01.04.2011, 09:23 Uhr
Christoph Daum vor seiner neuen Wirkungsstätte: der Commerzbank-Arena in Frankfurt. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Spätestens mit dem 3:1 bei Titelverteidiger FC Bayern München machte Borussia Dortmund vor fünf Wochen sein gefühltes Meisterstück. Seit dem zehnten Spieltag zieren die Schwarz-Gelben die Bundesliga-Spitze. Ligaweit gilt die erste Dortmunder Meisterschaft seit 2002 als ausgemachte Sache. Damals überflügelte der BVB Leverkusen erst am 33. Spieltag. Bayer lechzt neun Jahre später nach Rache. Sieben Punkte müsste der damalige Vize-Meister auf den gefühlten Meister aufholen - wäre einer pro Spieltag. Helfen könnte Leverkusen ausgerechnet einer, der mit dem Klub drei Mal nur Zweiter wurde: Christoph Daum reist im Saison-Finale mit Eintracht Frankfurt nach Dortmund.
Welch irre Konstellation: 2002 - im Jahr eins nach Daum und dessen legendärer Haarprobe - musste sich Leverkusen nach den Last-Minute-Pleiten in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal in "Vize-kusen" umdichten lassen. 2011 - im Jahr zehn nach Daum - könnte der 57-Jährige diesen chronisch anhaftenden Bayer-Makel beseitigen. Er muss sich nur an sein erstes Spiel als Leverkusener Trainer erinnern. Am 17. August 1996 startete Daum bei Bayer und eröffnete die Runde mit einem 4:2 der Werkself über den damaligen Meister Dortmund. Daum und Leverkusen wurden, na klar, Vize-Meister.
Dass Bayer zum insgesamt vierten Mal dieses Schicksal droht, hält Neven Subotic für sicher: "Blödsinn", widersprach Dortmunds Innenverteidiger in der "Bild"-Zeitung jeglichem Verdacht des Nervenflatterns in den eigenen Reihen. "Wir knicken im Meister-Finale nicht ein", tönte der serbische Nationalspieler. Aus den letzten beiden sieglosen Spielen in Hoffenheim und gegen Subotics früheren Arbeitgeber Mainz gab es nur einen Punkt für die derzeit beste Mannschaft der Bundesliga. Daraus jedoch Rückschlüsse auf ein fatales Stolpern im Endspurt zu ziehen, überlässt der 22-Jährige den Medien. Er mache sich "um meine Mannschaft keine Gedanken. Wir haben immer bewiesen, dass wir auch als junge Truppe mit Druck umgehen können."
Vor neun Jahren lastete der Druck auf Leverkusen. Nach 31 Partien lag Dortmund immerhin fünf Punkte hinter jener Mannschaft, die Klaus Toppmöller damals fußballerisch zum Maß aller Dinge in der Bundesliga ausgeformt hatte. Dies ist heute seinem Kollegen Jürgen Klopp gelungen. Ob die sichtbare Belohnung dafür ausbleibt - wie schon 2002 - liegt an Daum, einem großen Trainer, der den Schmerz, eine virtuelle Schale noch entrissen zu bekommen, aus Unterhaching anno 2001 nur allzu genau kennt.
Doch auch Klopp hat bereits eine solche Narbe auf der Trainer-Seele - ausgerechnet wegen der Eintracht. Klopps früherer Verein schnappte seinem Leib-und-Magen-Verein Mainz vor acht Jahren den Aufstieg in die Bundesliga in der Nachspielzeit weg. Den holten Klopp und Mainz 2004 nach - und Frankfurt musste wieder runter. Am 14. Mai könnte für Klopp wieder die Eintracht der Gradmesser für eine erfolgreiche Saison werden.
Ein Tag vollgepackt mit Konditions- und Techniktraining. Das Sportkolleg und Marcel Reif-Ranicki blicken hinter die Kulissen. Video
Quelle: t-online.de
Fachmann schrieb:
am 1. April 2011 um 19:20:34
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Blödsinn!
Am 34. Spieltag wird es gegen die Eintracht nur noch ein Schaulaufen geben, da zu diesem Zeitpunkt der BVB schon als Meister
feststehen wird. Leverkusen hat noch einige schwere Spiele und wird hoffentlich Platz 2 verteidigen können.
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Alex schrieb:
am 1. April 2011 um 19:00:54
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FCB noch meister?
...wohl eher nicht. Die müssen sich erstmal wieder fangen und das wird wohl diese Saison nicht mehr passieren. Hannover
wird nicht einbrechen und Leverkusen auch nicht. (meine Meinung!) Die Dortmunder können es sich allerdings nurnoch selbst kaputt machen.
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Pjupe schrieb:
am 1. April 2011 um 18:51:00
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Meisterschaft
Dass Leverkusen noch Meister wird, hätte ich nicht für ausgeschlossen gehalten. Dortmund wird nervös, das merkt man. Aber
klar ist: Leverkusen wird nicht Meister. Heynckes ist doch schon in Gedanken längst bei Bayern. Würde mich nicht wundern, wenn Leverkusen ausgerechnet gegen Bayern ein ganz schlechtes Spiel macht und die so vorbeiziehen lässt, damit Heynckes in der nächsten Saison CL spielen kann. Ich würde ihn sofort entlassen. Und Hannover wird auch noch einbrechen. Meister wird der FCB.
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