30.11.2011, 14:34 Uhr
Superstar Lukas Podolski vergeht allmählich die Lust auf "seinen" 1. FC Köln: Das größte Kölner Fan-Idol seit 30 Jahren macht schwere Zeiten beim Geißbock-Klub durch, ein Abschied aus der Domstadt zum Vertragsende 2013 oder sogar im kommenden Sommer wird immer wahrscheinlicher. "Wir müssen uns jede Saison nach unten orientieren. Das Ziel ist immer der Klassenerhalt, und daran ändert sich einfach nichts. Aber klar sind meine Ziele andere", sagte der 95-malige Nationalspieler nach der 0:3 (0:2)-Derbypleite gegen Borussia Mönchengladbach und ließ eigentlich wenig Interpretations-Spielraum.
"Ich mache mir jeden Tag über alles Gedanken", ergänzte er und sprach von der "alten Leier, für die ich nicht verantwortlich bin". Deutliche Signale vor dem Vertragspoker, in den die Vereinsführung eigentlich im Winter einsteigen wollte. "Ich habe anderthalb Jahre Vertrag. Und ich sehe derzeit aus meiner Sicht keinen Grund, daran etwas zu ändern. Ich lasse mich da auch nicht unter Druck setzen, sondern nehme mir Zeit zu überlegen, was für mich das Richtige ist", sagte der 26-Jährige im Interview der "Welt am Sonntag".
Der LIGA total!-Superfan trifft auf Fußball-Kommentator Markus Höhner und FC-Torwart Michael Rensing. zum Video
"Auch beim FC Bayern viele gute Spiele gemacht"
"Wenn ich in einer Topverfassung bin, denke ich, dass ich mich in jeder Mannschaft in Europa behaupten kann", erklärte er. "Ich weiß um meine Qualität und bin mir sicher, dass ich mich durchsetzen würde. Ich habe auch beim FC Bayern viele gute Spiele gemacht."
Poldi will nicht auf Köln reduziert werden
Der Vertrag des Torjägers in Köln läuft am 30. Juni 2013 aus. "Ich bin gern bereit, mir die Vorstellungen des Vereins anzuhören. Allerdings werde ich mir - wie gesagt - Zeit lassen." Prinz Poldi machte auch klar, dass er keineswegs mit dem 1. FC Köln verheiratet sei. "Es ist doch klar, dass der 1. FC Köln eine gute Adresse für mich ist, weil es der Verein aus meiner Heimatstadt ist. Ich wehre mich allerdings gegen den Eindruck, nur auf Köln reduziert zu werden." Derzeit dürfte dem nach dem Rücktritt von Wolfgang Overath auf den ersten Blick führungslosen Klub die Argumentation schwerfallen.
Im Derby sah der Ur-Kölner Podolski, der selbst fast nur durch frustriertes Abwinken auffiel, mit Erzrivale Gladbach ein Team, wie er selbst es sich in Köln stets gewünscht hatte. Ein im Vorjahr hinter Köln platziertes Team, das mit erfrischendem Fußball die Tabellenspitze stürmte, während der FC sich wieder auf Abstiegskampf gefasst machen muss. Für die bereits 29 Gegentore gebe es "mehr als nur ein Problem", sagte Trainer Solbakken, der daraufhin eine dreiwöchige Spielpause und viele Verletzte aufzählte. Und neben diesen nachvollziehbaren Argumenten das wichtigste vergaß: In der Mannschaft scheint es nicht zu stimmen.
Deutliches Beispiel ist der offene Zwist zwischen dem neuen "Chefkritiker" Michael Rensing und seinen Kollegen. Der Schlussmann, der nach seiner Leistung gegen die Borussia als einziger das Recht zu Kritik hatte, zitierte im größten Frust den berühmtesten Spruch seines Idols Oliver Kahn und zog sich damit den Ärger seiner Kollegen zu.
"Wir haben keine Eier in der Hose", schimpfte der Torhüter und sprach weiter Klartext. Wesentlich mehr Gegenwehr habe man erwarten können, sagte er, und "so dumm wie beim 0:3 kann man eigentlich nicht sein". Schließlich, so der frühere Bayern-Torhüter, "bin ich erst seit Januar hier. Und das war nicht das erste, nicht das zweite und auch nicht das dritte, sondern schon das wievielte Mal, dass der Gegner so überlegen war".
Trainer Stale Solbakken will offenbar in der Winterpause den einen oder anderen neuen Spieler holen. Es werde "sehr schwierig" bis Weihnachten, sagte der Norweger. "Wir haben zwei ganz schwere Auswärtsspiele in Stuttgart und München und zwei Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten aus Freiburg und Mainz. Diese vier Partien werden wegweisend." Und noch steht ihm Prinz Poldi zur Verfügung.
Alle News rund um den 1. FC Köln
Im Dezember sollen erste Vertragsgespräche mit dem Nationalspieler beginnen. zum Video
Quelle: sid , dapd
Overathius schrieb:
am 27. November 2011 um 19:20:47
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Kölner Junge
Poldi ist in Köln gar nicht wegzudenken und schon gar nicht zu ersetzen.
Wissen das die Kölner und Ihre Fans wirklich nicht
???
Spätestens in der Saison 2012/2013 gehts ohne ihn eine Etage tiefer !!!
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graupapa28 schrieb:
am 27. November 2011 um 19:10:50
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Claus
Sehr treffend auf den Punkt gebracht. Genau so ist es...Lasst ihn einfach gehen, es geht garantiert auch ohne ihn...
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MünchnerverworrenenSchreibsler schrieb:
am 27. November 2011 um 19:07:47
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Der Müler ist der absolut bessere der BEiden--Pplodi Lukias ist schlecht
Warum er nicht sich durchgestztt hat beim FCB--es istklar--er hat
keine Qualität--er ist ein Mitläufeer--und er kann nicht mit rechsts schießen--was schreib ich nur ichb -- bin so aufgerregt
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