21.12.2011, 16:28 Uhr
Die Schiedsrichter in der Bundesliga stehen Woche für Woche im Fokus der Öffentlichkeit. Jeder Pfiff wird genauestens analysiert und auch ausschweifend kritisiert. An den ersten 17 Spieltagen mussten die Referees erneut viele negative Beurteilungen einstecken. Erstmals klagt nun ein Schiedsrichter über die Belastung: "So eine extreme Hinrunde wie diese habe ich in den 13 Jahren meiner DFB-Tätigkeit noch nicht erlebt. Viele von uns sind am Limit der Belastbarkeit - sowohl physisch als auch psychisch", sagte er dem Fußball-Magazin "11Freunde".
In Erinnerung bleibt vor allem der Suizidversuch des Unparteiischen Babak Rafati vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 05 am 19. November dieses Jahres. Doch für Gräfe kam dieser Hilferuf nicht besonders überraschend. "Ich selbst hatte durchaus erwartet, dass etwas Außergewöhnliches passieren könnte, wenn auch nicht in dieser Form. Eher schon, dass ein Kollege vielleicht Knall auf Fall aufhört oder vor der Kamera die Contenance verliert", sagte er.
Der erfahrene Schiedsrichter sieht die Gründe dafür auch in dem Verhalten mancher Trainer und den Offiziellen der Klubs vor, während und nach den Spielen gegenüber den Vertretern seiner Zunft. "Die Schiedsrichter sind bis zum Vorfall mit Babak Rafati von verschiedenen Klubs permanent medial angegangen worden, wie es das in den letzten Jahren nicht gegeben hat. Das Verhalten mancher Trainer und Funktionäre und ihre Aussagen in Interviews waren absolut inakzeptabel", sagte Gräfe.
Eine verbesserte Unterstützung der Referees von Seiten des DFB ist ein weiteres Anliegen Gräfes. Für ihn ist die Betreuung angesichts der hohen Belastung "amateurhaft, denn jeder Schiedsrichter muss allein organisieren, wo und wie er trainiert. Physiotherapeutische und ärztliche Betreuung fehlen ebenfalls."
"Topschiedsrichter sind inzwischen reine Leistungssportler, aber ihre Rahmenbedingungen sind in vielen Bereichen die von Hobbysportlern", sagte Gräfe. Seine Forderung geht in die Richtung der Forderung von FIFA-Boss Sepp Blatter, der den Profi-Schiedsrichter auch in Deutschland etabliert sehen möchte. "Es wäre vielleicht wirklich sinnvoll, die Schiedsrichter der ersten beiden Ligen auszugliedern und eine eigenständige Verwaltung aufzubauen."
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Quelle: t-online.de
Schiedsrichter-Freund schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 19:29:09
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Schiris
ich finde es teils unglaublich, wer sich alles befugt sieht, die Schiedsrichter zu kritisieren.
Lasst die Jungs einfach ihren Job
machen - den machen sie nämlich verdammt gut - und hört damit auf, jede Szene in Super-Standbild und Slowotion aufzuklären. Diese hat der Schjiedsrichter auf dem Feld nämlich nicht und muß in Sekundenbruchteilen seine Entscheidung treffen.
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weltenbumler schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 18:46:58
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Schiris
Eine bessere Betreuung durch den DFB bzw. DFL ist sicherlich nötig. Aber zur Zeit Jammern die Schiedsrichter, obwohl ihre Leistungen
in der Hinrunde mehr als mässig waren, es gab glaube ich so viel eklatante Fehler wie selten.
Besonders auffällig wie sehr unterschiedlich, die Herren Schiedsrichter, trotz Regelwerk so manche Situation ausgelegt haben.
Profischiedsrichter? - Gerne ! Nur haben wir zur Zeit nicht einen einzigen der das Niveau eines Profis hätte.
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schroederfreund schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 17:27:28
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BuLi-Schiedsrichter
Mag sein, dass Schiedsrichtern anstrengender geworden ist. Allerdings muss man auch konstatieren, dass die Leistungen
immer desolater werden. Vor allem die Inkonsequenz fast aller Schieris ist erschütternd. So werden Fouls im Strafraum zu selten geahndet. Von einem gut bezahlten Pfeifenmann erwarte ich, dass er echte Fouls und Robbenschwalben unterscheiden kann. Viele Fehler verursachen allerdings auch die Herren an der Linie, die vor allem mit den Abseitsregeln nur schlecht vertraut sind.
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