05.04.2010, 08:56 Uhr | t-online.de
Paolo Guerrero lamentiert während der frustrierenden Nullnummer gegen Hannover. (Foto: imago)
Alles war plötzlich Nebensache. Das schwache Spiel des Hamburger SV vor heimischem Publikum gegen Hannover 96, der drohende K.o. im Kampf um den potentiell letzten internationalen Platz sechs, die Pfiffe der Fans gegen Mannschaft und Trainer. Im Fokus stand einzig und allein Einer, der in den letzten Wochen nur durch seine Flugangst von sich Reden gemacht hatte. Paolo Guerrero ließ kurz nach Abpfiff des Spieles gegen die Niedersachsen eine Trinkflasche fliegen und traf damit einen Fan mitten im Gesicht.
Das Spiel ist gerade vorbei, als Paolo Guerrero zusammen mit den anderen HSV-Spielern unter den Pfiffen der Fans in Richtung Kabinengang schleicht. Doch kurz vor dem Eingang zu den Katakomben des Stadions bleibt er stehen und blickt zu einem erregten Fan auf der Tribüne hoch. Es vergehen einige Sekunden, dann nimmt Guerrero seine Trinkflasche und schleudert sie dem schimpfenden Fan ins Gesicht.
"Geh doch zurück nach Peru", sollen unter anderem die Worte des Fans gewesen sein. Für HSV-Boss Bernd Hoffmann jedoch unerheblich. "Das ist eine Sache, die auf gar keinen Fall passieren darf. Egal, welchen Wortwechsel es da gegeben hat. Das ist völlig inakzeptabel", stellte Hoffmann anschließend gegenüber LIGA total! klar. "Das hat einen unschönen Ostersonntag abgerundet. Wir haben ihm das auch gesagt. Das wird Konsequenzen nach sich ziehen."
Bruno Labbadia sieht das Problem in der allgemeinen Situation des HSV. "Wir sind alle momentan deprimiert, das so was passiert, weil wir ja eigentlich ein gutes Zusammenspiel mit unseren Zuschauern haben wollen. Die Beschimpfungen waren heute schon sehr, sehr extrem", sagte der HSV-Coach. Doch als Ausrede will er das nicht gelten lassen. "Wir müssen das im Griff haben. Wir werden mit dem Spieler darüber reden und uns natürlich auch bei der Person entschuldigen."
Der Flaschen-Wurf war der Höhepunkt eines verdorbenen Nachmittags für Mannschaft und Fans. Während des Spieles quittierten die Fans die Leistung des Teams mit Pfiffen, nach dem Spiel kritisierten die Spieler die Zuschauer. "Wir hätten uns heute mehr Unterstützung gewünscht. Nach einer Viertelstunde gab es schon die ersten Pfiffe", beklagte HSV-Verteidiger Dennis Aogo nach Spielschluss. Und Frank Rosts Reaktion auf Guerreros Ausraster lässt erahnen, wie groß der Graben zwischen dem HSV und seinen eigenen Fans ist. Nach den Provokationen habe der Fan einfach "Pech gehabt. Guerrero hat ganz gut getroffen. Die New York Yankees würden ihn vielleicht verpflichten."
Quelle: t-online.de
Jens schrieb:
am 5. April 2010 um 16:18:18
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Guerrero
Sein Mittel zur Verteidigung war sicher nicht die beste Lösung. Dennoch muß sich ein Sportler, nur weil er gut bezahlt wird, nicht
von jedem Proleten und Pöbler alles gefallen lassen. Der Verein wäre gut beraten, solche Zuschauer mit einem Stadionverbot zu belegen und sollte sich überlegen, wie er seine Spieler (also sein Kapital!) vor solchen Typen besser schützen kann.
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Erwin P. schrieb:
am 5. April 2010 um 16:07:31
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HSV-Skandal
Auch ein Spieler muss sich nicht beleidigen und beschimpfen lassen.
Bin ich als Fan unzufrieden muss ich nicht mehr ins Stadion
gehen sondern
zu Hause bleiben. Aber typisch deutsch, ich habe bezahlt und somit das Recht andere zu beschimpfen und zu beleidigen, ohne dass ich Konsequenzen zu befürchten habe.
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sportfreund schrieb:
am 5. April 2010 um 16:06:27
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guerrero
"Paolo", "Kleiner Krieger", "Ruud", früher "Timmy", heute "Jaro" - geht´s denn noch. Als wäre man gut Freund mit den
Zirkusdarstellern, die aber alle Egoisten sind, für sich selber spielen und sonst niemanden (vergl. van der Vaart, "Raffa"). Und auf den feinen Plätzen nicht besser. Die wütesten Beleidigungen kamen wieder von der Haupttribüne. Vorher war Stuttgart, Berlin, Hannover. Wann gibt es den ersten Toten? Und bezahlt von öffentlich-rechtlichen Fernsehgeldern. Bloß raus aus der L
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