18.08.2011, 16:11 Uhr
In der Affäre um die Lärm-Attacke wird die Tonart zwischen dem deutschen Meister Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim rauer. "Ich hoffe, dass die Angelegenheit angemessen sanktioniert wird und dass sich der Zustand bei denen, die darunter zu leiden hatten, verbessert. Außerdem sollte es eine Entschuldigung wert sein. Ich habe viel gelesen, aber eine klassische Entschuldigung war nicht dabei", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.
Unterdessen äußerte Dortmunds Geschäftsführer Zweifel an der Einzeltäter-Darstellung. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Borussia Dortmund so funktionieren würde", sagte Hans-Joachim Watzke. Beim Spiel der Borussia bei 1899 Hoffenheim kam zum wiederholten Mal ein Sender zum Einsatz, der mit lauten Tönen die Sprechchöre der Gästefans gegen 1899-Mäzen Dietmar Hopp stören sollte. Ein Klub-Mitarbeiter hatte die Verantwortung übernommen. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg ist mit dem Fall befasst und behandelt mehrere Anzeigen, der DFB-Kontrollausschuss ermittelt.
Mehrere Fans haben inzwischen Anzeige wegen Körperverletzung bei der Polizei gestellt. "Wir haben es auf der Bank gehört, wussten aber nicht, was es ist. Wenn wir es hören, muss es relativ laut gewesen sein", ergänzte Klopp. Der Trainer kritisierte auch, dass die Aktion aus Hoffenheimer Sicht als Lapalie heruntergespielt wurde. "Ich halte die Sprechgesänge für wenig angemessen. Das sind überspitzte Formulierungen, die laut herausgebrüllt werden. In gewissem Maße muss man das im Fußball aber akzeptieren, dass es passieren kann. Herr Hopp war nicht der erste, der darunter zu leiden hatte. Wenn aber die anderen Dinge Einzug halten, dann haben wir ein grundlegendes Problem", sagte Klopp. Wie die angemessene Bestrafung aussehen sollte, ließ Klopp offen. "Ich habe schon für weniger schlimme Dinge relativ hohe Geldstrafen zahlen müssen", sagte der Trainer.
Denn offensichtlich hatte die Beschallung in Hoffenheim System. Wie sich herausstellte, waren fünf Spiele von diesen Attacken betroffen. Watzke begründete seine Zweifel an der Einzeltäter-Darstellung mit den Maßen des Stör-Senders. "So klein war die Kiste ja auch nicht", erklärte der 52-Jährige. Aus seiner Sicht aber sei "die Sache insofern abgehakt, als dass sich der DFB-Kontrollausschuss damit befasst. Und die sind ja objektiver."
1899 bekräftigte aber nochmals, dass weder Geschäftsführung, Präsidium noch Hopp involviert gewesen seien. Manager Ernst Tanner, der mit einer Geldstrafe durch den DFB rechnet, sprach von einem Imageschaden für den Klub und äußerte sich irritiert über die Diskussion in der Öffentlichkeit.
Die Diskussionen um die akustik-Attacke gehen weiter. Dietmar Hopp fühlt sich machtlos. Jürgen Klopp sieht ihn nicht als Opfer. zum Video
Watzke und Hopp hätten ihr Verhältnis vor wenigen Monaten in einem persönlichen Gespräch auf eine normale Ebene gehievt, nachdem der BVB-Chef in der Vergangenheit massiv die Transferpolitik des Milliardärs kritisierte. BVB-Fans hatten Hopp im Zuge dessen immer wieder übel beschimpft. Auf die Frage, ob der Vorfall und das Ergebnis der Untersuchung einen Einfluss auf das Verhältnis habe, sagte Watzke: "Natürlich hat das einen gewissen Einfluss auf alles. Auf der anderen Seite hätte ich mir gewünscht, dass unsere Fans ihren Protest gegen das Modell Hoffenheim etwas kreativer artikuliert hätten als mit dieser stumpfsinnigen Beleidigung."
Dortmunds Geschäftsführer betonte trotzdem, dass er sich keineswegs bei Hopp entschuldigt habe. "Ich hatte einen natürlichen Interessenkonflikt, der sich abgemildert hat, da Hoffenheim inzwischen einen wirtschaftlich vernünftigen Kurs eingeschlagen hat. Es gab Gegensätze, die ich des Öfteren auch überspitzt ausgeführt habe. Da war aber nie eine Beleidigung dabei, wofür ich mich entschuldigen müsste. Wenn sich jemand bemüßigt gefühlt hat, deshalb Herrn Hopp auf übelste Weise zu beschimpfen, kann ich nichts dafür. Aber es tut mir leid, dass es passiert ist."
Quelle: dapd
Egon The Beton schrieb:
am 18. August 2011 um 21:30:10
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Tinitus
Mir als FCB-Fan könnte es eigentlich egal sein, aber seit Jahren bekommt ja einiges über Fans mit, und da muß ich sagen, dass das
BVB-Volk schon immer unterschichtiger dahergekommen ist, seit letztem Jahr noch ne Ecke schlimmer. Meiner Meinung nach ist es lächerlich, wenn sich einige von denen jetzt noch erdreisten, Anzeige zu erstatten. Im Grunde genommen wollen da ein paar Assis sich noch nen Euro extra verdienen. Deren Geschrei ist zig-mal lauter als das aus dem Lautsprecher...
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Uliuli schrieb:
am 18. August 2011 um 21:26:11
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BVB Fans
Es gibt sicherlich einige 100-tausend Fans des BVB. Was durchaus verständlich ist denn es ist ein erfolgreicher und international
hoch angesehener Traditionsverein. Es haben rund 100 bis 150 Personen beileidigende Äußerungen über D.Hopp skandiert. Wenn dann hier pauschaliert von BVB Mob geschrieben wird, dann beleidigt man nicht eine einzelne Person sondern eine ganze Stadt bzw. eine ganze Region. Also Ball flach halten in der Provinz.
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pesimago schrieb:
am 18. August 2011 um 21:21:51
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Klopp ist der Beste
Klopp ist ein Trainer der sich voll mit dem BVB identfiziert, schade das es davon nur so wenige gibt.
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