28.09.2011, 14:52 Uhr
HSV-Sportdirektor Frank Arnesen, Co-Trainer Frank Heinemann und Trainer Rodolfo Cardoso (v. li.). (Quelle: imago)
Im Moment des Erfolgs hatte Rodolfo Cardoso fast hellseherische Fähigkeiten bewiesen. "Ich glaube, ich sitze auch beim nächsten Spiel noch auf der Bank", sagte der Interimstrainer des Hamburger SV nach der starken Leistung seiner Mannschaft beim VfB Stuttgart (2:1). Eine Aussage, die zumindest für Irritationen sorgte. Schließlich galt die Verpflichtung von Huub Stevens als Nachfolger des erfolglosen Michael Oenning als nahezu perfekt. Doch dazu ist es bekanntlich nicht gekommen. Und so wird höchstwahrscheinlich Cardoso auch gegen Schalke 04 (mit Stevens als Trainer) auf der HSV-Bank sitzen.
Die Trainersuche entwickelt sich mehr und mehr zur Posse. Gebrochene Treueschwüre, überraschende Wendungen, verwirrende Widersprüche - bei der Fahndung nach einem Nachfolger für Oenning machen die HSV-Bosse nicht immer eine gute Figur. (Alle HSV-Spiele, exklusive Einblicke und vieles mehr auf dem Handy mit HSV total!)
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Erst hatte Oenning eine Jobgarantie (Sportdirektor Frank Arnesen: "Michael sitzt im Flugzeug nach Stuttgart neben mir") bekommen, einen Tag später wurde er entlassen. Dann war Morten Olsen ein Kandidat, bis auffiel, dass Dänemarks Nationaltrainer "momentan nicht vor Ort" sein kann. Laut Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow wurde mit Marco van Basten gesprochen. Komisch ist nur, dass der ehemalige Weltklasse-Stürmer davon nichts weiß ("Ich bin nicht angerufen worden").
Cardoso galt zunächst als Notlösung, bis sich der HSV entschied, bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Sonderregelung für den Argentinier zu beantragen, der nicht im Besitz der nötigen Fußballlehrer-Lizenz ist. Die Bemühungen waren bisher vergeblich. Cardoso darf den HSV laut Statuten nur noch bis zum 10. Oktober trainieren. Plötzlich scheint eine Verpflichtung Olsens wieder möglich.
Arnesen bleibt trotz der nun schon zehn Tage andauernden Hängepartie zumindest äußerlich gelassen. "Wir haben kein fest gestecktes Zeitfenster. Es ist nicht so, dass wir nach dem Spiel gegen Schalke zwingend einen neuen Trainer vorstellen müssen", sagte der stets freundliche Däne, der als enger Vertrauter Olsens gilt. "Ich will einen Trainer, der sich 100 Prozent für unseren Verein entscheidet. Das ist das Gefühl, das ich haben muss. In den nächsten Wochen können noch mehrere Kandidaten dazukommen."
Die ungeklärte T-Frage ist beim HSV nicht die einzige wichtige Personal-Entscheidung mit bisweilen grotesken Zügen. Nach der Trennung von Dietmar Beiersdorfer suchte der Klub mehr als eineinhalb Jahre lang einen neuen Sportdirektor und gab dabei ein ganz schlechte Figur ab. Rund zehn Kandidaten wurden verschlissen und in der Öffentlichkeit diskutiert, bis Arnesen im Februar schließlich den Zuschlag bekam.
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Der Sportchef will übrigens auch am nächsten Spieltag neben Cardoso auf der Bank sitzen. "Und das wird diesmal auch wirklich so sein", sagte Arnesen, "außer ich bin vielleicht krank oder er." Zumindest den Humor haben sie in Hamburg noch nicht verloren.
Quelle: sid
Peter schrieb:
am 28. September 2011 um 21:12:27
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HSV
Sie wollen mit Macht in die zweite Liga und sich dann auflösen. Arnesen spricht ja immer von Plan A,B und C selbst er kennt seine
Pläne wohl nicht. Und wir Zuschauer zahlten dafür noch Geld !!!!!!!!!!!!!!!
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Werner schrieb:
am 28. September 2011 um 20:52:51
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Trainersuche
Ein Bild des Jammers, was der HSV sich in der Trainer-Frage bisher geleistet
hat. Alles andere als professionell. Die ganze
Republik lacht sich kaputt über die HSV-Verantwortlichen. Den armen und unerfahrenen Cardoso so zu verheizen ist eine Schande.Und wenn der Erfolg ausbleibt treten sie dem Trainer in den *****. Der richtige Kandidat hierfür wäre der Arnesen. Ich bleibe bei meiner Meinung: der kriegt den HSV in die 2. Liga und alle anderen "Führungsmitglieder" schauen tatenlos zu.
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Hardy schrieb:
am 28. September 2011 um 20:51:37
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@jörg live
Danke ,lieber Jörg, aber wir haben in Hamburg genug Klopapier und brauchen somit keine Werder Aufnahme-Formulare.
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