04.11.2011, 10:00 Uhr
Bastian Schweinsteiger fehlt dem FC Bayern für die restlichen Spiele der Bundesliga-Hinrunde. (Quelle: imago)
Aus München berichtet Thomas Tamberg
Kommt der FC Bayern jetzt ins Straucheln? Diese Frage bewegt ganz Fußball-Deutschland. Beim Rekordmeister blickt man mit gemischten Gefühlen auf die nächste Aufgabe in der Bundesliga beim FC Augsburg. Nach der schweren Verletzung von Bastian Schweinsteiger muss der Liga-Primus bis zur Winterpause ohne seinen wichtigsten Spieler auskommen. "Er ist unser Spielmacher", sagte Karl-Heinz Rummenigge. Doch der Klubchef will nicht "lamentieren", sondern nimmt Mannschaft und Trainer in die Pflicht. "Es liegt jetzt an den anderen, das zu kompensieren. Das ist auch eine Qualität, die man zeigen muss." (Video: Schweinsteiger bricht sich das Schlüsselbein)
Immerhin: Nach seinem Schlüsselbeinbruch im Spiel gegen den SSC Neapel verlief die folgende Operation ohne Komplikationen. Die Fraktur neben dem Schultereckgelenk wurde mit Hilfe einer Platte und Nägeln gerichtet. Die Verletzung sei für den Spieler und den Verein schlimm, sagte Uli Hoeneß. Analog zu Rummenigge wollte aber auch der Klub-Präsident nicht ins große Wehklagen verfallen. "Nach Weihnachten ist Schweinsteiger zurück. Ein Schlüsselbeinbruch ist noch das Positivste, was einer Schulter passieren kann."
Spannend ist jedoch die Frage, wie Coach Heynckes den Ausfall seines Mittelfeld-Taktgebers auffangen will. "Er ist nicht Eins zu Eins zu ersetzen", sagte Thomas Müller bereits. Eher unwahrscheinlich ist daher die Variante, dass Heynckes mit seinen defensiv ausgerichteten Sechsern Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk gleichzeitig agieren lässt. Bisher teilten sich die beiden in der Regel ihren Job an Schweinsteigers Seite. Das kurze Experiment gegen Neapel mit beiden Akteuren auf der Doppelsechs war wenig überzeugend. Zu ähnlich ist ihre Spielweise.
Alle Tore und Highlights: Der Rekordmeister schlägt Neapel, bezahlt aber einen hohen Preis. zum Video
Als wahrscheinlichste Lösung dürfte daher die Variante mit Toni Kroos neben Timoschtschuk oder Gustavo gelten. Kroos könnte am ehesten das spielerische Moment und das Offensivdenken eines Schweinsteigers in diese Rolle einbringen. Auch in der Nationalmannschaft spielte er bereits auf dieser Position. Seine Rückversetzung von der Zehn auf die Sechs würde allerdings eine Kettenreaktion auslösen. Müller würde dann von der Außenbahn auf die bisherige Kroos-Position hinter die Spitzen rücken. Ohnehin die Lieblingsposition des WM-Torschützenkönigs. "Hier bin ich am torgefährlichsten", sagte der 22-Jährige stets.
Somit wäre nun die rechte Außenbahn vakant und damit Platz für Arjen Robben. Um den Niederländer ist es zuletzt still geworden. Angesichts der Top-Leistungen des FC Bayern, schien den eigenwilligen Dribbelkünstler kaum jemand zu vermissen. Doch nach seiner Leisten-Operation befindet sich der 27-Jährige seit einigen Tagen erst im Lauftraining. Heynckes möchte "keine Prognose stellen", wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.
"Da müssen wir geduldig bleiben und ihm den Druck nehmen", sagte auch Sportdirektor Christian Nerlinger. Die Hoffnung allerdings, Robben wäre nach der Länderspielpause Mitte November wieder einsatzbereit, dürfte sich nicht erfüllen. Zum Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund am 19.11. käme somit maximal eine Joker-Rolle in Frage. "Arjen hat nicht viel von seiner Physis verloren", glaubt Nerlinger immerhin felsenfest daran, dass Robben auf jeden Fall noch in diesem Jahr wieder spielen wird.
Stellt sich also weiterhin die Frage, wer gegen Augsburg und in den kommenden Spielen auf der rechten Außenbahn sein Können präsentieren darf. Der heißeste Kandidat dürfte David Alaba sein. Das große Nachwuchstalent drängte sich zuletzt immer stärker auf und wurde von Heynckes häufiger eingewechselt. Bei der 1:2-Niederlage bei Hannover 96 gelang Alaba sein erster Bundesligatreffer im Dress des FC Bayern.
Der 19 Jahre alte österreichische Nationalspieler ist allerdings ein Linksfuß und ersetzte bisher meist Franck Ribéry auf der linken Seite. Dennoch gilt er als wahrscheinlichste Variante, für Schweinsteiger in die Startformation zu rücken. Aber vielleicht überrascht Trainerfuchs Heynckes auch alle Experten, verzichtet auf eine Kettenreaktion und überträgt Alaba direkt die Schweinsteiger-Rolle. Zumal Alaba ohnehin ein gelernter zentraler Mittelfeldspieler ist.
Am Sonntag in Augsburg wird es darauf eine Antwort geben. Dann weiß man auch, ob der FC Bayern ohne ihren Spielgestalter seine famosen Leistungen fortsetzen kann. "Die Verletzung von Bastian Schweinsteiger trifft uns schwer. Aber wir sind natürlich schon stabil genug, so etwas zu kompensieren", versuchte Nerlinger jedenfalls Optimismus auszustrahlen. Etwas deutlicher wurde da schon Präsident Hoeneß. Sechs Wochen fehle Bastian, "das muss der Kader auffangen können, der ist sowieso gut aufgestellt."
Quelle: t-online.de
Tini schrieb:
am 4. November 2011 um 20:10:03
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Die können das kompensieren
Thymo und Kroos nach hinten, Müller in die Mitte und Alaba dann auf den Flügel ... wenn sie sich so einspielen
wäre es sicher möglich Schweinsteiger zu kompensieren... Robben ist ein toller Spieler, aber er macht oft Alleingänge und bruacht ewig viele Versuche bis dann tatsächlich das Tor fällt. Ich vermisse ihn derzeit nicht, aber wenn er fit ist ist er ne gute Verstärkung, schon deshalb weil die Gegner Respekt vor ihm haben ... Alaba braucht noch ein bisschen, dann ist er vielleicht genausogut
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FCB Fan schrieb:
am 4. November 2011 um 17:32:19
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Ohne Schweini
Ich glaube kaum das der FCB vorm nächsten Gegner zittert, eher andersrum.......
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GinoDull schrieb:
am 4. November 2011 um 17:26:15
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Bayern
Der FCB hat das Luxusproblem aus 2 kompletten BL-Mannschaften eine schlagkräftige Mannschaft zu nominieren. Wenn jetzt mal 3-4 Leute
ausfallen dann können es doch die vielen Bankdrücker beweisen, daß sie bisher zu Unrecht Auswechselspieler waren!
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