26.08.2011, 21:31 Uhr
Andreas Ottl (li.) im Zweikampf mit Stuttgarts Tamas Hajnal. (Quelle: dpa)
Hertha BSC kann in der Bundesliga auf eigenem Platz doch noch gewinnen. Raffael erlöste mit seinem späten Tor zum 1:0 (0:0)-Sieg gegen den VfB Stuttgart die Berliner - nach 748 Tagen ist der Heimfluch endlich weg. Der Brasilianer traf in der 86. Minute auf Zuspiel von Patrick Ebert. Im Freitagspiel des 4. Spieltages verdiente sich das Team von Trainer Markus Babbel den ersten Dreier der neuen Spielzeit mit einer deutlichen Steigerung nach der Pause.
Die Gäste aus Schwaben waren vor 52.232 Zuschauern im Olympiastadion in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft, schlugen aber kein Kapital heraus. In der Tabelle zog die Hertha am VfB vorbei.
Die Hertha wie schon zum Saisonauftakt gegen Nürnberg (0:1) auch im zweiten Heimspiel nach dem Aufstieg zunächst gehemmt. Die Elf von Markus Babbel agierte am Anfang ohne Selbstvertrauen, steigerte sich aber im zweiten Durchgang deutlich und gewann am Ende verdient.
Dem VfB mit dem starken Mittelfeld-Trio Tamas Hajnal, Zdravko Kuzmanovic und Martin Harnik genügte 45 Minuten lang eine Durchschnittsleistung, um das Geschehen zu kontrollieren. Bei den Schwaben ersetzte Stefano Celozzi den Gelb-Rot-gesperrten Khalid Boulahrouz. Für Christian Gentner kam im Mittelfeld der Japaner Shinji Okazaki zum Zug. Hertha-Coach Babbel ersetzte Maik Franz, der wegen eines Nasenbeinbruchs passen musste, in der Innenverteidigung durch den Tschechen Roman Hubnik und bot im Angriff Pierre-Michel Lasogga als einzige Spitze auf. Der 19-Jährige konnte sich allerdings nur selten durchsetzen.
Bei Temperaturen um 30 Grad setzten die ballsicheren Gäste durch Cacau das erste Achtungszeichen in einer umkämpften Partie. Der Nationalstürmer schlenzte den Ball nach gerade einmal 60 Sekunden knapp am Hertha-Gehäuse vorbei. Wer eine schnelle Antwort der Berliner erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Hertha agierte umständlich im Spielaufbau und war meist schon vor dem VfB-Strafraum mit ihrem Latein am Ende. Als Shinji Okazaki den Ball nach Flanke von Hajnal aufs Tor köpfte, verhinderte die Oberkante der Latte die eigentlich verdiente Führung für die Stuttgarter (28.).
Erst nach gut 30 Minuten setzten auch die Berliner über ihre stärkere rechte Seite Offensivakzente. Das erste Heimtor für die Hausherren verhinderte VfB-Schlussmann Sven Ulreich, der einen Schuss von Patrick Ebert mit beiden Fäusten parierte. (35.). Auf der Gegenseite forderten die Stuttgarter nach einem Rempler von Andre Mijatovic gegen Harnik im Strafraum vergeblich einen Strafstoß (40.). "Das war für mich ein klarer Elfmeter", ereiferte sich VfB-Sportdirektor Fredi Bobic zur Pause im TV-Sender Sky.
Während sich bei den Schwaben nach der Pause ein Kräfteverschleiß bemerkbar machte, legte die Hertha trotz der Hitze noch einen Zahn zu. In der 54. Minute verpassten Mijatovic und Raffael eine große Kopfballchance. Dann lenkte Ulreich einen Ramos-Kopfball über die Latte (68.). Schließlich gelang Raffael doch noch der verdiente Siegtreffer.
4. Spieltag | ||||
Hertha BSC | - | VfB Stuttgart | 1:0 | |
Hamburger SV | - | 1. FC Köln | 3:4 | |
1. FC Nürnberg | - | FC Augsburg | 1:0 | |
SC Freiburg | - | VfL Wolfsburg | 3:0 | |
1. FC Kaiserslautern | - | FC Bayern München | 0:3 | |
TSG 1899 Hoffenheim | - | SV Werder Bremen | 1:2 | |
Bayer Leverkusen | - | Borussia Dortmund | 0:0 | |
Hannover 96 | - | 1. FSV Mainz 05 | 1:1 | |
FC Schalke 04 | - | Borussia Mönchengladbach | 1:0 | |
Quelle: dpa
Andi schrieb:
am 27. August 2011 um 12:40:48
(4)
(2)
VfB was nun?
Bin seit über 30 Jahren VfB-Fan, halt dieses so langsam nicht mehr aus. Wann begreift die Vorstandschaft und der Manager
endklich, dass man mit dieser Mannschaft keinen Blumentopf gewinnen kann. Immer die besten Spieler verkaufen und keinen gleichwertigen Ersatz verpflichten, das geht auf Dauer nicht gut. Aber es ist ja ganz einfach, nach 10 - 15 Spiletagen wir der Trainer gefeuert und wieder auf prinzip Hoffnung gesetzt, dass es in der Rückrunde wieder knapp reicht. Ist dies das Ziel des VfB?
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Nörgler schrieb:
am 27. August 2011 um 12:07:20
(0)
(6)
Hertha/VfB
wer dachte es würde ein munteres Spiel geben, sah sich getäuscht.
Weil jeder Punkte brauchte-vor allem Berlin, war es, wie ein
User erwähnte, ein
Not gegen Elend Spiel mit Vorteilen für den VfB.Eine Punkteteilung wäre gerecht
gewesen, aber Dr.Drees war "Hertha-Fan". Berlin muß sich gewaltig steigern,
wenn sie nicht den Anschluß verpassen wollen, sonst war das nur ein
einjähriges Dasein.
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graupapa28 schrieb:
am 27. August 2011 um 12:01:42
(0)
(4)
Kräfteverschleiß
Kräfteverschleiß! Ich erwarte, dass hoch bezahlte Durchschnittskicker, wenigstens Kraft für 90 Minuten haben. Ansonsten
würde ich denen im Training den "Magath" machen. Was die beiden Mannschaften für einen Stiefel gespielt haben, geht nicht auf die berühmte Kuhhaut. Ja, Spucken und eingeübtes Jubeln...Stutzen über dem Knie bis zu den Oberschenkeln, immer was Neues....Aber am Ball allesamt Stümper...
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