19.09.2011, 06:57 Uhr
Manuel Neuer wurde von den Schalker Fans massiv angefeindet. (Foto: imago)
Für Manuel Neuer wurde das Spiel bei seinem Ex-Klub Schalke 04 zum Spießrutenlauf. Der neue Keeper des FC Bayern München wurde vor dem 2:0-Erfolg seiner Elf von den Anhängern der Königsblauen mit Hass empfangen, neben gellenden Pfiffen gab es Judas-Sprechchöre und jede Menge vulgäre Plakate gegen den Nationalspieler. Schon 40 Minuten vor dem Anpfiff, als er ganz allein zum Aufwärmen in die Arena lief, wurde er verunglimpft. "Komm raus, du Sau" hatten die Schalker Fans zuvor skandiert.
Der 25-Jährige reagierte bemerkenswert cool auf die Anfeindungen. "Ich wusste, was mich erwarten wird und habe erwartet, dass ich so empfangen werde. Wenn man sich richtig darauf einstellt und es vorher weiß, geht das da rein und da raus", sagte Neuer.
Teile der Schalker Ultra-Szene hatten bereits vor dem Match im Internet dazu aufgerufen, den Torwart als "Verräter" auszupfeifen. "Ich weiß, dass es ein emotionaler Verein ist, ich war darauf eingestellt. Es ist klar, dass keiner so etwas gerne hört", sagte Neuer."Meine Mannschaft hat heute nicht nur für den FC Bayern gespielt, sondern auch für Manuel. Einiges, was hier passiert ist, hat er nicht verdient", sagte Bayerns Trainer Jupp Heynckes. Von den Fans seines alten Vereins wurde der Torhüter auch während der 90 Minuten massiv beschimpft, beleidigt und bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.
"Wir trauern um Manuel Neuer - zwischen 2005 und 2011 - Wiederauferstanden als charakterlose Marionette", war noch einer der harmloseren Plakate. Auf einem anderen wurde der DFB-Torhüter als Prostituierte dargestellt. Heynckes bezeichnete die Transparente nach dem Spiel als "geschmacklos." Der FCB-Coach war stolz darauf, dass Neuer seinen Kasten auch im achten Pflichtspiel in Serie sauber halten konnte. "Diese Souveränität ist beeindruckend. Und daher freut es mich besonders für Manuel, dass wir hier gewonnen haben."
Bereits im Vorfeld der Partie hatte Schalke versucht, Brisanz aus der Personalie Neuer zu nehmen. Auf eine Verabschiedung, die wegen des Wechsels des Keeper nach dem Saisonende nicht mehr zustande gekommen war, hatte die Vereinsführung verzichtet, um die eigenen Fans nicht zu provozieren. Geholfen hatte es nichts. "Diese Anfeindungen hatte der Manuel nicht verdient", sagte S04-Innenverteidiger Benedikt Höwedes.
Zurückhaltender äußerte sich Schalke-Manager Horst Heldt bei "sky": "Die Fans sind einfach enttäuscht. Jeder lebt seine Enttäuschung anders aus." Der in Gelsenkirchen geborene Neuer stand für Schalke von 1991 bis zum letzten Sommer im Tor. Anschließend wechselte der Keeper nach wochenlangem Wechseltheater für eine Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro zu den Bayern.
Quelle: t-online.de
fcbforever schrieb:
am 19. September 2011 um 18:37:20
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Bis gestern..
... war MN SICHER noch im Herzen Schalker. Ihr völlig hirnlosen Ultras schafft es schon noch, daß er nach seiner Karriere in
unserer Südkurve steht, ätsch! (sofern da die Deppen aussortiert wurden...)
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Windbeutel schrieb:
am 19. September 2011 um 18:10:51
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Neuer
Ich hätte mir von Tönnies und Co. gewünscht,dass Sie die Eier gehabt hätten und Ihren Ultras mit Sanktionen gedroht hätten,wie es
die Bayern übrigens gemacht haben.Man sollte nicht vergessen ,dass der dumme Verein ja auch nen paar Mios kassiert hat.
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Bemerker schrieb:
am 19. September 2011 um 17:35:49
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Tolle Leistung
Für as was gestern Schalke auf dem Platz gebracht hat, hätte Bayern mit jedem C-Klaasen Towart gewonnen. Da kam ja gar
nichts. Ich als Club Fan, der ja mit Schalke eine lange Freundschaft pflegt, schäme mich zutiefst für diese Königsblauen Fans. Wollen die jeden Spieler der Jahre die Knochen hingehalten hat und den Verein wechselt, so begrüßen. Armer Draxler, wenn sein Talent sich weiterentwickelt.
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