03.12.2011, 17:03 Uhr
Paolo Guerrero und der HSV befinden sich im Aufwind. Gegen Nürnberg will der Stürmer nachlegen. (Quelle: imago)
Thorsten Fink gibt Vollgas: Der Trainer des Hamburger SV ist vor dem Spiel am Sonntag (ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen den 1. FC Nürnberg noch ungeschlagen und fordert den nächsten Dreier. Gelingt gegen die Mannschaft von Dieter Hecking ein Sieg, könnte der HSV als derzeit Tabellen-15. am Club vorbeiziehen und sich ins gesicherte Mittelfeld absetzen.
"Wir sind gut drauf und wollen zu Hause gleich nachlegen", sagte Fink mit Blick auf das Nürnberg-Spiel. Seit fünf Spielen ist der ehemalige Bayern-Profi inzwischen als Trainer für die sportlichen Geschicke beim HSV verantwortlich - und hat dabei kein Spiel verloren. Das 1:1 zuletzt im Nordderby bei Hannover 96 sei "die bislang beste Leistung überhaupt" gewesen. Doch auch beim Tabellennachbarn Nürnberg herrscht wieder Zuversicht. Dem ersten Sieg nach acht Spielen ohne Erfolg will der Bundesliga-14. gleich den zweiten folgen lassen. "Ich weiß auch, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht", sagte Club-Trainer Dieter Hecking. Das 1:0 am vergangenen Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern reicht dem Coach nicht. "Wir müssen nachlegen", forderte er, "ein weiterer Sieg wäre fantastisch."
Nürnbergs Mittelfeldspieler Daniel Didavi heizte unterdessen die Stimmung zwischen den beiden Teams an. "Wenn wir wieder so ekelig spielen wie zuletzt, können wir beim HSV was holen, sagte Didavi. Die Antwort aus Hamburg kam prompt. "Sollen die doch ekelig spielen. Wenn wir den Ball haben, ist es ekelig, gegen uns zu spielen", sagte Verteidiger Dennis Dieckmeier, der vor seinem Wechsel an die Elbe im Sommer 2010 in Nürnberg unter Vertrag gestanden hatte. Die Statistik spricht für den HSV - aber vor allem gegen Nürnbergs Trainer Hecking. Fünfmal trat er als Trainer in Hamburg an und konnte bei drei Remis noch kein Spiel gewinnen. Zudem erlebte er beim HSV seine höchste Niederlage als Club-Coach: ein 0:4 im Mai vergangenen Jahres. Der letzte Nürnberger Erfolg in Hamburg liegt sogar schon mehr als 19 Jahre zurück.
Beim Tabellenfünften Schalke 04 hat vor dem Heimspiel am Sonntag (ab 17:15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen den FC Augsburg das Rechnen begonnen - die Formel ist einfach. "Wir haben bis Weihnachten noch fünf Spiele. Und die wollen wir erfolgreich bestreiten", sagte Schalke-Trainer Huub Stevens. Der Niederländer warnte aber davor, den Aufsteiger zu unterschätzen: "In der Bundesliga gibt es keinen leichten Gegner, jeder kann jeden schlagen." Nach der 0:2-Pleite im Revierderby in Dortmund sinnt Stevens auf Wiedergutmachung. Mit einem Erfolg will er mit seinem Team wieder zur Spitzengruppe aufzuschließen.
Verzichten muss Stevens gegen Augsburg auf Kyriakos Papadopoulos und Jermaine Jones. Beide fehlen aufgrund einer Gelbsperre. Erstmals nach seiner Verletzung wieder dabei ist hingegen wohl Benedikt Höwedes. Der Verteidiger hatte sich im Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande einen Außenbandanriss zugezogen. Das bislang einzige Duell der beiden Teams gewann Schalke. Im Achtelfinale letztjährigen DFB-Pokals siegte Königsblau in Augsburg mit 1:0.
Quelle: sid
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