02.09.2010, 08:16 Uhr | t-online.de
Nach zwei Jahren bei Real Madrid wechselt van der Vaart in die Premier League. (Foto: imago)
Ausgerechnet das Gremium, das für Ruhe und Ordnung sorgen soll, wirbelt wieder einmal mächtig Staub auf. Die Rede ist vom Aufsichtsrat des Hamburger SV. Über ein Jahr zog sich die Posse um die Suche nach einem neuen Sportchef hin, immer wieder wurde Vorstandsboss Bernd Hoffmann in Personalentscheidungen zurückgepfiffen.
Fans, Vorstand und Aufsichtsrat: Zuletzt schien es so als ob beim Bundesliga-Dino jeder gegen jeden schießt. Dass das auch weiterhin so bleibt, belegt die Transfer-Posse um Rafael van der Vaart. Denn der 27-Jährige war nach eigenen Aussagen auf dem Sprung an die Alster. "Echt schade. Für einen gewissen Moment habe ich mich schon wieder im HSV-Trikot gesehen", sagte er in der "Bild".
Doch wie so oft mischte sich der Aufsichtsrat wieder einmal ins operative Geschäft beim Hamburger SV ein und vermasselte Sportdirektor Bastian Reinhardt die Einkaufstour. Gerne hätte man den ehemaligen Publikumsliebling zurück nach Hamburg geholt. "Wir waren immer in Kontakt. Ich fühle mich sehr geehrt, dass Interesse bestand, mich zurückzuholen. Aber am Ende hat es nicht geklappt", sagte van der Vaart. Offen sprach der torgefährliche Mittelfeldspieler an, woran es gelegen hat. "Ich habe gehört, dass Teile des Aufsichtsrats mich nicht wollten."
Letztendlich ist van der Vaart, der von 2005 bis 2008 für den HSV die Kickstiefel schnürte, beim englischen Premier League Klub Tottenham Hotspur gelandet. Beim Teilnehmer an der Champions League unterschrieb er einen Vertrag über vier Jahre. "Ich bin sehr zufrieden. Ein guter Schritt für mich, bei den Spurs zu spielen. Super", freute sich van der Vaart, der bei Real Madrid unter José Mourinho kaum Chancen auf einen Einsatz gehabt hätte.
Wohin van der Vaart wechseln würde, darüber wurde in den vergangenen Wochen viel spekuliert. Neben dem HSV waren auch Galatasaray Istanbul, Liverpool, Schalke 04 und auch der FC Bayern im Gespräch. Letztlich machte Tottenham das Rennen. Van der Vaart: "Es war schon eine sehr aufregende Phase. Es ging hin und her. Man konnte nur schwer einen anderen Gedanken haben, als an einen Klubwechsel. Aber nun weiß ich, wo ich in Zukunft spiele, und bin sehr froh darüber."
Bastian Reinhardt über das Verhältnis zu Investor Klaus-Michael Kühne. zum Video
Quelle: t-online.de
hamburg-thor schrieb:
am 3. September 2010 um 08:05:35
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Aufsichtsrat
Ich sehe die Einmischung auch kritisch, weil man dann (fast) keinen Sportdirektor benötigt. Andererseits bei VdV bin ich mir
nicht sicher - ich finde auch, wir sind hinter den Spitzen gut besetzt, die Truppe braucht keine Verstärkung, die sollen jetzt mal Gas geben und das tun, was wir auch alle machen - also arbeiten für's Geld ;-) ...wir brauchen mal wieder einen Titel, sehe ich auch so. Nur der HSV.
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KalliHamburg schrieb:
am 2. September 2010 um 20:17:24
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VdV
Wie lange darf dieser Aufsichtsrat und der Vorstand unseren Verein noch weiter blamieren?
Finanziell top, aber sportlich über Jahre
trostlos. Vielleicht sollten wir mal die positive Bilanz auf dem Rathausmarkt feiern, wenn schon keine Titel kommen...
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WIR schrieb:
am 2. September 2010 um 19:34:00
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Scheinheilig
Ich gehe davon aus, daß beide Parteien sich nicht wirklich
bemüht haben. Van der Vaart ist mit Freude gegangen und
als
Reservist gefangen. Wohin er wechselt ist ihm sicher völlig egal, zur Not hätte auch der HSV genügt. Aber eben nur zur Not.
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