30.11.2011, 13:53 Uhr
Jupp Heynckes sorgt gegen Dortmund für eine personelle Überraschung. (Quelle: imago)
Hinterher ist man immer schlauer. Das dürfte sich auch Jupp Heynckes gedacht haben. Der 66-Jährige hat nahezu alles richtig gemacht, seitdem er wieder auf der Trainerbank des FC Bayern sitzt. Doch eine einzige Personalentscheidung sorgte dafür, dass das hochsensible Mannschaftsgefüge des Rekordmeisters in Wanken gekommen ist. Nicht der Ausfall Bastian Schweinsteigers ist schuld an der momentanen Mini-Krise des FC Bayern München, sondern das Blitz-Comeback Arjen Robbens gegen Borussia Dortmund.
Nach zweimonatiger Verletzungspause nominierte Heynckes für das Spitzenspiel den Niederländer überraschend für die Startformation. Der Schuss ging nach hinten los. Der Gastgeber verlor in der Allianz Arena gegen den amtierenden Meister mit 0:1. Angeschlagen ging es zu Mainz 05, dort folgte mit dem 2:3 gleich die nächste Klatsche, zwar ohne Robben, aber bereits mit einer verunsicherten Mannschaft.
Die Spieler staunten nicht schlecht, als Heynckes im Vorfeld des Dortmund-Spiels die Mannschaftsaufstellung bekannt gab. Quasi aus dem Stand raus beorderte der Coach Robben nach seiner Leisten-Operation in die Anfangsformation. "Ich kenne Jupp Heynckes schon länger. In Leverkusen hat er es immer so gehandhabt, Spieler langsam aufzubauen und ihnen nach und nach Einsatzminuten zu geben", sagte Toni Kroos.
Damals hatte mit Michael Ballack auch ein Top-Star nach längerer Verletzungspause ins Team gedrängt, doch Heynckes bremste ihn stets und führte ihn mit Kurzeinsätzen langsam wieder an Team heran. Damit verschaffte er sich Respekt bei der Mannschaft. Die Spieler registrierten genau, dass der Trainer alle gleich behandelt und zogen den Rest der Saison an einem Strang.
"Trostlos, uninspiriert und unmotiviert": Bayern-Fan Elmar zieht nach der Pleite in Mainz vom Leder. zum Video
Aktuell ist beim FC Bayern genau der gegenteilige Effekt eingetreten. Robbens Blitz-Einsatz signalisierte den Millionarios an der Säbener Straße, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Heynckes Erklärung, dass er nach Schweinsteigers Ausfall auf die individuelle Klasse eines Robbens setzt, scheint nicht wirklich bei den Spielern auf Beifall gestoßen zu sein, die zuvor von Sieg zu Sieg eilten.
Plötzlich traten die kleinen Unzufriedenheiten zu Tage, die zuvor unter dem Deckmantel des Erfolgs keine Rolle spielten. Jerome Boateng, der von Manchester City nach München gelockt wurde, weil er hier angeblich auf seiner Stammposition spielen könne, ist nicht glücklich, weil er immer wieder auf der rechten Außenverteidiger-Position spielen muss. "Ich sehe mich als Innenverteidiger", sagt der Nationalspieler bei jeder Gelegenheit.
Rechts war eigentlich Rafinha vorgesehen. Doch der kleine Brasilianer findet sich häufiger auf der Ersatzbank wieder, als ihm lieb ist. Wie die „Sportbild“ berichtet, soll Rafinha intern bereits geäußert haben, sich nicht länger auf die Bank setzen zu wollen und stattdessen lieber zu Hause bleiben wolle.
Bereits nach der Pleite gegen Dortmund soll sich Franck Ribéry aufgeregt haben, dass in der Schlussphase nicht sein Freund Daniel van Buyten eingewechselt worden ist, als es Bayern mit der Brechstange versuchte, sondern der ehemalige Zweitligakicker Nils Petersen. Van Buytens Doppelpack gegen Mainz gibt Ribéry recht.
Ivica Olic ist längst nicht mehr mit dem Herzen beim FC Bayern. Der Kroate will unbedingt bei der EM 2012 für sein Land dabei sein und benötigt Spielpraxis. Nach längerer Verletzungspause ist er aber im Bayern-Ensemble nur noch Notnagel. Seine Lieblingsposition im Sturmzentrum ist durch Mario Gomez besetzt. Olic drängt auf einen Abschied im Winter. Die Bayern haben bereits Kontakt zum Freiburger Papiss Demba Cissé aufgenommen, der Olic ersetzen könnte.
Auch Thomas Müller ist derzeit nicht der Glücklichste. Wochenlang befand sich der Nationalkicker auf der Außenbahn in Top-Form, dann kam Robben und Müller rotierte gegen Dortmund auf die Position hinter den Spitzen und gegen den FC Villarreal fand sich der WM-Torschützenkönig plötzlich auf der Bank wieder.
Eine Fußball-Mannschaft ist ein hochsensibles Gebilde. Mit der überraschenden Startelfnominierung Robbens, der ohnehin innerhalb der Mannschaft eher ein Einzelgänger ist, hat Heynckes den restlichen Spielern ein Alibi geliefert, ihre Allüren ein Stück weit auszuleben. Jetzt gilt es für den erfahrenen Übungsleiter, diesen Egoismen schnellstens einen Riegel vorzuschieben.
Thomas Strunz analysiert die Krise des FC Bayern und nimmt das Restprogramm der Spitzenteams genauer unter die Lupe. zum Video
Quelle: t-online.de
franzl schrieb:
am 30. November 2011 um 21:35:39
(14)
(15)
@wälder
Herr wälder ich bin auch in Ihrem Alter und habe ein Kind und gehe trotzdem in die Allianz-Arena. Was hat das mit Familie und Alter
zu tun? Aber soviel sollte auch in den "schwarzen Wald" vorgedrungen sein, dass der FCB nichts kaputt kauft sondern sich wie jeder andere Verein versucht sich zu verstärken.
mehr
Kommentar melden
agent provocateur schrieb:
am 30. November 2011 um 21:33:52
(18)
(19)
Bayern..?
Also… ich find ja Bayern mit all seinen Bergen und Seen und seinen lustig urigen Eingeborenen, als das schönste Bundesland von
allen. Was ich aber nicht so ganz verstehe, was dieser Swingerclub in der Stadt München im ehemaligen Einzugsgebiet der Habsburger, und obendrein noch regiert von einem Sozi… eigentlich mit Bayern zu tun hat!? Hilfe… Aufklärung!!!
mehr
Kommentar melden
franzl schrieb:
am 30. November 2011 um 21:30:48
(19)
(19)
@Bernd
Einfach Vergleiche anstellen. Wenn ein FCB-Bericht erscheint dann Hunderte von Kommentaren, bei anderen Buli-Vereinen kaum welche.
Über wen wird dann wohl berichtet? Da der FCB der erfolgreichste Verein Deutschlands ist gibt es auch die meisten Neider, de ihre dumma Sprüche ablassn miassn.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Bayern optimistisch für EM und Hertha will Urteil akzeptieren. Video
Amateurtor der Woche: Wählen Sie aus drei Treffern! zum Video