02.12.2009, 07:27 Uhr
Jürgen Klinsmann hat mit der Bundesliga abgeschlossen. (Foto: imago)Die Zeit als Trainer des FC Bayern München und die unrühmliche Trennung haben bei Jürgen Klinsmann tiefe Narben hinterlassen. So tief, dass der ehemalige Bundestrainer laut "Bild“-Zeitung nie mehr einen Job als Coach in der Bundesliga übernehmen will. "Nein, ich werde hier kein Trainer-Engagement mehr in Angriff nehmen. Das kann ich mir generell nicht vorstellen“, sagte der 45-Jährige.
Die Gründe liegen auf der Hand: "Ich habe viel gelernt. Die Zeit beim FC Bayern habe ich für mich aufgearbeitet, um zu verstehen, warum gewisse Dinge passiert sind.“
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"Wir hatten einfach gegensätzliche Meinungen im Klub. Deshalb ist es besser, man geht dann auch getrennte Wege“, beschreibt Klinsmann die Gründe für die Trennung. Um welche Gegensätze es sich handelt und um den Ablauf seines Aufarbeitungsprozesses hüllt er den Mantel des Schweigens. "Die behalte ich für mich. Deckel drauf, erledigt. Für uns ist relativ klar, dass wir uns auf ein neues Abenteuer Bundesliga nicht einlassen werden“, spricht er für sich und seine Familie.
Doch die Fußballwelt ist groß, viel größer als die Bundesliga. Und so kann sich Klinsmann durchaus ein Comeback auf der Trainerbank vorstellen: "Nach der WM 2010 werde ich möglicherweise irgendwo anders tätig sein.“ Englische Medien handeln den ehemaligen Stürmer der Tottenham Hotspurs schon als Nachfolger von Rafael Benitez als Coach des FC Liverpool. Klinsmann: "Gerüchte gibt’s immer.“
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Kein Gerücht ist, dass Klinsmann neben Jürgen Klopp als Experte für RTL die Spiele der WM 2010 begleiten und kommentieren wird. Damit, dass er so in die Verlegenheit kommt, seinen Nachfolger Jogi Löw als Bundestrainer kritisieren und analysieren zu müssen, hat er keine Probleme: "Vielleicht kann ich Jogi Tipps geben über Gegner, die ich vorher in anderen WM-Spielen gesehen habe.“
Die Chancen der Nationalelf schätzt Klinsmann sogar höher ein, als zu seiner Zeit 2006. "Ja, ich denke, dass sie auf Grund der Erfahrung der EM 2008 gereift sind. Die jungen Wilden sind mit der WM 2006 richtig durchgestartet. Qualitativ gute Fußballer wie Özil und Trochowski sind dazugekommen“, sagte der 108-fache Nationalspieler und traut der DFB-Elf den ganz großen Wurf zu: "Mit der Mannschaft ist in Südafrika auch der Titel machbar, wenn sie bereit sind, über ihr Limit zu gehen. Sich für den Erfolg komplett hinzugeben. Und das können wir Deutschen einfach.“
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Quelle: t-online.de
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