05.12.2011, 09:40 Uhr
Die unglaubliche Erfolgsgeschichte von Borussia Mönchengladbach setzt sich auch mit dem 1:1-Unentschieden gegen Borussia Dortmund am vergangenen Spieltag weiter fort. Eine bestandene Meisterprüfung für die Fohlen, zumal Nationalspieler Marco Reus beim Remis verletzungsbedingt sogar fehlte. Und ein Gradmesser dafür, dass Trainer Lucien Favre das Zeug dazu hat, sich dauerhaft im Kreis der Champions-League-Anwärter zu behaupten. Auch wenn der Trainer das im "kicker" nur verklausuliert ausdrücken mochte: "Wir sind eine Überraschungsmannschaft. Aber unsere 30 Punkte sind nicht unverdient."
Insgesamt schraubte Favre seine Bilanz bislang auf 50 Zähler in 27 Spielen. Als Tabellenletzter hatte er die Borussia übernommen, am 23. Spieltag der Vorsaison. Dem Wunder Klassenerhalt folgte der sensationelle Sprung in die Spitzengruppe der Bundesliga. Favre hat das Team stufenweise verändert, der Erfolg gibt ihm recht.
In wie kurzer Zeit der Schweizer seine Philosophie in die Köpfe seiner zuvor scheinbar perspektivlosen Mannschaft implantierte, mutet an wie Zauberei. Doch es war eher ein geplantes Wunder, das vom ersten Tag an schlicht auf einem Höchstmaß an Fleiß beruhte, wie sich Stürmer Mike Hanke, Torschütze gegen Dortmund, erinnert: "Als er kam, hat er direkt Dienstags und Mittwochs jeweils zwei Einheiten über zwei Stunden angesetzt. Wir waren an diesen Tagen gleich mal acht Stunden auf dem Platz. Und dabei haben wir nicht viele Meter gemacht, sondern sehr, sehr viel im taktischen Bereich gearbeitet." So, erklärt Hanke dem "kicker", "haben wir die Grundprinzipien reinbekommen, nach denen Favre spielen will, offensiv wie defensiv".
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Verständnisprobleme gab es für die Profis nicht, auch wenn Favre mit seinem charmanten deutschfranzösischen Akzent für Außenstehende nicht immer ganz genau den Punkt zu treffen scheint. "Es waren klare Worte, auf dem Spielfeld wie in der Kabine", sagt Hanke, "und jeder von uns hat ganz genau zugehört. Außerdem hatte der Trainer ja auch noch seine Tafel dabei."
Eine Taktik-Tafel, die Favre an einem Videomast am Trainingsplatz befestigt hatte und um die er seine Schützlinge immer wieder versammelte, um ihnen seine Vorstellungen zu erläutern, die er dann sofort mit entsprechenden Übungen umsetzen ließ.
Dies war der Beginn von Favres "Drei-Stufen-Plan", mit dem er das Spiel der Borussia umkrempelte. Stufe eins: Größtmögliche Kompaktheit erlangen, um die Defensive zu stärken. Eine taktische Aufgabe, die vergangene Saison im Rekordtempo erfüllt wurde. Stufe zwei: Das Kreativspiel fördern. Ein Vorhaben, das nach den ersten Spieltagen der laufenden Saison zusehends griff. Und schließlich Stufe drei: Den Abschluss verbessern – beeindruckend vorgeführt beim 5:0 gegen Werder Bremen und dem 3:0 zuvor beim 1. FC Köln.
Wie strategisch Favre im Verlauf der geschilderten Phasen seine Trainingsschwerpunkte veränderte, "war einem als Spieler im jeweiligen Moment gar nicht so bewusst", berichtet Hanke, "aber wenn man jetzt zurückschaut, kann man den Plan ganz klar erkennen".
"Die Anforderung an einen Trainer, jeden Spieler besser zu machen, hat Favre total erfüllt", lobt Sportdirektor Max Eberl. Die Jungen wie Reus, Patrick Herrmann, Tony Jantschke oder Roman Neustädter, bei denen eine Leistungssteigerung freilich auch erwartet wird, aber auch Routiniers wie Hanke, Filip Daems, Roel Brouwers oder Juan Arango blühen unter Favre auf.
Wer die Anforderungen nicht erfüllt, muss mit knallharten Entscheidungen rechnen, so charmant Favre in der Regel auch daherkommt. Der taktisch wie technisch überforderte Mohammadou Idrissou (heute bei Eintracht Frankfurt in der 2. Bundesliga) fiel durchs Raster, trotz seines wichtigen Siegtors gegen Dortmund am 31. Spieltag der Vorsaison.
Und mit Rechtsverteidiger Tobias Levels (heute bei Fortuna Düsseldorf) wurde sogar eine Identifikationsfigur abgesägt. Für den bis dahin kaum in Erscheinung getretenen Nachfolger Jantschke sprach die größere Ballsicherheit. Eine mutige Entscheidung, wie auch die, Torwart-Youngster Marc-André ter Stegen mitten im Abstiegskampf zu bringen.
In Berlin hatte sich Favre einst vorgenommen, ein Team zu formen, das binnen drei Jahren um den Titel mitspielen könnte. Nach Platz vier im Sommer 2009 musste er im darauffolgenden Herbst gehen – als Letzter. In den Top drei ist er jetzt angekommen. Mit Gladbach, dem einstigen Schlusslicht.
Quelle: t-online.de
Kevin schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 21:17:22
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Graupapa
Keine Frage, MG spielt dieses Jahr eine guten und effektiven Fussball. Allerdings wird man nicht immer 1:0 gewinnen.
An Graupapa:
Leverkusen käuft einfach nur clever ein, den der Etat ist kleiner wie Köln, Stuttgart, Hamburg und ganz zu schweigen von den "Spitzenclubs"....
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NEUTRALER schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 21:00:24
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FAVRE
ich bin mir ziemlich das die verantwortlichen darauf achten das niemand abhebt.das ziel hiess or saison die 40 punktemarke zu
erreichen.es ist gut das favre aber auch das ganze soprtliche umfeld bescheiden auf den augenblicklichen höhenflug reagieren.sollte es am ende der spielzeit mehr werden wäre dies für gladbach ein segen.ich gönne es ihnen von herzen.
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BMGFanseit65 schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 19:42:01
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Milli meinte was zu Hertha u Favre
Also liebe Milli ! Da hatte er Hoeneß Dieter als "Partner" der hat wild zusammen
gekauft. Aber
auch die schwierigen Charktere Pantelic u. Simunic verkauft.
Genau die beiden falschen Spieler. Dann gings bei Hertha berg ab. Also wenn
man kommentiert, bitte mit Sachverstand. Und- man kann selten Vereine u Bedingungen vergleichen. Richtig ist, daß selbst gute Trainer oft scheitern,
keiner weiß vorher bei welchem Verein zu welchem Zeitpunkt es paßt
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