somit knüpfen sie nahtlos an ihre desaströse Personalpolitik an.
Wer Funkel kennt, weiß auch dass er weiter gemacht hätte.
Ohne Funkel wirds nix mit dem Wiederaufstieg und mit Kandidaten wie Babbel eng mit dem Klassenerhalt!
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Max schrieb:
am 12. Mai 2010 um 10:05:02
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Hertha
Die Entlassung von Funkel war überfällig! Sein Engagement während der Spiele an der Außenlinie war einfach nur peinlich. Seine
Kommentierung, dass kein Trainer mehr Punkte mit Frankfurt holt als er, lässt auf eine grobe Fehleinschätzung seines eigenen Leistungsvermögens schließen. Skibbe hat gezeigt!
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