20.07.2010, 07:30 Uhr | sid
Musste sich Fehler eingestehen: Uli Hoeneß. (Foto: imago)
Uli Hoeneß hat zugegeben, die Aufgabe als Ligaverbands-Präsident unterschätzt zu haben. Deswegen musste er nach seiner überraschenden Ankündigung, für das Amt zu kandidieren, nun doch klein beigeben und seine Kandidatur zurückziehen. Der Präsident des FC Bayern München gestand auch ein, die Reaktion der Mitglieder und Fans des FC Bayern nicht bedacht zu haben.
"Es war ein spontaner Entschluss, gegen Rauball anzutreten", sagte der 58-Jährige nach seinem Rückzug der "Bild". "Ich habe, ehrlich gesagt, gar nicht geglaubt, eine Chance zu haben. Doch als es jetzt ernst wurde und ich ermutigende Anrufe aus der Zweiten Liga erhielt, habe ich mir die Konsequenzen einer möglichen Wahl vor Augen geführt. Ich habe unterschätzt, was das bedeuten würde. Diesen Vorwurf muss ich mir gefallen lassen."
Uli Hoeneß gibt sich kleinlaut und selbstkritisch: Den Schuh, die Wellen, die seine Äußerungen schlagen würden, nicht vorhergesehen zu haben, zieht er sich an. Gegenüber der "Süddeutschen" sagte er: "Man merkt das oft erst dann, wenn die Debatte läuft, wenn die Reaktionen kommen und wenn du merkst, dass du wahrscheinlich gewählt wirst." Zuvor hatte er noch mit markigen Worten angekündigt, dass mit ihm als Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) alles besser werden würde als mit dem derzeitigen Ligaverbandschef Reinhard Rauball.
Doch jetzt die Rolle rückwärts: "Mag sein, dass da ein kleiner Makel bleibt. Aber lieber einmal im Leben Zickzackkurs, als später jahrelang unglücklich sein." Entscheidend hätte dabei seine Familie auf ihn eingewirkt. "Ich bin Montagfrüh um ein Uhr wach geworden, habe anderthalb Stunden lang noch einmal alle Argumente geprüft, besonders jene, die die Familie vorgebracht hatte, und dann stand meine Entscheidung fest: Ich werde es nicht machen."
Doch nicht nur die Familie spielte eine entscheidende Rolle: "Ich habe gemerkt: Ich würde in viel zu viele Interessenskonflikte geraten. Viele Bayern-Mitglieder und Fans haben befürchtet, ich könne in einer Tätigkeit für die gesamte Liga zu viel Know-how weitergeben. Sie baten mich, die Identifikation mit dem Verein aufrecht zu erhalten."
Und alles hätte sogar so weit führen können, dass Hoeneß in eine peinliche Situation hätte kommen können. "Ich habe mir plötzlich vorgestellt, wie das denn sein würde: Der Ligapräsident überreicht ja am Saisonende die Meisterschale. Und ich muss dann vielleicht nach Schalke. Nein, wie sollte das denn gehen?"
Quelle: sid
GH schrieb:
am 20. Juli 2010 um 20:08:30
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Hoeneß
Wenn Uli schon beim Fehler zugeben ist, wo bleibt eine öffentliche Entschludigung Südafrika gegenüber.
Vorher große negative
Sprücke klopfen, ohne eigentlich eine Ahnung zu haben über Land und Leute,
nachher den Kopf in den Sand stecken und schweigen.
Wie wär's denn mit einem kleinen Satz: "Ich habe mich geirrt, Entschuldigung!"
mehr
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S04 schrieb:
am 20. Juli 2010 um 18:19:00
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Hoeneß
Hallo Uli,
du bist herzlich zur Meisterfeier in Gelsenkirchen eingeladen.
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Wolfgang S. schrieb:
am 20. Juli 2010 um 15:46:48
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Rückzug: Hoeneß gesteht Fehler ein"
Vielleicht Nachfolger von Theo Zwanziger ?
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