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Lehmann und Kahn kritisieren ihre Ex-Klubs

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Lehmann und Kahn kritisieren ihre Ex-Klubs

18.05.2011, 16:02 Uhr

Jens Lehmann (li.) und Oliver Kahn absolvieren zusammen einen Trainerlehrgang. (Foto: ddp)

Jens Lehmann (li.) und Oliver Kahn absolvieren zusammen einen Trainerlehrgang. (Foto: ddp)

Die ehemaligen Torwartgrößen Jens Lehmann und Oliver Kahn galten während ihre Karriere nicht als Leisetreter. Auch nach ihrer Laufbahn als Profisportler halten sie mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Die einstigen Erzrivalen im Kampf und die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft haben wenige Tage nach dem Ende der Bundesliga-Saison zum großen Rundumschlag gegen ihre Ex-Vereine ausgeholt. "Phasenweise fragt man sich, wie passen jetzt die Spieler wirklich zusammen. Es geht nicht immer nur darum, dass man bestimmte Namen kauft oder Spieler holt, die einmal gut gegen Bayern München gespielt haben", sagte Kahn in der TV-Sendung "Audi Star Talk" auf Sport1. Video: Kahn beim Audi Sport Talk

Der ehemalige Kapitän von Bayern München wirft dem Rekordmeister eine fehlende Vereinsphilosophie und mangelnde Weitsicht in der Kaderplanung vor. Man müsse sich Gedanken machen, was für die Zukunft eine wirklich strategische, funktionsfähige Lösung für den Verein darstellen könne. "Was ich vermisse, wie etwa auch bei Real Madrid, ist die wirkliche Idee vom Fußball", sagte der 41-Jährige, der die Transfer- und Vereinspolitik des spanischen Meisters FC Barcelona als Vorbild und Maßstab für die Münchener sieht.

Bundesliga - Videos
Kahn: Bayern hat keine echte Philosophie

Der Ex-Keeper kritisiert die Vereinspolitik des deutschen Rekordmeisters und zieht den FC Barcelona als Vergleich heran. zum Video

Neuer-Verpflichtung zu teuer

Kritik übte Kahn auch an der Verpflichtung des Schalkers Manuel Neuer. Der Nationaltorhüter, dessen Vertrag in einem Jahr auslaufen würde, soll die Bayern mindestens 18 Millionen Euro kosten, Erfolgsprämien kämen noch dazu. Zu "bild.de" sagte Kahn: "Man verpflichtet einen sehr guten Torwart, der unter Umständen eine Ära prägen kann. Die Frage ist, was man sich das kosten lässt. Man sollte vorsichtig sein und nicht irgendwelche Mondsummen bezahlen. So eine Summe für einen Spieler, der nächstes Jahr ablösefrei wäre, ist exorbitant hoch. Wenn er drei Jahre Vertrag hätte, würde ich es verstehen."

Lehmann nimmt Magath ins Visier

Jens Lehmann kritisierte seinen Ex-Klub Schalke 04 für dessen Vereinspolitik in den vergangenen Jahren und nahm dabei besonders die Ära Felix Magath ins Visier. "Was bleibt bei Schalke? Hohe Schulden, viele Spieler und keinerlei Philosophie. Als ehemaliger Schalker war ich betroffen, wie chancenlos sie gegen Manchester waren. Als Deutscher habe ich mich geärgert, als mich meine Arsenal-Kollegen fragten: Warum sind die so schlecht", sagte der 41-Jährige mit Blick auf die Halbfinal-Klatsche der Königsblauen in der Champions League gegen Manchester United (0:2, 1:4).

Diese Spieler verlassen die Bundesliga
6 Bilder von 11

Stattdessen hätten in der Bundesliga-Saison in Dortmund, Mainz, Kaiserslautern oder Freiburg Vereine überrascht, bei denen eine klare Philosophie zu erkennen sei. "Auch wenn diese meistens dadurch vorgegeben ist, dass sie kein Geld haben oder hatten", sagte Lehmann, der seit vergangenen März ein Kurz-Comeback beim englischen Erstligisten FC Arsenal gegeben hatte, in der "Bild" und ergänzte: "So verrückt es klingt: Kein Geld ist in Zukunft vielleicht die Chance für Schalke. Falls sie junge Spieler haben, für die Siegen eine Sache von Tod oder Leben ist."

Ex-Nationalkeeper können Sticheleien nicht lassen

Ausgerechnet Erzrivale Borussia Dortmund könnte dabei als Blaupause für die Gelsenkirchener herhalten. "Sie sind Meister geworden, weil die jungen Spieler hungriger waren, als die Bayern oder Leverkusener", erklärte Lehmann, der im Sommer 2010 seine aktive Karriere beendet hatte. Selten waren sich die einstigen Streithähne inhaltlich so einig, und auch im gemeinsamen Trainer-Lehrgang verstehen sie sich "prima".

Dennoch können sie das gegenseitige Sticheln nicht ganz lassen. "Ich habe schon darüber nachgedacht, weil wir ja jetzt seit ein paar Wochen zusammen den Trainerschein machen, dass wir ein Super-Team sind: Ich als Trainer, der Jens als Co-Trainer", sagte Kahn über eine mögliche Zusammenarbeit mit Lehmann. Auch der konnte sich einen Seitenhieb auf Kahn nicht verkneifen: "Wir sitzen uns gegenüber und lachen mit den anderen viel zusammen. Wenn er irgendwann mal aus München rauskommt, wird er sicherlich auch lernen, toleranter zu werden. Ich sehe die Dinge lieber positiv als negativ. Aber in unserer Lehrgangsgruppe verstehen wir uns prima."


Quelle: sid

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Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "Lehmann und Kahn kritisieren ihre Ex-Klubs"

Franz B. schrieb: am 18. Mai 2011 um 20:22:26
(0) (0) Oliver Kahn
Selten so einen Scheiß gelesen wie das was der Olli da über Bayern abläßt! Wenn man den Stamm der Manschaft bei Bayern
ansieht, und die ertragsverlängerungen mit Schlüsselspielern wie Schweinsteiger, Lahm, Kross, Badstuber, Müller und Ribery, und zudem einen Torhüter wie den Manuel Neuer hole, (obwohl ich persönlich dem Kraft eine Chance gegeben hätte) dann noch die Flügelzange mit Robben mit Tormaschine Gomez, und dann von fehlender Philosophie spreche,dann weiß ich auch nicht mehr!?
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Clono schrieb: am 18. Mai 2011 um 19:02:17
(0) (0) Philosophie
Was soll man dazu schon sagen ? Nach der Karriere ist es leichter gesagt als getan.

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