01.05.2011, 11:41 Uhr
"Mit dem Gewinn der Meisterschaft hat Jürgen Klopp ein modernes Märchen geschaffen", hatte ZDF-Moderator Michael Steinbrecher nach dem Gewinn der siebten Meisterschaft der Dortmunder Borussia gesagt. Treffender kann man es nicht ausdrücken. Mit bescheidenen Mitteln und einer blutjungen Truppe hat der Trainer das schier Unmögliche in dieser Saison vollbracht.
Dieser Titel fühlt sich für die Borussen so ganz anders an, weil niemand mit ihm rechnete. Hatte Meister-Trainer Matthias Sammer 2002 beim letzten großen Triumph noch einen sündhaft teuren Kader mit Marcio Amoroso, Tomas Rosicky oder Jan Koller zur Verfügung, formte Jürgen Klopp aus jungen, hungrigen Spielern eine Einheit und machte aus hoffnungsvollen Talenten wie Mats Hummels, Kevin Großkreutz, Marcel Schmelzer und Mario Götze nebenbei vier Jung-Nationalspieler.
Klar, dass der Trainer der Star ist, dessen Leidenschaft sich in seiner dritten Saison beim BVB vollends auf sein Team übertragen hat. Er hat den Nachweis geliefert, dass er nach Achtungserfolgen beim vergleichbar kleinen Mainz 05 Großes leisten kann. Mit laufintensivem Spiel, großer taktischer Disziplin und unbekümmertem Jugendstil dominierte sein "Kindergarten" (Klopp) die Liga – und das zeitweise nach Belieben. Mit dem Titel ist Klopp zum wohl gefragtesten Trainer der Liga avanciert.
"Klopp war mein bisher bester Transfer als Manager", schwärmte Michael Zorc bereits vor Monaten. Das Versprechen beim Amtsantritt im Sommer 2008, in Dortmund für "Vollgas-Veranstaltungen" zu sorgen, hat Klopp gehalten. Trotz schwieriger finanzieller Bedingungen leitete er in Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc einen beispiellosen und kostengünstigen Umbruch ein. Selbst als die von Klopp erzeugte Aufbruchstimmung Anfang 2009 zu verpuffen schien und der BVB in der Bundesliga sieben Mal sieglos blieb, kamen in Dortmund keine Zweifel am Übungsleiter auf.
Das Vertrauen machte sich bezahlt: Nach einem unglücklichen sechsten Platz in seinem ersten Amtsjahr kehrte der Champions-League-Sieger von 1997 im vorigen Jahr als Fünfter auf die internationale Bühne zurück. Am Ende einer grandiosen Saison steht der Revierklub sogar erstmals seit 2002/2003 wieder in der europäischen Königsklasse.
Vielerorts, auch beim FC Bayern München, wird der BVB um seinen Erfolgscoach beneidet. Klopp ist als Trainertyp en vogue und beispielhaft. Seine zugleich kollegiale und autoritäre Arbeit mit den Profis gilt als ebenso stilbildend wie seine auf Forechecking und Opferbereitschaft basierende Fußball-Philosophie.
Klopp ist in Dortmund - wie zu Mainzer Zeiten - längst Kult und Liebling der Fans. Beflügelt vom guten Verhältnis zu den Spielern und mit der Klubführung, hatte er schon im November seinen Vertag bis 2014 verlängert. Derzeit spricht viel dafür, dass der Coach den verlockenden Angeboten der Konkurrenz bis dahin widersteht. Klopp: "Ich bin mir sicher, dass wir nicht vor Ende der Vertragslaufzeit auseinandergehen."
Quelle: t-online.de , dpa
hego schrieb:
am 1. Mai 2011 um 13:59:32
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waren schon dabei
in wirklichkeit haben sie schon diese saison in drei wettbewerben gespielt. leider in der El ausgeschieden, aber waren
besser als die gegner. die mannschaft muss nur zusammengehalten werden, dann folgt auch die reife und die klasse um da oben weiter mitzuspielen. und das sagt einer der kein bvb fan ist. glückwunsch nach dortmund
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Caroline schrieb:
am 1. Mai 2011 um 13:58:46
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Klopp
Aus Mainz die herzlichsten Glückwünsche an Kloppo u.seine Mannschaft.
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Clono schrieb:
am 1. Mai 2011 um 13:54:12
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@ Harald
Da hat der FCB über Jahre erreicht. Und die einzigen Neidäußerungen hier kommen nur von DIR !!!
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